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Thema: Altglas an A7 II - Reflexionen durch Sensor und Adapter ?

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Spitzenkommentierer Avatar von OpticalFlow
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    Ich bin durch den Titel der Fragestellung etwas in Richtung Adapterreflektionen gelenkt worden (Scheuklappen).

    Vielleicht handelt es sich einfach um eines der Objektive mit allgemeiner Hotspot-Problematik am Digitalsensor:
    http://www.digicamclub.de/showthread.php?t=16856

  2. Folgender Benutzer sagt "Danke", OpticalFlow :


  3. #2
    Hardcore-Poster Avatar von Rick
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    Zitat Zitat von OpticalFlow Beitrag anzeigen
    Vielleicht handelt es sich einfach um eines der Objektive mit allgemeiner Hotspot-Problematik am Digitalsensor:
    http://www.digicamclub.de/showthread.php?t=16856
    Ich befürchte Du hast recht. Als Anfänger bin ich durch Deinen Post erstmals über dieses Hotspot Phänomen gestolpert. Nach Sichtung der Bilder in dem anderen Thread kann ich nur bestätigen, dass auch die in meinen Bildern auftretende milchige Fläche genau so aussieht wie auf den Bildern in dem anderen Thread.

    Frage:

    Stehen die dort aufgeführten Objektive stellvertretend für die jeweiligen Modelle oder tritt das Hotspot Phänomen nur bei einzelnen Objektiven auf ?
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  4. #3
    Spitzenkommentierer Avatar von classicglasfan
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    Eine Idee hätte ich noch. Ich habe das 4/300 als Pentacon mit M42-Anschluss und nutze es mit entsprechendem Adapter an der A7RII. Mir sind dabei bis jetzt keine Hotspots aufgefallen. Allerdings verwende ich es meist etwas abgeblendet. Bei dem 4/300 sowie dem 5.6/500 kann man den hinteren Teil abschrauben und auf ein anderen Anschluss wechseln (Pentacon Six, M42, Exakta, Praktica B).
    Ich würde das vorhandene Anschlussstück einmal abschrauben und kontrollieren, ob da etwas ungewöhlich aussieht, ggf. innen mit der Antireflexfarbe streichen und/oder einmal versuchen, das hintere Teil für einen anderen passenden Anschluss zu bekommen. Manchmal bekommt man die einzeln in der Bucht, wobei M42 wohl am meisten gesucht wird.
    Ansonsten könnte es vielleicht noch etwas bringen die Streulichtblende etwas zu vergrößern. Der serienmäßig aufgeschraubte 19mm-Ring lässt sich bestimmt noch etwas vergrößern, ohne dass Vignettierungen auftreten. Testen lässt sich das mit etwas Pappe.
    Gruß, André
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  5. #4
    Hardcore-Poster Avatar von Rick
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    Zitat Zitat von classicglasfan Beitrag anzeigen
    Eine Idee hätte ich noch. Ich habe das 4/300 als Pentacon mit M42-Anschluss und nutze es mit entsprechendem Adapter an der A7RII. Mir sind dabei bis jetzt keine Hotspots aufgefallen. Allerdings verwende ich es meist etwas abgeblendet. Bei dem 4/300 sowie dem 5.6/500 kann man den hinteren Teil abschrauben und auf ein anderen Anschluss wechseln (Pentacon Six, M42, Exakta, Praktica B).
    Wir reden hier von einem CARL ZEISS JENA Prakticar 4/300, nicht von einem Pentacon Prakticar 4/300 ... ich hatte schon mal selbst die Überlegung, da ich ein Pentacon 5.6/500 mit M42 und PB Adaptern besitze.
    Trotzdem danke

  6. #5
    Ist oft mit dabei
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    Es kann durchaus auch an der optischen Rechnung liegen. Es kann sehr viele Ursachen haben.
    Prakticar Linsen von Zeiss hatten auf jeden Fall in den 80er Jahren einen 4-Schicht AR Vergütung für alle Oberflächen.
    Außer natürlich bei Achromaten, da kommen spezielle Vergütungen zum Einsatz.
    Das heißt aber trotzdem nicht, das die Ursache der Beschichtung hier ausgeschlossen werden kann. Fotofilme haben eine andere spektrale Empfindlichkeit als Fotosensoren.
    Es kann gut sein, dass die Vergütung einfach die falschen Spektralbereiche transmittieren lässt und es deshalb zu Reflexionen kommt.

    Eine Andere Ursache kann sein, das die Abschattungsfarben der Linsenmantelfächen ausgeblichen sind und es hier zu nichtgewollten Reflexionen und vor allem Streuung innerhalt der Glaselemente kommt.

    Vom 4/300 Prakticar gab es auch zwei vollkommen unterschiedliche optische Rechnungen. Viellecht war der Fehler ja bekannt und man hat deshalb das Design überarbeitet.

    Hier Okular und Eintrittslinse der beiden unterschiedlichen 300/4 Prakticar Zeiss Sonnar Versionen:

    k-DSCF9154.JPG
    k-DSCF9153.JPG
    k-DSCF9152.JPG
    k-DSCF9149.JPG

  7. 2 Benutzer sagen "Danke", Bastl :


  8. #6
    Spitzenkommentierer Avatar von classicglasfan
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    Wir reden hier von einem CARL ZEISS JENA Prakticar 4/300, nicht von einem Pentacon Prakticar 4/300 ... ich hatte schon mal selbst die Überlegung, da ich ein Pentacon 5.6/500 mit M42 und PB Adaptern besitze.
    Trotzdem danke
    Oh, das habe ich dann übersehen. Das Zeiss Jena Sonnar 4/300 ist zwar ürsprünglich auch für die Pentacon Six entwickelt worden, ob das dort auch so leicht mit dem Anschlusswechsel funktioniert, weiß ich nicht - scheinbar nicht.
    Die neue Rechnung vom Sonnar 4/300 diente in erster Linie dazu, es handlicher zu machen. So wurde es 2cm kürzer und 520g leichter. Es kann aber natürlich sein, dass gerade diese Veränderung sich bei der digitalen Nutzung auswirkt. Neben einer eventuell unterschiedlichen Beschichtung könnte sich auch eine Änderung des Krümmungradius der letzten Linsenfläche auf das Reflexionsverhalten zwischen Sensor und Objektiv auswirken.
    Gruß, André
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  9. Folgender Benutzer sagt "Danke", classicglasfan :


  10. #7
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    Zitat Zitat von Bastl Beitrag anzeigen
    ... Vom 4/300 Prakticar gab es auch zwei vollkommen unterschiedliche optische Rechnungen. Vielleicht war der Fehler ja bekannt und man hat deshalb das Design überarbeitet. ...
    Mein CZJ Prakticar 4/300 hat die SN 4898. Gemäß Birk's Angaben in dem Thread http://www.digicamclub.de/showthread...l=1#post239420 müsste es sich um ein Baujahr nach 1985, also nach der zweiten Rechnung in 1981, handeln. Da ich das Objektiv von Philip Urban erworben habe, kann man davon ausgehen, dass es sich um die korrekte SN handelt. Außerdem glaube ich kaum, dass man sich bereits in den 80ern Gedanken über spiegelnde Reflexionen von Sensoren in DSLRs gemacht hatte.

    Wie bereits in einem vorherigen Post erwähnt, werde ich irgendwann in den nächsten Wochen Testaufnahmen mit dem CZJ Prakticar 4/300 an einer B200 machen und dann feststellen, ob auch auf Film die Käseglocke sichtbar wird ... wovon ich allerdings derzeit nicht ausgehe.

    Meine Vermutung ist, dass erst durch die Reflexion des IR-Filters des Sensors und deren erneuten Reflexion durch eine der beiden Linsengruppen hinter der Blende des Objektivs die milchige Kreisfläche (Hotspot) entsteht. Meine Vermutung basiert darauf, dass z.B. die hintere 2. Linsengruppe zum Sensor hin fast plan ist und daher die von Sensor erzeugte Reflexion erneut zum Sensor zurück reflektiert.

    Wäre diese Linsenseite dagegen (ausreichend) konvex gekrümmt, dann würde die vom Sensor kommende Reflexion von der Linse gegen Tubuswand bzw. Adapterwand geworfen (als Reflexion von der Linse gestreut) und nur in der Mitte geringfügige, vernachlässigbare Reflexionen zurück auf den Sensor erzeugen. ... Soweit meine Vermutungen ... wer es besser weiß ...

    Hier ein paar Links zu dem Thema:

    http://www.puchner.org/Fotografie/te...era/sensor.htm
    http://www.fiedler-christian.de/index.php?article_id=17

  11. #8
    Hardcore-Poster Avatar von Rick
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    Ich habe zwar bisher noch keine Tests mit Film durchgeführt, aber inzwischen mehrfach festgestellt, dass bei Objektiven und Tele-Konvertern, deren Rücklinsen eine sehr geringe Krümmung aufweisen, das Phänomen mal stärker, mal geringer auftritt. Erkennbar wird das Phänomen vor allem dann, wenn abgeblendet wird oder wenn Tele-Objektive mit kleiner Offenblende (4 >) eingesetzt werden. Bei Offenblende eines lichtstarken Objektivs (2 <) ist das Phänomen nicht so deutlich erkennbar, da das gesamte Bild etwas milchig ist.

    Unterstützt wird meine Behauptung dadurch:

    Ein 2x Tele-Konverter für M42 Objektive mit recht flacher Rücklinse zeigt sowohl an meiner Sony A7II als auch an meiner Pentax K20D die selben Probleme ... zumindest bei Tageslicht. Nachts bei Astro-Fotografie ... an meinem Pentacon 5.6 / 500 mm mit M42 Anschluss gibt es keine Reflexionsprobleme.

    Ich kann nur hoffen, dass in Zukunft der Entspiegelung von Sensoren etwas mehr Aufmerksamkeit zuteil wird.
    Geändert von Rick (02.10.2016 um 12:04 Uhr)

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