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Thema: Schnecke oder Balgen?

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Ist noch neu hier Avatar von Tsubo
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    Hallo Fraenzel,
    vielen Dank wieder einmal für die Zeit, die du dir genommen hast!

    Ja, es ist manchmal wirklich schwierig spezifische Infos und Ratschläge zu bekommen. Da die Euphorie im Thread relativ schnell verflogen ist, bin ich davon ausgegangen, dass ich peu à peu selbst Erfahrungen sammeln muss.
    Und wie du schon festgestellt hast, wird das offenbar kein leichter Weg sein. Aber gut, dass du nochmal ein Auge drübergeworfen hast. Dass das Stativ über keinen Feintrieb verfügt, ist mir ehrlich gesagt gar nicht aufgefallen. War wohl völlig geblendet davon, endlich was nicht total überteuertes in akzeptablem Zustand mit gerader, vertikaler Säule für die Montage des Schlittens gefunden zu haben
    Da das Gerät schon auf dem Weg ist, werde ich einfach Hand anlegen und überprüfen, wie fein sich der Trieb wirklich drehen lässt. Im worst case schicke ich das Teil zurück oder nutze es als Grundstativ. In letzterem Fall würde ich mir dann immerhin das Gebastel mit einer MDF-Konstruktion ersparen und hätte noch einen Grobtrieb, um den Arbeitsabstand zu variieren.

    Die Sache mit dem langen Auszug ist in der Tat lästig. Allerdings ist mir im Zuge eines Diskurses im Makro-Forum dringend zu einem Lupen- bzw. Vergrößerungsobjektiv in Verbindung mit einer Vollformat-Kamera geraten worden. In einigen Beiträgen wird auch immer wieder auf die .PDF von Guppy (Kurt Wirtz) verwiesen, der einige umfangreichere Vergleiche mit verschiedenen Objektiven angestellt hat: http://www.focus-stacking.ch/Focus_Stacking_PDF.pdf

    Ein paar beispielhafte Auszüge:
    [Bezüglich Lupenobjektiven] Extrem ungeeignet ist eine Vollformat Kamera mit Chipgrösse 36 x 24mm, den diese besitzt mit einer Diagonale von 43.3mm für Mikroskop Objektive (Bildkreis 20-30mm) einen viel zu grossen Chip. Natürlich kann das Mikroskop-Objektivbild auf dieses Format vergrössert werden, dies setzt aber eine zusätzliche Linse voraus, die die Bildqualität allerdings nicht verbessert. [...] Mikroskop Objektive wurden für die Betrachtung mit dem Auge und einem Gerät (Mikroskop) mit Standardabmessungen berechnet und hergestellt und nicht speziell für die Fotografie
    Der Einsatz von Mikroskop Objektiven im Bereich von 1:1 bis 8:1 ist nur dann sinnvoll, wenn sie genau bei ihrer Nennvergrösserung eingesetzt werden. Besitzen sie einen grossen Bildkreis, z:B. 30mm, dann ist ihr Einsatz an einer Crop 1.5 Kamera erfolgreich. Unterhalb ihrer Nennvergrösserung wird einqualitativ schlechter Randbereich oder sogar ein Bildbeschnitt sichtbar. Werden sie mit einer längeren Tubuslänge wie die Normlänge eingesetzt, wird das Bild stärker vergrössert, also der Bildausschnitt kleiner, jedoch erhöht sich die Auflösung nicht. Denn Mikroskop Objektive zeigen ihre höchste Auflösung bei der Nennvergrösserung.
    Die Auflösung in der Bildmitte ist bei guten Vergrösserungsobjektiven im Massstab bis etwa 8:1 mit der eines Mikroskop Objektivs vergleichbar und in den Ecken, vor allem bei Vollformat Kameras um einiges höher wie bei Mikroskop Objektiven. Die mechanische Tubuslänge beim Mikroskop, das ist die Distanz von Objektivanschluss bis zum oberen Ende des Okulars, ist standardisiert und beträgt üblicherweise bei einem Mikroskop 160mm, 170mm oder 210mm. Sie ist auf die normierte Dimension eines Mikroskops angepasst und somit beschränkt.
    Dort finden sich auch noch weitere spezifische Ausführungen, die insgesamt eigentlich sehr schlüssig erscheinen. Es lohnt sich wirklich, mal einen Blick reinzuwerfen.

    Wie in dem Thread schon ganz richtig angemerkt, gibt es gewiss viele Herangehensweise, die auf ihre Art ganz unterschiedliche Bedürfnisse bzw. Bedingungen abdecken.

    Ich werde es soweit jedenfalls mal mit dem Rodenstock versuchen und hoffe, dass die Abbildungsleistung des Resultates überzeugt.

  2. #2
    verstorben Avatar von Fraenzel
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    Hallo Lucas,
    Kurt ist in meinen Augen ein echter Spezialist und Lehrmeister auf dem Gebiet der Makro/Mikrofotografie. Darüber hinaus möchte ich noch John Hallmén aus Schweden erwähnen:
    https://www.flickr.com/photos/johnha...57604592459772. Er bevorzugt übrigens Vollformat-Kameras für seine Insektenmakros.
    Bisher hast du noch gar nichts über deine möglichen Makro/Mikro-Motive/Interessen geschrieben. Deshalb würde ich dir zuerst einaml zum Abbildungsmaßstab 1:1 raten, sozusagen zum Üben.
    Gruss Fraenzel

  3. #3
    Spitzenkommentierer Avatar von digifret
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    Mikrofotgrafen wie Heike benutzen daher gewöhnliche niedrig vegrößerende Mikroskopobjektive, um zu stacken.
    Meine Experiment die ich gemacht habe und ich habe einige schone Bilder gemacht belegen dies.
    Besonders als Anfänger würde ich so einfach wie möglich vorgehen um wenigstens schon im Anfang schon mal was schönes zu machen damit es nicht frustrierend wird.
    Ich selber bevorzuge den Slider da ich damit auch , mit weniger Vergrösserung , Balgen ,usw auch in Blumen usw herein fotografieren kann. .
    Freue mich wenn nächstens mal ein schönes Foto hereinkommen würde. Viel Spass
    Pierre
    Olympus FT und mFT Fan, und mäßig Altglas Fotografiere seit 55 Jahre.Angefangen mit einer GEVABOX.
    Makro und Natur,Tierfotografie. Die meist benutzen Objektive, FT 14-35mm f:2.0 / FT 50-200 f:2.8 3.5 / Nikkor ED AIS 300mm 2.8 /Samyang 135mm f:2.0 Samyang 50mm f:1.4 samyang 85mm f: 1.4 / Kamlan 50mm f:1.1 Laowa Venus 15mm wide macro .
    auf Flickr--" pierbophoto"
    HB9SMU

  4. Folgender Benutzer sagt "Danke", digifret :


  5. #4
    Ist noch neu hier Avatar von Tsubo
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    Vielen Dank für die hilfreichen Infos!

    Jetzt mal ganz pragmatisch gefragt:
    welche Konstellationen kämen da preislich denn überhaupt noch infrage?

    Ich befürchte, dass meine Illusion mit einem Maßstab jenseits 5:1 so langsam zerplatzt
    Wird irgendwie alles nicht einfacher.

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