Hallo, ich habe mich tatsächlich mal aus Interesse an deren Service gewendet und es gab auch eine informative Antwort hierauf:

... das Sony Sonnar FE 1,8/55 ZA zeigt bei großen Blendenöffnungen bereits einen sehr hohen Kontrast, dafür sind die unvermeidlichen Farblängsfehler außerhalb der Fokusebene relativ deutlich sichtbar. Stärkeres Abblenden minimiert dies natürlich deutlich.
Chromatische Aberrationen sind immer durch das opt. Design eines Objektivs festgelegt und unterliegen praktischen keinen Fertigungs- oder Abstimmungsschwankungen.
Das neue Loxia 2/50 hat eine andere Charakteristik, es ist bei Offenblende nicht so kontrastreich wie das Sonnar FE 1,8/55 ZA, dafür hat es praktisch keinerlei sichtbare Farb(längs)fehler.
Die kompakte Bauweise dieser Objektive bedingt immer irgendwelche Kompromisse hinsichtlich ihrer Abbildungseigenschaften. Bei wesentlich aufwändigeren Objektiven, wie z.B. dem Otus 1,4/55, sind alle entsprechenden Abbildungsfehler nochmals deutlich besser korrigiert...
In normalen Fotos ist mir dies eigentlich auch nicht aufgefallen - kleinere Details auf der Pixeljagd mal ausgenommen. Die obige Info ist auf jeden Fall spannend für einen jeden, der vielleicht über den Kauf einer obigen Objektive nachdenkt. Diese Aussage ist ja so deutlicher, als auf deren Produktseite.

Hier nebenbei der Vergleich zum Apo-Macro-Elmarit-R 1:2.8/100 bei f2.8. Etwas andere Lichtbedingungen, aber man erkennt deutlich, dass dieses hier nicht unter diesen Problemen leidet (bzw. nur ganz schwach). Auch bei 100% Vergrößerung

DSC07323L100.jpg

Wie dem auch sei - sobald ich ein paar mehr aussagekräftige Bilder mit dem Zeiss/Sony gemacht habe, werde ich dies auch posten.