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Thema: Altglas an A7 II - Reflexionen durch Sensor und Adapter ?

Hybrid-Darstellung

  1. #1
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    Ein kleiner Tipp noch von meiner Seite.
    Seit einigen Monaten benutze ich mattschwarzen Nagellack zur Bearbeitung relektierender Adapterinnerein.
    Das ist billig, einfach und schnell überall her zu bekommen, leicht zu verarbeiten und hat sich massiv von dem unterschieden was man sonst so im Nicht-industriellen Bereich heran bekommt.
    Ich hatte einige Sachen im Vergleich zueinander getestet und da sind alle anderen lackförmigen Sachen herausgefallen.
    Ob Edding, Ölfarbe, Modelbaufarben oder matter Autolack.. Alle waren entweder nicht deckungsstark, nicht matt auf metallischen körpern, oder die Haftkraft/ Langzeitstabilität war nicht gut.
    Der Nagellack erfüllt diese Kriterien bisher alle mit Bravour.
    Wobei ich keine Wissenschaftliche Streulichtmessung unter Laborbedingungen durchgeführt habe um genau sagen zu können wie viel % er nun wirklich absorbiert.
    Geändert von Bastl (12.07.2016 um 19:10 Uhr)

  2. 3 Benutzer sagen "Danke", Bastl :


  3. #2
    Spitzenkommentierer Avatar von spirolino
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    Coole Idee. Das gefällt mir auch. Lackierte, glatte Oberflächen finde ich wegen der Staubthematik in der digitalen Fotografie
    passender als textil beklebte.
    Viele Grüße
    ro

  4. #3
    Hardcore-Poster Avatar von Rick
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    Danke erst mal Allen!

    Aufgrund der von Henry verdeutlichten Thematik habe ich mit meiner Mini Taschenlampe mal die Reflexion der Adapter-Innenwand getestet und war baff erstaunt ... von einer Reduktion der Reflexion kann man nicht wirklich sprechen und dies trotz Rillen. Der M42 Adapter für das Takumar dagegen hat zwar keine Rillen, dafür war aber dessen Innenfarbe wirklich matt mit dem Effekt, dass die Reflexionen des Taschenlampenlichtes deutlich reduziert wurden.

    Nimmt man das alles zusammen

    a) Reflexion des A7 Sensor zurück in den Adapter bzw. das Objektiv
    b) Reflexion der verchromten Bajonett Rückseite des Adapters
    c) Reflexion der Adapter Innenwand,

    dann kann ich mir zumindest vorstellen, woher die eingangs beschriebene runde, milchige, etwas unscharfe Fläche herkommt. Diese ist übrigens auch schon im Sucher sichtbar.

    Warum dies jedoch nicht bei Offenblende, also maximaler Lichtmenge, sondern erst mit zunehmender Abblendung auftritt, erschließt sich mir nicht. Würde sich der Milcheffekt bei Offenblende über einen größeren Teil des Bildes ergeben und bei Abblendung kleiner werden, könnte ich mir dies als Laie noch erklären.

    Aber egal, ich werde eventuell am Wochenende mal mit mattem Nagellack beginnen und wenn dies keine wesentliche Verbesserung bringen wird, mir den Velour-Samt besorgen.

    Vorerst hat das TAKUMAR 4/300 aufgrund eines besseren Adapter-Verbündeten gegenüber dem CZJ Prakticar 4/300 eindeutig einen Vorteil.

  5. #4
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Zitat Zitat von spirolino Beitrag anzeigen
    Coole Idee. Das gefällt mir auch. Lackierte, glatte Oberflächen finde ich wegen der Staubthematik in der digitalen Fotografie
    passender als textil beklebte.
    Naja,

    Staub kannste zur Not wegstempeln aus dem Foto... einen milchigen Hotspot, der durch die Adapterwandungen erzeugt wird eher weniger.

    Die Staubthematik ist immer da, egal ob nun Velour oder einfach nur durch häufigen Objektivwechsel. Velour hat da sogar noch den Vorteil, Staub zu binden. Erneuert man das Velour von Zeit zu Zeit, spielt das eher keine wirkliche Rolle.
    Mit der gleichen Argumentation kann man nämlich sagen, das Staub eher auf den Sensor gelangt, wenn er auf glatten Flächen "ausrutscht/abprallt" wohingegen er sich beim Velour in den Häärchen verfängt.
    Ausserdem sind z.B. gerade meine beiden Supertele aus der Canon L-Serie mit altem FD Anschluss beide mit eben dem Veloursamt vom Werk ausgestattet.

    Gerade bei den langen Telebrennweiten spielt das nämlich - wie die Anfrage des Kollegen ja zeigt - eine entscheidende Rolle.

    Keinath und ich hatten in irgendeinem langen Thread - ich vermute mal es ging um irgendeines der Teleobjektive - einige Versuche angestellt... eben weil mein oder ein für jemanden umgebautes Canon FD 2.8/300mm L auch dieses hier genannte Spot-Problem hatte.

    Insofern ist da immer zweifel angebracht, wenn es um Lackierungen geht.

    Aber ihr werdet sicher berichten.

    LG
    Henry
    Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..

  6. #5
    Spitzenkommentierer Avatar von OpticalFlow
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    Ich hatte das Problem mit Adapterreflektionen auch schon. Auskleiden mit Veloursamt (wie von Henry vorgeschlagen) brachte merkliche Besserung, behebt aber nicht alle Probleme.

    Viele Objektive haben hinten eine rechteckige Maske, einige Adapter auch (z.B. Metabones) - dadurch wird auch vagabundierendes Licht geblockt. Einige Leute haben sich solche Masken in Ihre Adapter eingebaut und berichten von einer Besserung, gerade auch bei Reflektionen, die erst abgeblendet sichtbar werden. Mir war das bisher zu aufwändig, da muss man sicher eine Weile optimieren, bis man die für das jeweilige Objektiv ideale Aussparung gefunden hat. Zur Verdeutlichung hier ein Link (halbe Seite nach unten scrollen): http://www.fredmiranda.com/forum/topic/1247655/152

  7. #6
    Hardcore-Poster Avatar von Rick
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    Zitat Zitat von OpticalFlow Beitrag anzeigen
    ...
    Viele Objektive haben hinten eine rechteckige Maske, einige Adapter auch (z.B. Metabones) - dadurch wird auch vagabundierendes Licht geblockt. ...
    Ein vielleicht hilfreicher Hinweis: Das Takumar 4/300 Objektiv, bei dem keine Probleme auftreten, hat eine solche Maske bereits eingebaut.

    Bezüglich Lack / Farbe bin ich in einem anderen Thread von Henry auf den "ASTROLUMINA.DE" Hinweis gestoßen:

    Dort unter "Specials" den einzigen Menüpunkt "Antireflex-Farbe" wählen ... Das wär's doch als Einstieg, oder?

    Ergänzungsfrage: Gibt es von Metabones auch PB - EM Adapter mit einer solchen Maske?

    EDIT: Anscheinend gibt es bei metabones überhaupt keine PB Adapter

  8. #7
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    Velorfolie ziehe ich dem Nagellack auch vor, wenn es geht.
    Oftmals ist es aber nicht so einfach möglich, da irgendwas aufzukleben was bei unzureichender Auflagefläche sich auch lösen könnte
    und dann schlimmstenfalls im Sensorschacht rumflattert.
    Dafür ist Folie nigs.
    Für ebene Mantelflächen Velor, für Auflageflächen mit filigraner Bajonettemechanik Nagellack. So mach ich es.

    Der Grund, dass beim Abblenden die Bildfehler erst erscheinen ist auch einfach zu erklären.
    Es liegt an der Differenz der Helligkeitsintensität der Lichtquelle.
    Man muss es sich so vorstellen, dass für den Sensor in dem Moment zwei Lichtquellen gibt. Eine Lichtquelle ist die Rücklinse des Objektivs und die andere ist das reflektierende Bauteil.
    Bei Offenblende überwiegt die Lichtintensität der durch das Objektiv tretende Licht deutlich. Die Reflexion ist aber immer da, nur wird sie über das gesamte Bild gelegt wie eine Art
    matter Schleier (Kontrastverlust).
    Bei geschlossener Blende liegt die Intensität der Reflexion in ihrem Betrag der durch die Rücklinse tretenden Lichtes näher.
    Die Folge sind die bekannten Artefakte.

    Warum das aber hauptsächlich bei Teleobjektiven auftritt, weiß ich leider nicht. ..bzw. hab ich noch nicht drüber nachgedacht.

  9. #8
    Hardcore-Poster Avatar von Rick
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    Die Berger Reflexfarbe von astrolumina ist eingetroffen. Erste Adapter kann ich aber erst am Wochenende streichen, daher werden sich Testaufnahmen und Berichte wahrscheinlich noch bis Ende nächster Woche hinziehen.

  10. #9
    Hardcore-Poster Avatar von Rick
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    Hier nun die Testergebnisse

    Test 1 : Berger Antireflexfarbe von astrolumina

    1/3 Teelöffel der Farbe aus dem Plastiktopf auf ein Brettchen übertragen
    Kleinen Bürstenpinsel unter laufendes Wasser gehalten
    Mit dem "nassen" Pinsel die Farbe auf dem Brettchen verdünnt
    Innere Adapterringe gestrichen, auch auf verchromtes PB Bajonett des Adapters innen aufgetragen (ohne Vorbearbeitung)
    2 Stunden trocknen lassen

    Minilampe auf Gegenseite angehalten
    Ergebnis: Noch geringfügig hell, aber so gut wie KEINE Reflexionen mehr
    Subjektive Beurteilung: Sehr gut.

    Test 2 : Helle, milchige Kreisfläche beim Abblenden des CZJ Prakticar 4/300 mit PB-EM Adapter an Sony Alpha 7 II

    Leider ist mit der Eliminierung der inneren Reflexionen des einen PB-EM Adapters dieses Problem nicht behoben. Diese störende Fläche existiert weiterhin, sowohl schon im Sucher (und damit auf dem Sensor) als auch auf dem Bild. Auch die Intensität ist gleich geblieben. Das kann ich deswegen beurteilen, da ich zwei gleiche PB-EM Adapter besitze, einen Adapter mit Antireflexfarbe gestrichen und einen Adapter ungestrichen. Bemerkenswert ist jedoch, dass bei Verwendung der Objektive

    Pentacon Prakticar 5.6/500
    CZJ Prakticar 2.8/200

    an beiden PB-EM Adaptern die Probleme nicht auftreten, weder mit offener noch mit geschlossener Blende. Wie auch schon eingangs erwähnt, tritt das Problem mit einem Takumar 4/300 und einem M42-EM Adapter an der A7II ebenfalls NICHT auf. Allerdings hat das Takumar eine rechteckige Maske am Objektivende standardmäßig eingebaut. Man kann also festhalten, dass die inzwischen zumindest bei einem der beiden PB-EM Adapter eliminierten Reflexionen NICHT Ursache der milchigen Kreisfläche sind.

    In einem nächsten Schritt habe ich das CZJ Prakticar 4/300 Objektiv an eine funktionsfähige Praktica B200 angeschlossen. Ok, das Bild / Licht wird zwar über einen Spiegel umgelenkt, aber immerhin ... im Gegensatz zur A7 konnte ich mit der Praktica keine milchige Fläche bereits beim "Abblenden" im Sucher feststellen". Um jedoch sicher zu gehen, werde ich in den nächsten Tagen ein paar Film-Aufnahmen mit der B200 machen (wird wohl ein Revival Flash werden). Danach werde ich mehr wissen.

    Immerhin lässt sich jedoch inzwischen festhalten, dass die Kombination CZJ Prakticar 4/300 Objektiv mit PB-EM Adapter an Sony Alpha 7 II das Phänomen erzeugt, wobei jedoch der Adapter inzwischen als Ursache ausgeschlossen werden kann.

    Wie schon in einem früheren Post erwähnt, wird in einem anderen Forum diskutiert, ob letztendlich a) die Reflexionen des A7 Sensors und b) die erneute Reflexion der Rücklinse des CZJ Prakticar 4/300 für die milchige Kreisfläche verantwortlich sind.

    Gibt es jemand, der/die das gleiche Equipment besitzt (CZJ Prakticar 4/300 + PB-EM Adapter + A7) und bereit wäre, einen kurzen Test mit Abblenden durchzuführen? Mich würde lediglich interessieren, ob dabei das selbe Phänomen auftritt.

    Danke !
    Geändert von Rick (21.07.2016 um 18:16 Uhr)

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