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Thema: Eine Tischdrehbank muss her

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Hardcore-Poster Avatar von DD_Ihagee
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    A und O ist ein verwindungssteifes Bett.
    Bei den üblichen Baumarktkonstruktionen stellt sich da schnell eine gewisse Unbrauchbarkeit heraus.
    Das ganze System beginnt sehr schnell zu schwingen.
    Ein gegossenes Bett ist also zu bevorzugen.
    Ich weiss ja nicht, ob Du dann noch von einer Tischdrehmaschine sprichst.
    Also sowas, was man mal schnell wieder wegräumt.
    Wenn Dir aber geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung stehen...
    Vor etlichen Jahren hatte ich mir http://www.ebay.de/itm/Holzmann-Tisc...item3cdd11786b sowas in der Art zugelegt.
    Ohne Unterbau wiegt mein Modell 80kg.
    Dafür kannst Du selbst bei Stahl 2mm zustellen; das ist für so ein Maschinchen schon recht ordentlich.
    Wenn Du dann noch geeignete Werkzeuge besorgen kannst - es bieten sich Naturstähle an; für Hartmetall (und Wendeschneidplatten) reichen die Schnittkräfte nicht.
    Viel Glück bei Deiner Suche.


    VG
    Holger

    P.S. Sehe gerade, daß Henry auch schon einen Beitrag verfertigt hat. Bezüglich der Kosten hat er natürlich recht. Wenn Du da nicht aus Konkursmassen billig rankommst wird es teuer. Ob sich das Ganze dann lohnt...

  2. #2
    Spitzenkommentierer Avatar von GoldMark
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    Danke Henry für Deine Erfahrungen, die Du gesammelt hast und hier kund tust.

    Das mit der Konkursmasse ist gar nicht so schlecht. In der Nähe gibt es bei mir einen Maschinenhändler für Gebrauchtmaschinen, vielleicht hat der etwas passendes.
    Liebe Grüße

    Bernhard
    https://deramateurphotograph.de/

  3. #3
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    Hallo
    Da muss ich aber " Henry" als gelernter Zerspaner mit 20 Jahren Erfahrung wiedersprechen.
    Habe selber eine Weiss WM 180 v Drehbank für 1200 € besessen,und kann diese nur weiterempfehlen.Diese Maschinen sind genau das richtige für Objektivadapter und Objektive.Man kann super damit arbeiten,besonders Alu und Stahl, und so... viele Werkzeuge braucht man gerade beim Drehen nicht.Von Drehstählen mit Wendeplatten kann ich im Hobbybereich nur abraten.Hss Stahl ist hier angebracht,kann man auch super selber nachschleifen.
    Zum anfängliche Drehen braucht man:
    Ein Satz Hss Drehlinge
    Eine mitlaufende Körnerspitze
    Ein Bohrfutter
    versch. Bohrer
    Material,gibt's beim Schrotthändler günstig.(Alu Messing etc
    eine gute Schieblehre

    Damit kann man schonmal loslegen.

    Zerspanerische Grüße von Tobias

  4. 6 Benutzer sagen "Danke", Topeak :


  5. #4
    Hardcore-Poster Avatar von DD_Ihagee
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    Dem letzten Beitrag kann ich nur zustimmen.
    Wenn gewünscht, kann ich mit ein paar Bildern noch etwas zum Thema Maschine und Werkzeuge beisteuern.
    Zur Wirtschaftlichkeit einer solchen Anschaffung - mit der Drehmaschine allein ist es noch nicht getan.
    Bei der letztens verlinkten Variante fehlt bspw. noch der Unterbau, weiterhin braucht man dringend einen vernünftigen Schleifbock, besagte Drehstähle, eine Meßuhr nebst Ständer und vernünftige Meßmittel, wobei ich da nicht den Digitalmeßschieber aus dem Baumarkt meine.
    Gewisse Zerspanungskenntnisse wären letztlich auch nicht schlecht; auch so ein kleines Maschinchen birgt ein gewisses Verletzungspotential bei Fehlbehandlung.
    Ob sich der Anschaffungsaufwand für ein paar Objektivumbauten wirklich lohnt kannst Du Dir nur selber beantworten.
    Da bin ich wieder ganz bei Henry; so es die Möglichkeit gibt, einfach mit seinen Wünschen bei einem Zerspaner aufzukreuzen und dem mit ein paar Euronen den Aufwand versüßen.


    VG
    Holger

  6. Folgender Benutzer sagt "Danke", DD_Ihagee :


  7. #5
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Zitat Zitat von Topeak Beitrag anzeigen
    Hallo
    Da muss ich aber " Henry" als gelernter Zerspaner mit 20 Jahren Erfahrung wiedersprechen...
    Gern, denn ich hab keine 20 Jahre Erfahrung mit der Zerspanungstechnik und hab erst seit ca. einem Jahr die Möglichkeiten an Industriemaschinen zu arbeiten und auch etliche Probleme bei meinen Projekten kennen gelernt.

    Der qualitative Unterschied ist aber eben - und das sollte man nicht vergessen - auch genau diese 20 jährige Kenntnis die Du besitzt... die Dir die Möglichkeit gibt, eine solche Maschine aus professioneller Sicht zu beurteilen, ihre Schwachstellen zu erkennen und gegebenenfalls selbst "Hand anzulegen" wenn sie irgendwelche "Macken" hat.

    Du wirst aufgrund deiner Erfahrung Dir deine Workarounds auf so einer Maschine "einrichten" können, wenn Du z.B. einen langen Tubus weit ausserhalb des Drei-Backenfutter"abstechen" musst. Du weißt dir dann mit der Pinole zum Gegenhalten zur Eigen-Sicherung zu helfen... eben aufgrund Deiner 20 jährigen Erfahrung.

    Um es nochmal deutlich zu sagen:

    Um mal hier und da einen Adapter um einige Zehntel zuzustellen oder einen Lochdurchmesser zu Weiten sind diese genannten Maschinen durchaus geeignet, wenn sie stabil verarbeitet sind, passendes Werkzeug vorausgesetzt werden kann und vor allem hinreichende Erfahrung mit dem Material und dem sinnvollsten Vorgehen für ein Vorhaben.

    Gerade letzteres aber ist eine Sache, die ein Neuling auf dem Gebiet oft falsch einschätzt (mich eingeschlossen).

    Hätte ich nicht die professionelle Hilfestellungen bei meinen Fragen in den Projekten - die als Neuling in der Zerspanung allerorten auftauchten - so wären mir schon so viele abgebrochene Abstechwerkzeuge um die Ohren geflogen, selbstgedrehte Ringe zermatscht worden etc...

    Gerade die Erfahrung dieser Kollegen aber ist es, die hier den "Riesen-Unterschied" ausmacht und ein "gestandener" Dreher wird an so einer Tischdrehmaschine auch passable Ergebnisse erbringen können.

    Nur - und das sollte man auch klar benennen - ob sich ein solcher "Aufriss" lohnt um ein paar Adapter zu modifizieren nun eine solche Investition und vor allen Dingen die Folgeinvestition zu tätigen, immer verbunden mit dem Risiko eine "Lusche" zu kaufen, sich zudem in die Zerspanungtechnik vorab umfangreich einarbeiten zu müssen und bei Problemen dann mit dem gesamten "Kladderadatsch" in der "Pampa" zu stehen... ich weiß nicht, ob man da zureden sollte.

    Sicher, wenn es dem TO Spaß machen sollte die Sachen zu erlernen, die mit der Metallbearbeitung zusammenhängen - ein weites Betätigungsfeld - so ist das ja in Ordnung und es macht schon einen Heidenspaß, wenn die Projekte dann zu guten Ergebnissen führen.

    Aber realistisch gesehen, wenn es nur um ein paar kleinere Dinge geht, würde ich nach wie vor die Hände davon lassen und professionelle Hilfe für die "mal eben" - Lösungen suchen.

    Dafür hab ich inzwischen zu viel von den Notwendigkeiten kennen gelernt, die schon mit so einfachen Materialien wie Alu erforderlich sind um z.B. wirklich saubere Oberflächen zu bekommen, Objektiv-Tuben anständig zu kürzen, mir aus irgendwelchen Alu-Resten selbst meine Ringe und Muttern herzustellen etc..

    Und das wie gesagt an leistungsstarken, über eine Tonne wiegenden Drehbänken von Leinen, Boley und Weiler, wie sie auch in den Lehrwerkstätten benutzt wurden und werden. Wie sich das an kleinen Tischdrehbänken verhält... ich wage nach wie vor zu bezweifeln, das die Anschaffung Sinn macht... gerade wenn es nur darum geht, gelegentlich mal ein Projekt "durch zu ziehen"...

    Aber wir werden sehen, falls sich der TO dazu entschließen sollte.

    LG
    Henry
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  8. 4 Benutzer sagen "Danke", hinnerker :


  9. #6
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    Morgen zusammen

    Dem Beitrag von Henry kann ich nur zustimmen,das hatte ich nämlich vergessen,denn ohne die Berufserfahrung in der Metalverarbeitung geht beim Drehen und Fräsen nämlich gar nicht viel.Alles vibriert und rattert durch falsche Anwendung und falscheingesetzte Werkzeuge.Nicht umsonst dauert die Ausbildung 3,5 Jahre und danach sammelt man noch sehr viel Erfahrung,denn in der Metalverarbeitung gibt es sooooo viele Faktoren zu beachten wie z.b
    welches Material wird bearbeitet
    wie spanne ich es
    welches Werkzeug wofür
    Drehzahl und Vorschub
    usw

    Gruss Tobias

  10. 2 Benutzer sagen "Danke", Topeak :


  11. #7
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    Vollste Zustimmung!
    An so einer Maschine ist das noch ein Handwerk, welches erlernt werden sollte.
    Allerdings konnte ich die Aussage, daß an einer (wenn auch fernöstlichen) Kleindrehbank keine technisch sehr guten Ergebnisse möglich wären nicht so stehen lassen. Ich war erstaunt, was mit dieser vergleichsweise geringen Leistung machbar ist.
    Zu Tipps bin ich trotzdem gern bereit; eine Ausbildung via Forum halte ich natürlich aber nicht für möglich.
    Eine kleine Anekdote am Rande: in der Vergangenheit war ich u.a. bei einem Lehrgang zum 3D-Programmieren als einer der Teilnehmer fragte:"...Herr XYZ, was ist eigentlich Schruppen...?"
    Für ihn war der Tag schon dort zu Ende; er hatte von der Materie nun überhaupt keine Ahnung, war aber von seiner Uni (!) hingeschickt worden, weil so eine Maschine dort rumstand und der Lehrgang im Maschinenpreis enthalten war.
    Deshalb bleibe ich dabei; wenn keine (wenigstens) Grundkenntnisse vorhanden sind, einfach jemanden ausfindig machen der sich damit auskennt.
    Für das in Gänze aufzuwendende Geld kann man wahrscheinlich dort mit dem Taxi vorfahren und den Fahrer warten lassen.

    VG
    Holger

  12. #8
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Ich kann ja, wenn das Interesse besteht, im Reparatur und Umbaubereich ein Unterforum einrichten, wo man z.B. seine Projekte und Lösungswege an den jeweilgen Maschinen aufzeigt und Alternativen diskutiert.

    Könnte ich mir so vorstellen, dass man konkret die Maschine, eingesetzte Werkzeuge, benutzte Spannvorrichtung, Drehzahl und Vorschub zum verwendeten Material usw. in Bild und Schrift mal in Form eines kleinen Berichts einstellt.

    So könnte dann über die Jahre vielleicht mal so eine kleine "Tipp-Datenbank" entstehen, die es einem Neuling ermöglicht, bestimmte Aufgabenstellungen zu bewältigen.

    Ich lerne in dem Bereich gern dazu, wenngleich ich natürlich durch die Werkstatt und die Kollegen dort für mich selbst jeden denkbaren "Support" habe.


    Aber so ein "Grundkurs" in Sachen Umgang mit der Drehbank, Sicherheit, Materialkunde und Sauberkeit, Ordnung und Übersichtlichikeit ist sicher nix verkehrtes, hilft es doch selbst einschätzen zu können, ob die oftmals am Anfang als "Zauberkiste" für Objektivumbauten angesehene Drehbank tatsächlich "zaubern" kann...

    Auch wäre anhand solcher Berichte das Arbeiten an der Drehbank "entmystifiziert" und auf den realen Boden gestellt, wenn man den dahinter stehenden Aufwand und die technischen Notwendigkeiten geschildert bekommt.

    Also bei breiterem Interesse mach ich da gern ein Unterforum für auf, aber auch nur, wenn da "echter Bedarf" ist und man davon ausgehen kann, dass dort auch Berichte folgen.

    LG
    Henry
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  13. 3 Benutzer sagen "Danke", hinnerker :


  14. #9
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    Einen Versuch in Form von "Tricks und Tipps" sollte es wert sein.

    VG
    Holger

  15. #10
    Spitzenkommentierer Avatar von GoldMark
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    Zitat Zitat von hinnerker Beitrag anzeigen
    Ich kann ja, wenn das Interesse besteht, im Reparatur und Umbaubereich ein Unterforum einrichten, wo man z.B. seine Projekte und Lösungswege an den jeweilgen Maschinen aufzeigt und Alternativen diskutiert.

    Könnte ich mir so vorstellen, dass man konkret die Maschine, eingesetzte Werkzeuge, benutzte Spannvorrichtung, Drehzahl und Vorschub zum verwendeten Material usw. in Bild und Schrift mal in Form eines kleinen Berichts einstellt.

    So könnte dann über die Jahre vielleicht mal so eine kleine "Tipp-Datenbank" entstehen, die es einem Neuling ermöglicht, bestimmte Aufgabenstellungen zu bewältigen.

    Ich lerne in dem Bereich gern dazu, wenngleich ich natürlich durch die Werkstatt und die Kollegen dort für mich selbst jeden denkbaren "Support" habe.


    Aber so ein "Grundkurs" in Sachen Umgang mit der Drehbank, Sicherheit, Materialkunde und Sauberkeit, Ordnung und Übersichtlichikeit ist sicher nix verkehrtes, hilft es doch selbst einschätzen zu können, ob die oftmals am Anfang als "Zauberkiste" für Objektivumbauten angesehene Drehbank tatsächlich "zaubern" kann...

    Auch wäre anhand solcher Berichte das Arbeiten an der Drehbank "entmystifiziert" und auf den realen Boden gestellt, wenn man den dahinter stehenden Aufwand und die technischen Notwendigkeiten geschildert bekommt.

    Also bei breiterem Interesse mach ich da gern ein Unterforum für auf, aber auch nur, wenn da "echter Bedarf" ist und man davon ausgehen kann, dass dort auch Berichte folgen.

    LG
    Henry

    Hallo Henry,

    ich würde solch ein Unterforum begrüßen.
    Liebe Grüße

    Bernhard
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