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Thema: Schnecke oder Balgen?

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Ist noch neu hier Avatar von Tsubo
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    Okay, danke für die Einschätzung

    Habe mich nochmal ein wenig eingelesen, wobei ich auf folgende Info von Kurt Wirtz bezüglich des benötigten Auszugs gestoßen bin:
    2:1 = 145 mm
    3:1 = 180 mm
    4:1 = 225 mm
    5:1 = 275 mm
    6:1 = 330 mm

    Wenn ich Richtung 5:1 oder 6:1 gehen möchte, wären also locker 30cm nötig. Jetzt ist die Frage, wie ich das am besten bewerkstelligen kann. Undzwar derart, sodass die ganze Konstruktion auch noch stabil genug ist und über die Dauer der Stacks nicht verwackelt.

    Habe bis hier hin mal ein paar Gedanken zusammengetragen:

    A) Verlängerung per Zwischenringen.
    Befestigung erfolgt dann z.B. mit zwei Objektivschellen auf einer langen Universalschiene.
    Unten drunter kommt dann der Castel-Q, der den gesamten Aufbau feinschrittig nach vorne und hinten schiebt.

    + Zwischenringe sehr günstig
    - Verändern des ABM (des Auflagemaßes) mit viel Rumschrauben verbunden

    B) Verlängerung per Zwischenringen + ein bis zwei Helicoids, z.B. Kecay 35-90mm.
    Rest wie oben.

    + Zwischenringe / Kecay Helicoid sehr günstig
    + bis zu 110mm (bei zwei Helicoids) der Strecke variierbar
    + Front-Tubus des Kecays rotiert nicht mit
    - Helicoids instabiler als feste Ringe

    C) Verlängerung per Zwischenringen + Balgen.

    Befestigt wird die Balgen-Schiene direkt auf dem Castel-Q.

    + stabiler als Helicoids
    + Montage ohne Universalschiene + Schellen
    - Kosten ?

    Womit ich dann auch bei der Frage wäre:
    welche Balgen könntet ihr empfehlen, die noch relativ günstig sind, min. 10cm Auszug bieten und sich leicht auf M42 adaptieren lassen?

    Lieben Gruß,
    Tsubo

  2. #2
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    Hallo Tsubo,

    meine Empfehlung wäre ein solcher (älterer) Olympus Auto Bellows:
    https://www.ebay.de/i/263397586638?chn=ps
    (Zitat nur als Beispiel - ist nicht meine Anzeige - ich habe aber eine Original-Anleitung zu dem Teil, könnte ich bei Bedarf einscannen und mailen).

    Da bräuchtest Du nicht unbedingt ein Castel-Q - hättest also eine Wackelquelle weniger.

    An dem Olympusteil kannst Du an drei Stellen die Position verändern. Und wenn Du ein Olympus Objektiv verwendet, kann Du das ohne großen Aufwand in Retro-Stellung montieren. Wäre ja eine Option zumal die Olympus-Objektive für den Macro-Bereich einen guten Ruf haben. Die maximal Auszugslänge habe ich nicht im Kopf - könnte ich aber in ca. 2 Std einmal ausmessen.

    Ob Du das mit M42 ohne großen Aufwand kombiniert kriegst, entzieht sich meiner Kenntnis - da wissen hier andere bestimmt mehr - aber Du hast ja nach unten kein enges Limit. B.t.W. - bist Du sicher, dass das ein M42-Gewinde (APO Rodagon N 50mm) ist?

    Beste Grüße
    Dieter

  3. Folgender Benutzer sagt "Danke", Bueguzz :


  4. #3
    verstorben Avatar von Fraenzel
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    Hallo Tsubo,
    ich stand mal vor dem gleichen Problem: Abbildungmaßstab >= 5:1.
    Ich begann mit Vergrößerungsobjektiven am großen M42 Pentacon Balgen (20 cm Auszug). Für das Stacken verwendete ich noch einen Kreuz-Einstellschlitten. Um die gewünschten Abbildungsmaßstäbe zu erreichen erwarb ich ein Mikroskopobjektiv von Askania mit RMS-Gewinde. Dafür gibt es Adapter RMS-M42.
    Leider zeigte sich, dass der Vortrieb beim Stacken zu grob ausfiel.
    Biologische Mikroskope verfügen über sehr genaue Grob- und Feintriebe mit denen man sehr feinfühlig fokussieren kann (im Bereich weniger Mikrometer). Mit einem Mikroskop der Fa. Euromex bin ich in der Mikrofotografie gelandet.
    Später folgte noch ein stabileres Mikroskop der Fa. Leitz.
    Hier habe ich meine bisherigen Aktivitäten zusammengestellt:

    https://www.digitalfotografiedockenh...krofotografie/

    Gruss Fraenzel

  5. 2 Benutzer sagen "Danke", Fraenzel :


  6. #4
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    Danke euch für die Rückmeldungen!

    @Bueguzz:
    Also preislich wollte ich eigentlich - sofern irgendwie möglich - unter 100 Euro bleiben.

    Den Castel-Q besitze ich bereits, ebenso wie das Rodagon N 50mm.
    Letzteres hat eigentlich einen M39-Anschluss, wird von mir aber per Retro-Adapter auf M42 gebracht.

    Die Empfehlung habe ich von Guppy (Kurt Wirt) bekommen, der seine Ergebnisse mit verschiedenen Objektiven sehr gut dokumentiert und einander gegenüberstellt hat:
    https://www.makro-forum.de/viewtopic.php?t=113884
    http://www.focus-stacking.ch/Focus_Stacking_PDF.pdf

    @Fraenzel:
    Bis zu welchem Maßstab würdest du einen Schlitten wie den Castel-Q denn in etwa für geeignet halten?
    Guppy hat für seine Stacks, für die er mitunter ja auch weit über 100 Bilder anfertigt, glaube ich sogar ein PVC-Rohr genommen und dieses langsam erhitzt bzw. sich abkühlen lassen, um eine extreme Feinschrittigkeit gewährleisten zu können.
    Da ich noch gar keine praktischen Erfahrungen auf dem Gebiet gesammelt habe, werde ich denke ich erst mal klein anfangen. Wäre dennoch nicht schlecht, hinsichtlich der Ausrüstung schon für wenigstens 6:1 bis 7:1 gewappnet zu sein. Keine Ahnung, ob ein Castel-Q bei vielleicht 50 Einzelbildern zum Stacken da schon feinschrittig genug arbeitet.

    Danke übrigens für den Link zu deinem Portfolie, sieht sehr interessant aus!

  7. #5
    verstorben Avatar von Fraenzel
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    Hallo Tsubo,
    da ich den Castel Q nicht besitze kann ich auch nichts zum möglichen Abbildungsmaßstab sagen. Allerdings fand ich in der Zeitschrift Mikrokosmos folgende Tabelle:

    Nachfolgend findet sich eine Aufstellung der Hubhöhe, wie sie der jeweilige Vergrößerungsmaßstab verlangt, um die gewünschte Schärfentiefe zu erreichen (VG Vergrößerungsmaßstab, HUB Schrittweite der Stapeleinrichtung, Hubhöhe).
    VG 2: 1 HUB 0,075 mm
    VG 2,5: 1 HUB 0,050 mm
    VG 3: 1 HUB 0,020 mm
    VG 4: 1 HUB 0,025 mm
    VG 8: 1 HUB 0,010 mm
    VG 10: 1 HUB 0,009 mm
    VG 20: 1 HUB 0,003 mm
    aus: Mikrokosmos 103 (2014), S. 175

    Bei einem Maßstab von 8:1 benötigt man schon eine Schrittweite von 1/100 mm beim Stacken. Das wird wohl mit einem Castel Q schwierig werden.
    Gruss Fraenzel

  8. #6
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    Als günstigen Balgen würde ich mich nach dem großen Pentacon-Balgen umsehen (sieht so aus, ich würde aber gleich nach einer M42-Version suchen; habe aber gerade keinen vollständigen gefunden). Im Vergleich zu Helicoids hast du bei Balgen auch keine Probleme mit Reflexionen im Inneren. Bei Helicoids kann sich schon mal Licht an einem glatten Metallteil reflektieren, vor allem, wenn die Mechanik noch einen leichten Ölfilm aufweist. Bei Zwischenringen, die nicht richtig mattschwarz sind oder wo die schwarze Farbe ein paar Kratzer aufweist, kann das auch passieren. Ich bin meinen M42=>Sony E Helicoid-Adaptern mit Spiritus und Velourssamtfolie zu Leibe gerückt, damit die Bildqualität nicht zu sehr leidet.
    Gruß, André
    __________________________________________________ __________________________________

    (Im Moment nur sporadisch online)


  9. #7
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    Hallo Fraenzel,
    hallo Tsubo

    nun habe ich mal bei meinem Einstellschlitten (China - aber gar nicht mal so schlecht) (z.B. Ebay: 322365936901)
    mit Hilfe einer mechanischen Präzisionsmessuhr nachgemessen:
    Bei dem Teil bewegt sich der Schlitten bei einer Umdrehung des Vorschubrades um 1 mm (!). Wenn man nur kleine Bewegungen am Rad ausführt, kann man einen minimalen Vorschub von 2 - 3 Hundertstel mm produzieren, weniger ist nicht drin und das Ganze ist auch nicht gut reproduzierbar. Ob es 2/100 mm oder 3/100 mm werden, ist eher dem Zufall überlassen. Also wäre da bei 3:1 bereits Schluss mit Stacking.

    Der Castel Q von Novoflex macht aber 15 mm (!) pro Umdrehung des Vorschubrades. Das dürfte wohl bedeuten, dass das Teil für den beabsichtigten Zweck (großer Abbildungsmaßstab und Stacking) eher nicht brauchbar ist, wie schon vermutet.

    Grüße
    Dieter

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  11. #8
    Spitzenkommentierer Avatar von digifret
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    Ich habe gerade einen Schlitten in China gekauft der meines Erachtens sehr leicht an einem Stepper Motor zu adaptieren ist
    . Ca 50 Euro,
    Ich werde das Projekt dann machen und hier einstellen mit dem Script damit jeder es nachbauen könnte und da ich es ganz einfach machen möchte kann jeder dann daran erweitern oder ändern
    Pierre
    Olympus FT und mFT Fan, und mäßig Altglas Fotografiere seit 55 Jahre.Angefangen mit einer GEVABOX.
    Makro und Natur,Tierfotografie. Die meist benutzen Objektive, FT 14-35mm f:2.0 / FT 50-200 f:2.8 3.5 / Nikkor ED AIS 300mm 2.8 /Samyang 135mm f:2.0 Samyang 50mm f:1.4 samyang 85mm f: 1.4 / Kamlan 50mm f:1.1 Laowa Venus 15mm wide macro .
    auf Flickr--" pierbophoto"
    HB9SMU

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  13. #9
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    Gerne hätte ich schon eher scheiben wollen aber eine böse Grippe und nun auch noch eine Infektion, und so unter Antibiotika gaben mir nicht die Lust dazu.
    So einige werden jetzt sage was jetzt kommt interessiert mich nicht, nämlich nochmals eine kleine Theorie über Arduino da Sie meines Erachtens die Lösung vieler Probleme ist die hier besprochen wurden, ob am Mikroskop, oder Schlitten , mit diesem Ding kann viel gemacht werden ohne zu viele Übersetzungen, Zahnräder, Schnecken und mehr die alle mehr oder weniger Ungenauigkeiten hervorrufen können.
    Alleine schon an einem Schlitten 50 Fotos oder mehr mit der Hand zu machen geht nicht gut, da bewegt sich was und schon kann mann neu anfangen . Was der Genauigkeit angeht, ich glaube ich habe es schon gesagt
    ein Steppermotor hat 200 Schritte um eine Wellenumdrehung zu machen un an einer 6mm Durchmesser Welle macht das einen Vorschub von 1mm. Bei einem Schritt also ein Vorschub von 0.005 mm und es ist keine
    HechsenSache das mit einem Arduino , oder auch ein Raspberry zu machen . Gleichzeitig aber programmiere ich meinen Arduino so das er mir einen Schritt macht, einen Moment wartet damit keine Erschütterung mehr ist, er meinen Photoapparat auslöst und dann fängt er seine Zyklus von neu an , bis ich Ihn ausschalte oder ich programmiere für eine Anzahl von Auslösungen bis zum Stop. Den Stepper kann ich aber auch an einer bestehenden Schnecke, EinstellRad oder an einem Mikroskop usw anbauen . Warum Arduino, weil es ein Openprojekt ist, es gibt eine riesen Community und man findet sozusagen alles. Ein Arduino kostet in China zwischen 3 und 6 euro , Es gibt eine Dose zum Experimentieren für ca 30 bis 50 Euro mit Sensorem einen einfachern Steppermotor, Transistoren ein Steckbreat usw usw. Auf Youtube gib es tausende Projekte und vor allem es gibt Skripte (Sketch ) die man mit einem Computer und dem gratis Programm Arduino IDE auf einem Arduino spielt und in dem ich die Koordinaten Schritte, Ausgang für Leds und alles korrigieren kann, Wenn ich da zum Beispiel in der Line für Schritte bin kann ich 200 eingeben und der Schrittmotor wird einmal um 360 grad drehen . gebe ich aber 1 ein dann wird 1.8 grad=ein Schritt voran gehen.
    Eine Adresse für Arduino, Wellen , und alles was bei der Bastelei hier unter Balgen und Schneck sicher interessant ist ist Eckstein Komponente,(GOOGLE) da gibt es fast alles, aber natürlich teurer wie in China. Ich antworte gerne und gebe links und wenn Ihr mir per PN schreibt. Vor allen Dingen, habt keine Angst für das Ding, wenn Ihr wisst das es plus oder minus gibt beim Gleichstrom könnt Ihr es spielen Lernen , eine Experimentier Box würde ich aber empfehlen , und ladet mal Arduino Ide auf Euerm Computer, da gibt es auch schein eine ganze Menge Projekte für den Anfänger und vor allem sagt nicht, das kann ich nicht,

    Pierre
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