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Thema: Jupiter-3 1.5/50mm

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Ist oft mit dabei Avatar von Altglas
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    Die Fotos sehen ja toll aus.

    Passt das Jupi 3 mit M39 irgendwie an eine Canon EOS ?
    Ich meine natürlich MIT unendlich....
    Canon EOS 650D mit M42 Adapter (Cropfaktor 1,6) / Pentax Q 10 mit C- und D-Mount Adapter (Cropfaktor 5,5)
    Dazu jede Menge Wurstgläser und Flaschenböden mit Schraubgewinde


    Altglas-Phase zwischen 9 & 10..... (die Altglas-Phasen nach LucisPictor)

  2. #2
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Zitat Zitat von Altglas Beitrag anzeigen
    Die Fotos sehen ja toll aus.

    Passt das Jupi 3 mit M39 irgendwie an eine Canon EOS ?
    Ich meine natürlich MIT unendlich....
    Nein !

    Es handelt sich um ein Meßsucher-Objektiv und ist der russische Nachbau des Zeiss Sonnar 1.5/50mm zur Contax D.
    An einer russischen Kiev Kamera findet sich der Clone des Sonnar zumeist recht günstig.

    Aufgrund des viel geringeren Auflagemaß von 34,85mm (so glaub ich war es) für die Contax D Kameras passt es halt nicht an die typischen DSLR Kamera, die aufgrund ihres Spiegels ein deutlich höheres Auflagemaß besitzen.
    Folglich kann so ein Objektiv halt nicht daran betrieben werden, denn die Meßsucherkameras hatten keinen Spiegel, sondern einen reinen Entfernungsmesser nach dem Mischbild-Prinzip- eine Art "Drei-Eckspeilung
    Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..

  3. Folgender Benutzer sagt "Danke", hinnerker :


  4. #3
    Spitzenkommentierer Avatar von ralf3
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    Zitat Zitat von hinnerker Beitrag anzeigen
    Nein !

    Es handelt sich um ein Meßsucher-Objektiv und ist der russische Nachbau des Zeiss Sonnar 1.5/50mm zur Contax D.
    An einer russischen Kiev Kamera findet sich der Clone des Sonnar zumeist recht günstig.

    Aufgrund des viel geringeren Auflagemaß von 34,85mm (so glaub ich war es) für die Contax D Kameras passt es halt nicht an die typischen DSLR Kamera, die aufgrund ihres Spiegels ein deutlich höheres Auflagemaß besitzen.
    Folglich kann so ein Objektiv halt nicht daran betrieben werden, denn die Meßsucherkameras hatten keinen Spiegel, sondern einen reinen Entfernungsmesser nach dem Mischbild-Prinzip- eine Art "Drei-Eckspeilung
    Meinst du wirklich die Contax D? Das war doch eine SLR:
    http://sebastianlock.de/blog/2010/12...ikon-contax-d/

    Ich kenne das Sonnar für die Contax Messsucherkameras, allerdings mit Contax-Bajonett. Für welche Kameras das Sonnar mit M39 ursprünglich gemacht wurde, weiß ich aber tatsächlich auch nicht. Vielleicht für Leica?

  5. #4
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Hast recht... Fehler meinerseits!

    Gemeint waren die Contax Rangefinder, also die Contax I, II und III... auf das M39 hab ich überhaupt nicht geachtet.
    Und da ich ja selbst einen Adapter für diese Rangefinder-Objektive entworfen habe, hatte ich halt nur das Objektiv in Contax Montur vor Augen und weniger die SLR Kamera Contax D...

    Bei M39 Anschluss wäre das Auflagemaß nochmals geringer... eben für Leica und deren russische Clone.

    Im Ergebnis aber bliebe es gleich... passt nicht an Canon.

    Contax Rangefinder - Adapter

    http://www.digicamclub.de/showthread.php?t=20627

    LG
    Henry
    Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..

  6. #5
    Spitzenkommentierer Avatar von Hias
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    Nach ziemlich genau 8 Jahren hole ich diesen Faden mal wieder aus der Versenkung hervor.

    Christian (gladstone) war so freundlich und hat mir sein Jupiter-3 geliehen. Eine super-spannende Optik, mal was ganz anderes für mich, der ich ja eher konventionell-scharfe Optiken bevorzuge. Ich muss mal schauen, ob ich ein bisschen Test an der Sony A7II hinbekomme, das meiste in diesem Faden ist ja (wegen der Entstehungszeit ab 2012) auf µFT oder APS-C entstanden.

    Aber erstmal habe ich gespielt und das Jupiter-3, dessen Nahgrenze von 1m doch recht limitierend ist, an einen 10mm Zwischenring gehängt und bin dann ab in den Garten und dann in den Wald "in die Schwammerl".

    Man sieht dem Jupiter-3 deutlich an, dass es für eine solche verringerte Nahgrenze nicht gebaut ist, bei Offenblende sind die Bildergebnisse "eigenartig". Bei geeigneten Motiven fast wie ein Gemälde mit sehr starken "Glühen" und wenig Kontrast.
    Name:  DSC01015.JPG
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Größe:  256,8 KB

    Bei anderen weniger geeigneten Motiven für meinen Geschmack grenzwertig.
    Name:  DSC01011.JPG
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Größe:  251,8 KB

    Zwischen f2.8 und f4 wird es dann aber brauchbar, hat immer noch einen sehr eigenen Look und durch die wunderbare Blende mit ganz vielen Lamellen bleiben die Lichtpunkte auch abgeblendet schön rund. Das Bokeh an der verringerten Nahgrenze finde ich sehr schön.

    Alle Bilder an der Sony A7II mit 10mm Zwischenring:

    Ein Pilz, den ich nicht kenne f2.8 1/60s ISO640
    Name:  DSC01055.JPG
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    Junge Flaschenboviste f4 1/60s ISO640
    Name:  DSC01065.JPG
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Größe:  355,0 KB

    Alter Maronenröhrling, triefend nass und nicht mehr essbar f2.8 1/60s ISO500
    Name:  DSC01067.JPG
Hits: 394
Größe:  334,2 KB

    Ich hoffe, ich schaffe es, aussagekräftiges Bildmaterial auch außerhalb von Spielereien am Zwischenring, für die das Jupiter nie gedacht war, machen zu können. Hoffentlich komme ich dazu.

    Gruß Matthias


  7. #6
    Spitzenkommentierer Avatar von Hias
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    Standard (Un-)Schärfe gegen Unendlich an der Sony A7II

    Ich habe heute ein wenig Zeit gefunden, eine Blendenreihe auf größere Distanz an der Sony A7II zu machen. Es ist klar, dass dies nicht die Paradedisziplin des Jupiter-3 ist, aber die Ergebnisse sind noch deutlich schlechter als ich erwartet habe. Die Aussagekraft das Ganzen darf man allerdings nicht überschätzen, die Bilder sagen im Wesentlichen nur aus, wie sich dieses Jupiter-3 mit der Seriennummer N680573, das Christian (gladstone) gehört, an dem verwendeten Adapter an meiner Kamera geschlagen hat.

    Gearbeitet habe ich wie immer, Kamera auf Stativ, mit Fernauslöser ausgelöst und (wegen des Fokus-Shift des Jupiter-3) bei jeder Blende mit der Lupe nachfokussiert. Fokus auf dem inneren der beiden großen Dachfenster.

    Die Bilder sind in großer Auflösung, so dass ihr selber nachsehen könnt, wie es aussieht.

    f 1.5 Name:  DSC01110.JPG
Hits: 360
Größe:  1,37 MB
    f 2
    Name:  DSC01111.JPG
Hits: 335
Größe:  1,45 MB
    f 2.8
    Name:  DSC01112.JPG
Hits: 363
Größe:  1,54 MB
    f 4
    Name:  DSC01113.JPG
Hits: 329
Größe:  1,59 MB
    f 5.6
    Name:  DSC01114.JPG
Hits: 361
Größe:  1,64 MB
    f 8
    Name:  DSC01115.JPG
Hits: 331
Größe:  1,50 MB
    f 11
    Name:  DSC01116.JPG
Hits: 325
Größe:  1,32 MB

    Ja, was soll ich sagen...

    Bei Offenblende in einem kleinen Bereich im Zentrum halbwegs scharf und kontrastreich, ansonsten eine Ansammlung aller nur denkbarer optischer Fehler. Sonnenlicht auf Metall (der kleine Metallkamin) mag es gar nicht.
    Bei f2 tut sich nicht viel.
    Bei f2.8 macht es einen Sprung, wird in der Mitte scharf und kommt jetzt auch mit dem sonnenbeschienenen Metallkamin klar. Ränder und Ecken verbessern sich nicht.
    Bei f4 bis f8 tut sich überraschend wenig, der scharfe Bereich in der Mitte wird größer, Ecken bleiben völlig unscharf und eigenartig verzerrt.
    Bei f11 tut sich nochmal was, der scharfe Bereich wird deutlich größer, die Ecken bleiben schlecht.

    Das hier https://phillipreeve.net/blog/review...er-3-50mm-1-5/ bei Phillip Reeve getestete, etwas ältere Jupiter-3 verhielt sich ähnlich, aber durchgehend auf besserem Niveau (sorry Christian, ich mache gerade Dein Jupiter-3 schlecht...)

    Ich hab dann den Versuch gestartet, bei f5.6 bis f11 mal auf die Ecken (auf die Birke rechts oben, hinter dem Haus) zu fokussieren, hat fast nichts gebracht und es ist sehr schwer, im Eck überhaupt den Fokus zu finden.

    f 5.6
    Name:  DSC01117.JPG
Hits: 360
Größe:  1,52 MB
    f 8
    Name:  DSC01118.JPG
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Größe:  1,47 MB
    f 11
    Name:  DSC01119.JPG
Hits: 384
Größe:  1,32 MB

    Ich weiß aber auch nicht, was ich falsch gemacht haben könnte. Ich habe dieses Vorgehen und auch dieses Motiv ja schon mehrfach beim Test von 50igern verwendet, z.B. hier https://www.digicamclub.de/showthread.php?t=25818 oder hier https://www.digicamclub.de/showthread.php?t=25619 und habe immer vernünftige Ergebnisse gehabt.

    Über Hinweise und Anregungen würde ich mich freuen. Ganz Klasse wäre natürlich, wenn ein weiterer Jupiter-3 Besitzer hier das Verhalten seines Exemplars zeigen könnte.

    Gruß Matthias

  8. 5 Benutzer sagen "Danke", Hias :


  9. #7
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    Standard

    Mein Dank für Deine Vergleichsbilder vom Jupiter f 1,5 mit 50 mm. Als ich das erste Bild, welches Du mit f 1,5 gemacht hast angesehen habe meinte ich so schlecht wie ich es erwartet habe ist es nicht. Ich war angenehm überrascht ! Bei Deiner zweiten Bilderreihe meinte ich dann auch, so richtig scharf wirds erst bei f 11, daher war es gut, dass Du diese Ausschnitte auch gezeigt hast.
    Solche extrem lichtstarken Objektive mit f 1,5 insbesondere mit älterem Herstellungs Datum sind nach meinen Erfahrungen für spezielle sehr dunkle Motive gut geeignet und voller Charakter aber bei hellen Lichtverhältnissen meist in allen Belangen der Abbildung mit lichtschwachen Linsen nicht vergleichbar.
    Ich meine das Jupiter 50mm f1,5 ist kaum das immerdrauf Objektiv. Soweit man sowas möchte sollte man sich mal diverse neu konzipierten Objekte, wie z. B. aus der ART Linie eines bekannten Herstellers für Fremdobjektive ansehen und gleich auch bedenken, dass so um +/- 1000 Gramm zu tragen sind.

    Beste Grüße Ulrich
    Geändert von CanRoda (07.10.2022 um 08:18 Uhr)

  10. 2 Benutzer sagen "Danke", CanRoda :


  11. #8
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    Zitat Zitat von Hias Beitrag anzeigen
    Ich habe heute ein wenig Zeit gefunden, eine Blendenreihe auf größere Distanz an der Sony A7II zu machen. Es ist klar, dass dies nicht die Paradedisziplin des Jupiter-3 ist, aber die Ergebnisse sind noch deutlich schlechter als ich erwartet habe. Die Aussagekraft das Ganzen darf man allerdings nicht überschätzen, die Bilder sagen im Wesentlichen nur aus, wie sich dieses Jupiter-3 mit der Seriennummer N680573, das Christian (gladstone) gehört, an dem verwendeten Adapter an meiner Kamera geschlagen hat.
    ...
    Ja, was soll ich sagen...

    Bei Offenblende in einem kleinen Bereich im Zentrum halbwegs scharf und kontrastreich, ansonsten eine Ansammlung aller nur denkbarer optischer Fehler. Sonnenlicht auf Metall (der kleine Metallkamin) mag es gar nicht.
    Bei f2 tut sich nicht viel.
    Bei f2.8 macht es einen Sprung, wird in der Mitte scharf und kommt jetzt auch mit dem sonnenbeschienenen Metallkamin klar. Ränder und Ecken verbessern sich nicht.
    ...
    Ich weiß aber auch nicht, was ich falsch gemacht haben könnte. Ich habe dieses Vorgehen und auch dieses Motiv ja schon mehrfach beim Test von 50igern verwendet, z.B. hier https://www.digicamclub.de/showthread.php?t=25818 oder hier https://www.digicamclub.de/showthread.php?t=25619 und habe immer vernünftige Ergebnisse gehabt.

    Über Hinweise und Anregungen würde ich mich freuen. Ganz Klasse wäre natürlich, wenn ein weiterer Jupiter-3 Besitzer hier das Verhalten seines Exemplars zeigen könnte.

    Gruß Matthias
    Das Objektiv ist die 50er-Jahre Evolution einer (bis) 1936 noch mit Rechenschiebern und Logarithmentafeln erstellten optischen Rechnung, die 1936 an der Grenze des für betuchte Fotografen machbare kratzte, gefertigt nordöstlich von Moskau. Auch die Überarbeitung der Rechnung dürfte noch "von Hand" (von Menschen ohne Computer) erfolgt sein - mit Ziel der Abbildung bei wenig Licht auf sich buckelndem körnigen Film und mit f1,5 eher auf dem höchstempfindlichen (körnigsten) der jeweils lieferbar war. Also ein Reportage-Objektiv, kein Repro-Objektiv.

    Rokkor, Planare und sogar das Pancolar wurden mehr als 30 Jahre später mit Computerhilfe gerechnet und auf deutlich neueren Maschinen gefertigt und sie konnten auf neu erschmolzene Glassorten zurückgreifen, auf synthetischen Linsenkitt (zumindest im Westen) und auf Mehrschichtvergütung. Und das waren "Universalobjektive" für engagierte Amateure, keine Repro-Objektive und keine 1,2er "für Profi-Reportagen". Dazu war das Sonnar 1,5/50 für eine Meßsucherkamera, die anderen für SLR-Kameras (man braucht bei Offenblende ein klares Sucherbild wenn der Kunde im Laden mal durchguckt!).

    Ich wäre enttäuscht XXL, wenn das Ergebnis wäre, daß dreißig (plus X) Jahre technischer Fortschritt der optischen Industrie ein Nullsummenspiel waren und die Geschichte von der Überlegenheit westlicher Technologie und größerer Exemplarstreuung bei russischer Fertigung nicht zuträfe.

    "Bei Offenblende in einem kleinen Bereich im Zentrum halbwegs scharf und kontrastreich, ansonsten eine Ansammlung aller nur denkbarer optischer Fehler. Sonnenlicht auf Metall (der kleine Metallkamin) mag es gar nicht." erfüllt bzw. befriedigt geradezu meine Erwartungshaltung.


    Alles richtig gemacht! (zur Not könnte man nochmal checken ob der Adapter präzise parallel/gerade ist)

  12. 5 Benutzer sagen "Danke", Jan Böttcher :


  13. #9
    Spitzenkommentierer Avatar von Rob70
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    Zitat Zitat von Hias Beitrag anzeigen
    Nach ziemlich genau 8 Jahren hole ich diesen Faden mal wieder aus der Versenkung hervor.

    Christian (gladstone) war so freundlich und hat mir sein Jupiter-3 geliehen. Eine super-spannende Optik, mal was ganz anderes für mich, der ich ja eher konventionell-scharfe Optiken bevorzuge. Ich muss mal schauen, ob ich ein bisschen Test an der Sony A7II hinbekomme, das meiste in diesem Faden ist ja (wegen der Entstehungszeit ab 2012) auf µFT oder APS-C entstanden.

    Aber erstmal habe ich gespielt und das Jupiter-3, dessen Nahgrenze von 1m doch recht limitierend ist, an einen 10mm Zwischenring gehängt und bin dann ab in den Garten und dann in den Wald "in die Schwammerl".

    Man sieht dem Jupiter-3 deutlich an, dass es für eine solche verringerte Nahgrenze nicht gebaut ist, bei Offenblende sind die Bildergebnisse "eigenartig". Bei geeigneten Motiven fast wie ein Gemälde mit sehr starken "Glühen" und wenig Kontrast.

    Bei anderen weniger geeigneten Motiven für meinen Geschmack grenzwertig.

    Zwischen f2.8 und f4 wird es dann aber brauchbar, hat immer noch einen sehr eigenen Look und durch die wunderbare Blende mit ganz vielen Lamellen bleiben die Lichtpunkte auch abgeblendet schön rund. Das Bokeh an der verringerten Nahgrenze finde ich sehr schön.

    Alle Bilder an der Sony A7II mit 10mm Zwischenring:

    Ein Pilz, den ich nicht kenne f2.8 1/60s ISO640

    Junge Flaschenboviste f4 1/60s ISO640


    Alter Maronenröhrling, triefend nass und nicht mehr essbar f2.8 1/60s ISO500


    Ich hoffe, ich schaffe es, aussagekräftiges Bildmaterial auch außerhalb von Spielereien am Zwischenring, für die das Jupiter nie gedacht war, machen zu können. Hoffentlich komme ich dazu.

    Gruß Matthias
    Servus Matthias,

    ein Jupiter 3 bzw. Sonnar 1.5/50 kauft man sich doch gerade wegen der besonderen Abbildung, die sich wesentlich von der moderner Objektive unterscheidet. Ich denke, dass kaum jemand erwarten würde, dass es für Landschaft besonders gut geeignet ist, bei Portraits hingegen ist eine abfallende Schärfe zum Rand hin durchaus willkommen, oder nicht? Das "Glühen" habe ich jedenfalls für mich entdeckt und stehe gerade voll drauf (wenn auch nicht mit einem der genannten Objektive). Auch Leica Fans schwören ja bekanntermaßen auf den "GLOW". Ich glaube, Du muss nur erforschen, was die richtigen Motive dafür sind, dann wirst Du es bestimmt auch toll finden. Das ist doch gerade, neben ein wenig Nostalgie und der Freude an den schönen alten Dingen selbst, das Schöne am Nutzen von Altglas.
    Übrigens: Wenn Du für die Rückgabe der Linse mal nach Aibling fährst, kannst Du gern auch noch einen Abstecher noch Rosenheim einplanen oder wir veranstalten einen "Südgipfel".
    VG, Rolf

  14. 4 Benutzer sagen "Danke", Rob70 :


  15. #10
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    Standard

    Servus Hias,


    keine Sorge, das Jupiter hast Du mit Deinen Fotos definitiv nicht schlecht gemacht, ganz im Gegenteil, wenn ich mir Deine
    Schwammerlfotos damit anschaue (Schwammerl = Pilze, für unsere Nordlichter... ).

    Ich hatte übrigens genau solche Fotos im Hinterkopf, als ich mir das Jupiter zugelegt habe. Aber Du hast schon recht, für
    Leute, die damit Testtafeln fotografieren wollen, ist es definitiv nichts.

    Und an alle potentiellen Käufer sei gesagt: es handelt sich hierbei um ein meist mehrere Jahrzente altes Objektiv, mit
    entsprechend Staub im Inneren, meist vielen Kratzern und/oder Putzspuren auf den Linsen und gerne auch mit delami-
    nierten Tripletten. Ich hatte das Glück, ein außergewöhnlich sauberes Exemplar an Land zu ziehen, aber was zur Zeit für
    wesentlich schlechtere Exemplare aufgerufen wird, würde ich niemals investieren.

    Was mich hingegen sehr interessieren würde, wäre der direkte Vergleich mit dem modernen Zeiss ZM 1,5/50, welches im
    wesentlichen diesselbe optische Formel nutzt, aber modernere Glassorten und Vergütungen verwendet.

    Vielleicht hat ja jemand hier im DCC eines...



    LG, Christian

  16. 2 Benutzer sagen "Danke", gladstone :


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