Bilder waren rein jpg direkt aus der Nex
Bilder waren rein jpg direkt aus der Nex
@ Haesel:
können wir gerne so machen. Ich schicke Dir nachher die Adresse per PN zu.
Zur Justage, das geschieht aber direkt am VNEX. Das Objektiv selbst wird nicht justiert.
Vielleicht liegt da schon der Hase im Glashaus und wirft mit Steinen
Ich gehe da immer so vor:
Objektiv ans VNEX schrauben. VNEX komplett einfahren.
Objektiv bei Offenblende auf Unendlich stellen und dann soweit aus der VNEX-Mutter rausdrehen bis ich per Fokuspeaking
Unendlich erreicht habe. Ich richte das Objektiv dabei immer auf eine Halle die ca. 200m entfernt ist.
Habe ich den Unendlichpunkt, drehe ich die kleinen Madenschrauben an der VNEX-Mutter fest.
Jetzt habe ich bei eingefahrenem Helicoid die Unendlicheinstellung und es kann mit dem Fotografieren losgehen.
Versuch das mal. Eventuell ist Dein Schärfeproblem dann schon gelöst.
Ed.
@ hinnerker:
Huch, das wusste ich gar nicht.
Hmmm, aber ein RAW muss halt bearbeitet werden, sonst hat man ein flaues Bild, außer mal schaltet irgendeine Automatik in der Software ein.
Bei einem JPEG OOC hat man ebenfalls ein Problem, da dort die Software der Kamera fröhlich einstellt was sie mag. Somit wird da ein Vergleich auch wieder schwierig.
Gibt es denn einen gemeinsamen Nenner beim RAW auf dem ihr euch schon geeinigt habt? Dann würde ich es natürlich auch so übernehmen.
Ed
Dein Vorgehen für die Justage des U-Punktes ist goldrichtig und immer der erste Schritt...
Zur Bearbeitung:
Einen gemeinsamen Nenner kann es selten geben... das damals war eine Debatte unter den Canon Nutzern und endete darin, dass man eigentlich das "Standard-Profil" mit Schärfung 0 (ich vertrat hier die Auffassung das Schärfung 2 zur Kompensation des AA Filters angebracht wäre, wohingegen Willi seinerzeit Schärfung ebenfalls bei 0 sehen wollte)... das ging dann ein Weilchen hin und her... und jeder wußte es dann vom anderen...
Nun wird die Sache aber ungleich komplizierter, weil hier mittlerweile die Systemkameras, mal mit mal ohne AA Filterglas zum Einsatz kommen und die technischen Parameter teilweise nicht mehr vergleichbar sind...
Grundsätzlich kann man da eigentlich auch keine Vergleichbarkeit herstellen, sollte jedoch - so meine Ansicht - RAW fotografieren und LR (wird hier wohl am meisten eingesetzt), per Automatik die Geschichte dann selbstständig nach den Standardvorgaben überlassen.
So könnte man das vielleicht machen, denn die Anpassungen, die Lightroom für die jeweilige Kamera im RAW Konverter mit auf den Weg bekommen hat, ergeben nach meiner Beschäftigung damit, eigentlich konsistente Ergebnisse zwischen meinen unterschiedlichen Kameras.
Aber ist ein schwieriges Thema...
JPG taugt auf jeden Fall dafür nicht ebensowenig, wie nicht profilierte und Kalibrierte Monitore, bei denn man schon anhand der teilweise vorliegenden Übersättigung von Bildern sehen kann (ich hab da einen sehr genauen Bildschirm), das da die Farbanpassungen eher die Monitorfehler ausgleichen...
Nur man sollte generell schon sehr, sehr dezent mit Bearbeitungen umgehen aus meiner Sicht. GErade wenn es um "Testsachen" geht... wenn es um das "anhübschen" von Bildern geht, weil man ein "schönes " Foto zeigen möchte, so ist das IMHO alles unerheblich und man kann sich nach "Herzenslust" bis in die Verfremdung hineinsteigern... ist es aber Sinn, Dinge wie Schärfe oder Bokeh, Mikrokontraste oder Farbrendering zu zeigen, so sollte man schon auf eine "gleichgeschaltete" Automatik setzen.
Ist aber eine eigentständige Debatte, die man ja nochmals nach all den Jahren und Veränderungen im Kamera-Sektor aufgreifen sollte.
Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..
Entrauschen ist okay denke ich mal, denn je nach ISO rauscht es halt mehr oder weniger schlimm.
Ich bearbeite Bilder eigentlich nur wenn es mir nicht wirklich zusagt. Bestes Beispiel ist das Agfa Color-Apotar 2.8/45 hier im Thread (#612).
Da musste ich tatsächlich mit Lichtern, Mitteltönen und Tiefen ordentlich ran da die Strukturen so gut wie nicht vorhanden waren.
Bei der Vorstellung des Walimex 135 2.0 oder des Fujifilm 35mm 1.4 habe ich so gut wie nichts gemacht (nur entrauscht und Tonwertkorrektur).
Jedes nachschärfen oder eingreifen bei den Lichtern und Tiefen gab tatsächlich gruselige Ergebnisse. Das sah dann schon mehr nach
einem 3D Render als nach einem Foto aus.
Oder beim Canon FD 1.2 55mm S.C.C Aspherical. Da muss man ebenfalls nichts mehr machen. Die Verkleinerung auf Webmaß reicht bei der Schärfe schon völlig aus.
Mehr brauch kein Mensch. Aber das kennst Du ja, hast ja auch eines.
Aber gut zu Wissen wie ich ab jetzt bei Bildbeispielen vorgehen soll.
Ich bin eh nicht der Freund von bösen Bearbeitungsorgien.
Eines noch zur Schärfe von Objektiven. Meistens steht der Fehler hinter der Kamera. Sitzt der Fokus nicht 100%ig, klaut es Dir schnell jede Menge der Bildquallität.
Ich habe früher die Leute die sich ein Canon EF 1.0 50mm gekauft haben für ziemlich verrückt gehalten da ich nur flaue Bilder vom Objektiv bei Offenblende kannte.
Dann traf ich einen Profifotografen auf einer Automobilmesse. Im Gespräch sind wir auf das 50er von Canon gekommen. Er hatte ein auf seine Kamera perfekt justiertes Glas -
und siehe da, die Bilder waren bei Offenblende ausreichend scharf und kein bisschen flau. Allerdings geht bei Offenblende ohne Stativ, Spiegelvorauslösung und Fernauslöser garnichts.
Freihand ist dann absolute Glücksache oder Dauerfeuer in der Hoffnung auf ein scharfes Bild.
Ed.
Insbesondere galt und gilt dies bei den optischen Suchern der DSLR Kameras... und ist einer der Gründe, weshalb ich alle meine Canon 5D Kameras selbst "punktgenau" optimiert habe..
Ja und das ist eben die Notwendigkeit bei so hochlichstarken Objektiven ... und das sogar beim AF !Ich habe früher die Leute die sich ein Canon EF 1.0 50mm gekauft haben für ziemlich verrückt gehalten da ich nur flaue Bilder vom Objektiv bei Offenblende kannte.
Dann traf ich einen Profifotografen auf einer Automobilmesse. Im Gespräch sind wir auf das 50er von Canon gekommen. Er hatte ein auf seine Kamera perfekt justiertes Glas -
und siehe da, die Bilder waren bei Offenblende ausreichend scharf und kein bisschen flau. Allerdings geht bei Offenblende ohne Stativ, Spiegelvorauslösung und Fernauslöser garnichts.
Freihand ist dann absolute Glücksache oder Dauerfeuer in der Hoffnung auf ein scharfes Bild.
Ed.
Hier müssen Kamera und Objektiv so genau aufeinander angeglichen sein, dass es passt. Beim manuellen Scharfstellen ist der absolut korrekte Sitz der Einstellscheibe im Sucherkanal absolut notwendig... sonst wird selbst ein 1.2er manuell eingestellt selbst zu einem "Dauer-Rätselraten"..
Die Strecken "Spiegel zu Sensor" und "Spiegel zu Einstellscheibe" dürfen hierbei keinerlei Differenz aufweisen.... deshalb werden die im Werk eigentlich in engen Toleranzbereichen bei der Produktion und Assemblierung der des Spiegelkasten - Moduls angeglichen.
In den allermeisten Fällen reicht es in diesem Toleranzbereich, der ja so gewählt wurde das er Objektivöffnung bis f2.8 unterstützt, relativ großzügig "festgelegt".... der User stellt ja in der Regel nicht selbst scharf sondern das System...
Zwar kann man die Einstellscheiben tauschen, aber um wirklich "punktgenau" mit hochlichtstarken Objektive durch den optischen Sucher fokussieren zu können, muss selbst die dafür vorgesehene Scheibe "nachjustiert" werden... alles andere ist mehr oder minder "Zufall"..
Deshalb verbringe ich in der Regel bei jeder meiner 5D Kameras gut 2 Stunden damit, diese Einstellscheiben mittels Shims hochgenau zu justieren, das ich mit einem f1.2 Objektiv im Nahbereich auch "punktgenau" mit der EGS oder EES Scheibe fokussieren kann... die Abweichung liegt dabei unterhalb eines Millimeters, wenn ich auf etwas scharfstelle mit solchen hochlichtstarken Objektiven...
Leider bietet Canon so einen Service nicht an.... so muss man es letztlich selbst machen.
Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..
Hallo Henry, ist das auch bei Systemkameras von Nöten ?
Nein, die gibt es z.B. bei der Firma OKAM als kompletten Satz für ca. 50 Euro zu kaufen... das sind dann z.B. für die 5D MK II die folgenden Werte:
0,03mm
0,05mm
0,08mm
0,10mm
0,12mm
0,15mm
0,18mm
0,20mm
0,25mm
0,28mm
0,30mm
Aus diesen Werten können dann auch entsprechend notwendige Zwischenwerte gebildet werden, durch Einlegen von zwei Shims.
Nö, nur bei Spiegelreflexkameras... denn die haben einen optischen Sucher... mit LiveView wären die Shims ja auch egal, weil Du stets das elektronische Bild das auf dem Sensor anliegt zu sehen bekommst.
Bei den DSLR mit optischen Suchern aber hast Du den Spiegel im Wege und da müssen - ich schrieb es ja schonmal - an der Stelle wo der Lichtstrahl auf den Spiegel trifft, die Abstände Sensor zu diesem Punkt auf dem Spiegel und Spiegel zu Einstellscheibe absolut identisch sein, denn auf über die Einstellscheibe wird ja nur indirekt das Bild an Dein Auge geleitet und sobald der Spiegel hochklappt gelangt der Strahl ja erst auf den Sensor... vorher ist der Verschlussvorhang ja geschlossen.
Deshalb indirekt... weil nur auf der Einstellscheibe sichtbar.
Stimmen diese beiden genannten Strecken nicht 100%ig überein, sind unscharfe Bilder die Folge, insbesondere bei so hohen Lichtstärken, wo die Schärfentiefe eben extremst gering ausfällt, insbesondere wenn man dann noch Blümchen bzw. Teile davon (z.B. nur den Stempel der Blüte) im Nahbereich punktgenau treffen will...
Das ist auch einer der Gründe, weshalb ich mit meinen Canon Kameras sehr, sehr exakt die anvisierten Punkte treffen kann. Ich hab mit jeder meiner 5D Kameras dieses Prozedere schon gleich nach dem Kauf durchgezogen...
Im Normalfall fällt dies mit "0815er Lichtstärken" kaum auf... aber wenn es richtig lichtstark wird an DSLR Kameras und manuell bedient werden soll, dann muss das absolut stimmen.
Ein guter Anhaltspunkt ist immer der alte Linealtest im Nahbereich.
Dabei wird die Kamera mit einem Objektiv der höchsten Lichtstärke auf ein Tischstativ geschraubt und im 45° Winkel auf eine Markierung eines Lineals ausgerichtet, z.B. 15cm... Teilstrich (oder was ihr wollt). Im Sucher fokussieren und dann ohne irgendwas zu verändern mal auf LiveView umschalten... und staunen, wo das was ihr eingestellt/anfokussiert habt, tatsächlich gelandet ist.
Wenn ihr exakt den 15cm Teilstrich scharf auf dem Sensor habt und die Teilstriche vor und hinter dieser 15cm Markierung ungefähr gleich in Vordergrund- und Hintergrundunschärfe verlaufen (z.B. jeweils 3 Teilstriche, die vor der 15 und hinter der 15 gleich unscharf wirken) stimmt es in etwa... wenn nicht muss das angepasst werden für so lichtstarkes Objektivzeugs.
LG
Henry
Geändert von hinnerker (17.04.2015 um 09:24 Uhr)
Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..