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Thema: Diaprojektor Objektive mit Ø 42.5mm mittels SFT an Digitalkameras benutzen

Baum-Darstellung

  1. #6
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Und nun ist die erste Serie bei mir eingetrudelt...

    Die "Knobelbecher" - Bande... (ich nenne den Fokussiertubus wegen seiner Form so... )


    fertig.jpg
    (Anmerkung: in den beiden liegenden Tuben kann man die 18gängigen Gewinde erkennen)


    Damit das Prinzip verstehbar wird, folgt eine "Schritt für Schritt" - Montage-Anleitung"
    und zeigt, wie die einzelnen Dinge "ineinander greifen"...

    So wird ein D-Objektiv präpariert für die Nutzung an dem Samthelicoid.. am Beispiel eines
    Leica Colorplan 2.5/90mm. Es soll später mit dem 52.5mm Samthelicoid der Meoptas zusammenarbeiten.

    montage-inlet-vor-samt.jpg

    Im Bild zu sehen sind
    1. links das Leica Colorplan, vorbereitet mit einem schwarzen, mitgelieferten 42.5mm Zentrierring

    A C H T U N G, der Zentrierring wird nicht mehr mitgeliefert, da sich das Handling als unpraktisch herausgestellt hat !!!!!
    Jedes Mal musste vorab der Samtstreifen entfernt werden um bei einem Objektivwechsel wieder an den Ring zu kommen... wenig praktikabel, hat nachher keiner mehr gemacht weil das Objektive auch so sehr gut zentrierbar ist und so wurde die Herstellung des POM - Zentrierrings deshalb eingestellt.

    (Die Beschreibung soll aber trotzdem als Hinweis hier im Thread stehen bleiben, um eigene Ideen zu entwickeln, was man mit den 3 Gewinden im Vorderteil des Tubus selbst noch "anstellen" kann/könnte...)

    Der schwarze Zentrierring im Bild besteht aus Delrin (POM). Vor der gewohnten Befestigung des Samtbandes am Objektiv wird es zunächst durch diesen Zentrierring durchgeschoben, denn dieser wird mit eingebaut.
    (In der gleichen Weise wird es später als Zubehör entsprechend angepasste Durchmesser dieses Zentrierrings und Reduzierungen mit Gewindegängen geben, die in diesen "Knobelbecher-Tubus" eingeführt und verschraubt werden können)

    2. rechts im Bild der bereits mit einem Samtband versehene "Knobelbecher"...

    Am Knobelbecher sind 3 Quergewinde mit M3 Gewindestiften erkennbar. Diese dienen dazu,
    im eingeschraubten Zustand des Objektivs den schwarzen Zentrierring festzusetzen.

    Schrauben wir das Objektiv nun einmal in den "Knobelbecher"...

    objektiv-mit-Inlet-eindrehen.jpg

    bis das Colorplan mit seinem eigenen "Samtgewinde" auf der Rückseite des 42.5er Tubus schon wieder herausschaut...

    voll-eingedreht-sichern-des-Inlets.jpg

    Der Zentrierring ist nun soweit mit in den Tubus "eingedreht", um mit den Gewindestiften festgesetzt zu werden.



    Das Objektiv könnte jetzt bereits selbstständig im "Knobelbecher" an eine Kamera angeschlossen und fokussiert werden , wenn an sein Ende ein 49mm Umkehrring eingeschraubt würde.

    nach-sicherung-des-Inlets-rausdrehen-unendlich.jpg
    Im nächsten Schritt folgt aber zur Veranschaulichung die Vereinigung mit dem eigentlich vorgesehenen 52.5mm Helicoid...

    Doppelhelicoid.jpg

    Noch schnell den passenden Kameraanschluss mit einem Umkehrring eingedreht...

    49mm-umkehrplatte.jpg

    Schon haben wir das Leitz Colorplan (oder ein beliebiges Diaprojektor-Objektiv mit
    42.5mm Durchmesser an der Kamera...
    fertig-installiert.jpg

    Ein paar Erläuterungen:

    Dem "Knobelbecher" wurde anfänglich bei Auslieferung ein zusätzlicher Zentrierring aus POM, einem speziellen Plastik, beigelegt.

    Dieser Ring diente einerseits dazu, bei langem Objektiv-Auszug zusätzliche Stabilität zu geben und das Objektiv zentriert im Tubus zu führen, damit im späteren Bild keine einseitigen Unschärfen durch nicht parallele Führung entstehen kann, wenn das Objektiv kurz vor der Trennung vom Knobelbecher - Gewinde steht. Hat sich aber im Realbetrieb als unnötig und eher hinderlich bei schnellem Wechsel zwischen zwei Objektiven erwiesen.

    In der gleichen Art werden eventuell spätere Zubehörteile - insbesondere die Reduzierungen auf kleinere Durchmesser ausgeführt werden. (zunächst nur eine Idee)

    Hierzu besitzt der Knobelbecher 2 verschiedene Befestigungsmöglichkeiten für Zubehöre:

    1. der hier bereits mit dem Zentrierring gezeigte Klemmung des POM Inlets
    2. das am vorderen Teil befindliche Spezialgewinde, in das später auch andere Einsätze für
    geringere Durchmesser als 42.5mm eingeschraubt werden können.

    Hierauf gehe ich gesondert ein, sobald sich ein gesicherter Bedarf an solchen Einsätzen durch Eure Rückmeldungen eine statistisch signifikante Häufung von Durchmessern abzeichnen und dann dazu führen können, das solche zusätzlichen Einschraub-Teile gefertigt werden.

    Warum wurde kein durchgehendes Gewinde über die ganze Länge des Knobelbechers verwirklicht wird sich nun der eine oder andere Fragen ?

    Die Antwort ist simpel...

    Einige der Objektive mit 42.5mm Durchmesser müssen so tief im Knobelbecher "versenkt/eingeschraubt" werden, dass sie für das Erreichen des Unendlichkeitspunktes schon am Ende des Knobelbechers wieder "herausschauen" und in die Adapterplatte des Kamera-Anschluss eintauchen.

    Dabei ist die Baulänge z.B. von einem Astro - Kino Color 1.4/50mm mit 73mm so kurz, dass er in dem 68mm langen "Knobelbecher" fast vollständig eintauchen muss, damit ein Unendlich erreicht wird, da die Rücklinse bis an den Umkehrring herangefahren werden muss (Rücklinse sitzt für Unendlich bei ca. 17mm vom Sensor).

    Da es also extrem wichtig ist, mit einigen Objektiven auch nah genug an den Sensor heran zu kommen, musste dies also über diese Gehäuseform abgewickelt werden.

    Ich hoffe, mit dieser kurzen Erläuterung den Einstieg in das Verständnis des dahinter stehenden Konzeptes gegeben zu haben und bin auf Eure Rückmeldungen und Fragen gespannt.

    LG
    Henry
    Geändert von hinnerker (11.01.2017 um 23:45 Uhr)
    Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..

  2. 4 Benutzer sagen "Danke", hinnerker :


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