Das letzte Foto in deiner kleinen Serie gefällt mir besonders gut.
herzliche Grüße
Dirk
Das letzte Foto in deiner kleinen Serie gefällt mir besonders gut.
herzliche Grüße
Dirk
Danke! Für mich war / ist genau dieses letzte Bild recht widersprüchlich. Klassische mixed emotions. ;-)
Einerseits eine schöne Erinnerung an eine Stunde stillen Picknicks da auf der Bank; exakt
diesen Ausblick wie auf dem Foto vor den Augen. Biber und ein Schwan kamen mal gucken, wer da sitzt.
Stimmungsvoller Nachtnebel. Klassischer Orange-Blau-Komplementärkontrast. ... usw. usf.
Andererseits fällt das Bild für mein Empfinden vollkommen aus der Serie; konterkariert meinen Wunsch
nach "Entgrenzung", weil es sich bei diesem Foto eben leider nicht umein Naturfoto handelt.
Die ollen Straßenlampen, und unmittelbare Ortsnähe sind kaum zu ignorieren.
Da hat die Märkische Schweiz viel entlegenere, schönere, naturnähere Ecken.
Herzlicher Gruß!
der Waldschrat
Lieber Waldschrat, warum hast du dieses Foto dann geschossen? Wenn du eine Serie mit einer Überschrift hast .Okay! Du hast hast es aber in deiner Serie gepostet. Warum? Weil es passt. Für die "Entgrenzung" sorgt der See. Naturfoto? Natürlich! was ist es denn sonst? Nur weil am andern Ende des Sees ein paar Laternen stehen? dann wäre jedes "Naturfoto" , wo mann am Himmel Kondesnstreifen, oder Satteliten sieht ebenfalls kein Naturfoto mehr. Also, sei nicht so streng mit Dir.
Es grüßt Dirk
Hallo Dirk!
Lese aus Deinen Zeilen eine gewisse Vehemenz heraus und interpretiere: Irgend etwas hat Dich da berührt, und zu der Stellungnahme veranlasst.
Erst einmal vielen Dank für die Rückmeldung!
Künstlichen Lampen im Sichtfeld, die von Dir genannten Kondensstreifen sowie Flugzeuge im Bild, das Herüberwehen der Fahr-Geräusche
einer 10km entfernten Autobahn, Windgeneratoren, und vieles Menschen-gemachte mehr, beeinträchtigt für mich das Natur-Erleben extrem.
Um Dein Wort "streng" aufzugreifen: Das hat mit "Strenge" wenig zu tun. Eher was mit Fühlen.
Verschiedene Menschen sind da verschieden gestrickt. Viele sind (vermeintlich) härter im Nehmen bzw. Ausblenden, ich weiss.
Herzlicher Gruß vom Waldschrat!
Mitte September hatte ich Anlass zum Besuch in der Heimat. Wochenlang vorher hatte ich Vorfreude. Zur optimalen Nutzung hatte ich auch das Nachtwetter in der Wochenvorschau verfolgt.
Es sah nach klarer Nacht genau von Freitag auf Samstag. So war ich statt Samstag Morgen schon vor Mitternacht zur Himmelsbeobachtung angereist.
Die Bedingungen im Hügelland des östlichen Norbaden, dem Bauland, sind dafür erheblich besser als um Rhein und Neckar. Die Beobachtungsorte hatte ich schon vorab über Google Earth,
Lichtverschmutzung-Apps und Stellarium ausgewählt. Nachst ohne volle Fernsicht ist auch für ortskundige alles anders und die Orientierung ohne Vorbereitung schwierig.
Bei der Planung hatte ich online entdeckt, dass ein paar Kilometer von zu Hause ein bemerkenswertes Bauwerk entstanden war.
Architekturstudenten des Illinois Institute of Technology in Chicago hatten eine Flurkapelle für uns entworfen und sie war Realität geworden. Mein erstes Ziel und Motiv stand fest:
Bödigheim Astro Feldkapelle DSC01318 09-2017 FC.jpg
Sony A7R - Tokina Firin 20mm, 20s.
Ein Blick auf die Milchstraße im Zenit über dem zweiten planmäßigen Aufnahmeort.
Eberstadt Astro DSC01329 09-2017 FC.jpg
Sony A7R - Tokina Firin 20mm, 20s.
Mit vollem Heimvorteil an schon aus Kindertagen vertrautem Ort der Blick auf den großen Wagen bei horizontaler Ausrichtung nach Norden.
Hier durch die stärkeren Störeinflüsse der Atmosphäre eine viel geringere Sternendichte in der Abbildung:
Eberstadt Großer Wagen DSC00073 09-2017 FC1.jpg
Sony A7R - Zeiss Batis 25mm, 25s.
Besserer "Fernblick" in östlicher Richtung, Die Dunststreifen sind in der Monddämmerung in der späteren Nacht schon etwas beleuchtet.
Eberstadt Astro DSC01323 09-2017 FC.jpg
Sony A7R - Tokina Firin 20mm, 15s.
Schön ist der Sternhaufen der Plejaden über dem größeren Baum im Bild zu sehen. Darunter kündigt sich der Bogenschütze Orion an.
Fortsetzung folgt
Geändert von spirolino (12.11.2017 um 16:50 Uhr)
Viele Grüße
ro
Es geht weiter mit Bildern noch aus der ersten Nacht im September. Noch der selbe Aufnahmeort in den Hügeln um mein Heimatdorf.
Mittlerweile war es 3:30 Uhr und Mondlicht beleuchtet die Szene Richtung Osten. So treten auch die Dunstschwaden hervor, die sich in
Bodennähe auasbreiten.
Eberstadt Astro DSC00083 09-2017 FC2.jpg
Sony A7 + Zeiss Batis 2/25, 15s
Mit dem Mond ist auch Orion aufgegangen. Die drei rechts der Bildmitte aufgereihten Sterne beschreiben seinen Gürtel.
Nachdem es in der klaren Nacht frisch geworden war, begann sich auf allen Gegenständen in Bodennähe Luftfeuchtigkeit auszufallen und sich als Tau niederzuschlagen.
Das folgende Bild zeigt einen Ausschnitt des Sternbildes Schwan mit Deneb als hellstem (Leit-)stern.
Eberstadt Astro Deneb DSC01344 09-2017 FC.jpg
Sony A7 + Samyang 2/135, 60s nachgeführt (Star Adventurer)
Hierbei hatte ich einen Diffusionsfilter vor dem Objektiv. Es ist möglich, dass der Effekt durch etwas Tau auf dem Filter noch verstärkt wurde.
Fortsetzung folgt
Geändert von spirolino (14.11.2017 um 07:54 Uhr)
Viele Grüße
ro
... fortgesetzer Beitrag zu einer klaren Septembernacht
Nachdem der Mond über die Hügel geklettert war, kam es mir oben schon ziemlich hell vor und ich beschloss die Nacht unten in meinem Dorf ausklingen zu lassen und noch ein wenig beim Schloss zu fotografieren.
Dort werde ich nachts besonders sentimental. Steht mein Elternhaus doch am Rand des zugehörigen Gartens und die Gedanken und Erinnerungen werden in der Stille durch nichts gestört.
Zunächst ein Blick auf das "Feldwebels-Häuschen" gegenüber des Schlosstors. Rechts darüber hatte sich sehr schön Orion platziert. Im September kommt dieses Herbst-, Wintersternbild in der späten Nacht flach über den Horizont.
So lässt sich Orion als Motiv dann gut mit irdischen Bildelementen kombinieren.
Eberstadt 09-2017 FC.jpg
Sony A7R + Zeiss Batis 2/25, 20s (auch die nachfolgenden Bilder)
Um die Ecke im Garten der Blick zwischen einer mächtigen alten Buche und einer ebenso betagten Esche hindurch hoch zur Milchstraße.
Bei der Aufnahme habe ich die Kamera hin und her positioniert, bis auch die Plejaden durch das Laubwerk leuchteten.
Oben rechts, ganz am Bildrand zu sehen.
Eberstadt DSC00115 09-2017 FC.jpg
Das Schloss wurde auf sumpfigem Karst-Quellgrund als Wasserschloss errichtet und ist auf Eichenpfählen gegründet. Vom ursprünglichen
Wassergraben ist nur ein Teil als See geblieben (nicht im Bild)
Eberstadt 1 DSC00118 09-2017 FC.jpg
Eberstadt Astro DSC00125 09-2017 FC.jpg
Nun war schon der Tagesanbruch nah, es war frisch und auch schon leicht neblig geworden. Nun hatte ich die ganze Nacht draußen verbracht
und fühlte mich mit den Eindrücken unbeschreiblich wohl. In der Heimat mehr als ich das anders wo erfahren kann.
Die zweite Nacht war schon die des Rückreisetags. Von daher auch nicht so lange. Die Eindrücke dabei möchte ich auf eine einzelne Aufnahme reduzieren.
Sie stammt schon von unterwegs und ist oberhalb hoch über dem Neckar, nahe Heidelberg aufgenommen. Das helle Licht beschreibt die Spur eines Autos.
Schönbronn Astro DSC00183 09-2017 FC.jpg
Ich komme wieder, keine Frage.
Geändert von spirolino (17.11.2017 um 08:32 Uhr)
Viele Grüße
ro