Noch ein paar Blümchen, Meostigmat plus 17mm Zwischenring
Hatte leider kein Stativ dabei, aus der Hand ist das eine Seuche...![]()
so.. hier der nächste Berliner Meopta Neubesitzer (Gerhard):
Die Nachbearbeitung stammt von mir.. er ist da noch etwas zögerlich, was im Falle anderer Objektive ja eigentlich auch gut ist. Ich finde das Meopta kann das aber ganz gut ab und es kommen die "Eigenarten" auch besser zur Geltung. Die Bearbeitung wurde von ihm natürlich genauso abgesegnet wie das Zeigen hier, ich hab auch gar nicht mal soviel gemacht: Tonwertkorrektur, die Details etwas angehoben und ne leichte Vignetierung verpasst.
Geändert von hinnerker (22.09.2014 um 22:38 Uhr)
Hat jemand ne Idee zwecks Gegenlichtblende zu diesem Meopta?
Filtergewinde gibts ja keins, müsste als eine zum klemmen bzw. draufstecken sein.
Moin,
ja ich hab da eine Idee gehabt und passt...
Eine 58mm Tele - Streulichtblende aus Metall läßt sich von hinten gut über den Tubus "stülpen" und sitzt stramm auf dem 52,5mm Tubus des Meostigmat...
"Tele Sonnenblende" aus Metall...
Bezogen hab ich die irgendwann in grauer Vorzeit mal für mein Biotar 1.5/75mm...
http://www.ebay.de/itm/TELE-Gegenlic...item4accfc83cd
Sollte sie nicht lang genug sein, muss man irgendwas "anbauen". Dieses Modell sitzt aber richtig schön "stramm" auf dem Gehäuse.. So ragt sie nun ca. 3-4cm cm über die Frontlinse hinaus
LG
Henry
Geändert von hinnerker (21.03.2014 um 10:20 Uhr)
Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..
also nicht vorne auf dem "schwarzen Teil" sondern von hinten auf dem silbernen Tubus?
Jepp und dann mit etwas "Druck" nach vorn durchschieben, so dass es am dem "schwarzen Teil" des Meostigmat Tubus vorn durch den Anschlag "gestoppt" wird.
Wirst sehen, sitzt stramm und fest.
Hab keine zweite 58mm Blende, aber sollte praktisch vermutlich auch mit anderen gehen, denn 58mm Filtergewinde haben im Innendurchmesser immer fast die gleichen Maße. Eventuell nochmal überprüfen mit einem alten 58mm UV-Filter.... der sollte sich auch von hinten "überstülpen" lassen und man kann ihn dann zur Verstärkung bzw. zum "Kontern" auch da belassen.
Wenn man - wie Du es vorhast - ohnehin den Tubus "beledern" will, wäre eine "Konterung" ja schon durch die Belederung gegeben, so dass die ohnehin recht stramm auf dem Tubus sitzende Streulichtblende sich wieder nach hinten verschieben kann. Aus meiner Sicht aber nicht notwendig, denn diese Streulichtblende sitzt wirklich perfekt.
Man kann die Kamera absetzten und da verrutscht nichts in Sachen Streulichtblende, so "satt" und "stramm" wird sie durch den Tubus gehalten.
Dann muss man nochmal gucken nach einem Frontdeckel zu der Streuli... sie muss etwas größer ausfallen als 72mm bei diesem Modell- wenn man die Streuli mit abdecken will.. oder irgendeinen "Innenklemmer" von 55mm, wie im nachfolgenden Bild nutzen...
LG
Henry
Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..
Da Gerhard sich hier zwar mal anmelden will, dass aber noch ne ganze Weile dauern wird ("das kann dauern denn mich beschäftigen grad andere Dinge"), hat er mich gebeten doch mal die neuesten Meoptafotos zu zeigen:
Und hier gibts sein Album zu der Linse:
http://www.flickr.com/photos/pintzul...7642347824205/
Irgendwie rätselte ich schon die ganze Zeit, woran mich das Meostigmat in seiner Signatur erinnert... nun hab ich es endlich herausgefunden.
Ein russischer Interessent an einem umgebauten Meostigmat stellte mir gestern per Mail die Frage, wie das Meostigmat sich in Sachen Bokeh gegen sein Helios 40-2 verhält weil er meinte irgendwo gelesen zu haben, dass ich auch eines besitze (hab zwar keines, aber ein 1.5/75mm "Fat Biotar") und darüber eine Aussage treffen könne.
Zunächst dachte ich, wie kommt der bloß drauf, dass die Objektive überhaupt miteinander vergleichbar wären. Das eine Objektiv ist für KB gerechnet und das Meopta eben halt ein Objektiv aus einem 16mm Filmprojektor, das ich eigentlich nur "aufgebohrt" habe um damit den Bildkreis bis auf minimalste Vignettierungen zu erweitern...
Das dabei das Meostigmat auch nur in die Nähe des Biotar käme oder mit eben der russischen Kopie Helios 40-2 vergleichbar sein könnte, kam mir überhaupt nicht in den Sinn.
Aber ich beschloss, der Sache heut mal mit ein paar schnellen Schüssen "nachzugehen" und muss sagen, es hat mich verblüfft....
Lange hatte ich das Biotar nicht mehr vor der Kamera, was die Erklärung für mein mangelndes Erinnerungsvermögen sein mag, aber als ich es heut mal in zwei bzw. drei Situationen vom Stativ aus mit dem Meostigmat verglich, war ich nicht schlecht erstaunt.
Die Bilder sind nix dolles... eben nur mal kurze Versuche und nicht weiter nachbearbeitet oder geschärft... straight so wie sie aus der Sony A7 Kamera kamen.
Insbesondere im Nahbereich sind die Objektive sehr ähnlich, muss ich gestehen..
Zwar merkt man hier dem Meostigmat den kleineren Bildkreis an (durch die rapide in den oberen und unteren Randbereichen abnehmende Schärfe), aber im Nahbereich eigentlich ziemlich "gleich".
In der nächsten Gegenüberstellung von Bildern hab ich mal geschaut, wie es mit der Fokussierung im Randbereich des Querformat aussieht (aussermittige Sujets)... also ob sich - da ja auch das Biotar an den Rändern offenblendig sehr "weich" bis unscharf ist - die Schärfe des Meostigmat dort einigermaßen ident zum Biotar verhalten würde...
Erstaunlicherweise war - hätte ich nicht gedacht - wenn man das Meostigmat mit der Lupe auf den Randbereich fokussiert, dieses doch schärfer im Beginn des linken Drittel als das Biotar... dies gilt auch für das erste Vergleichsbild im Hochformat... nimmt aber am extremen Aussenrand dann noch etwas stärker ab, als das auch dort ansonsten schwache Biotar.
Einzig in der Ansicht gegen Unendlich offenbart das Meostigmat dann seine Schwächen, ist aber auch nicht "bedeutend" schlechter, als das Biotar zu den Rändern hin.
Das Biotar in der Ferne...
Dagegen das Meostigmat...
Klar ist das Meostigmat aufgrund seines geringeren Bildkreises und einer vermutlich deutlich höheren Bildfeldwölbung in den Randbereichen nicht so definiert wie das Biotar bei Aufnahmen gegen Unendlich, aber so langsam verstehe ich die Frage des russischen Interessenten etwas besser.
Mir scheint, er hat die ähnliche Charakteristik bereits in den Bildern im Internet für sich entdeckt.
Wie seht ihr das? Ich meine, die sind sich ziemlich ähnlich..
LG
Henry
Geändert von hinnerker (21.03.2014 um 05:41 Uhr)
Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..
Diese Ähnlichkeit ist mir auch anhand Helges Beispielbildern aufgefallen, und ich hatte in meinem Testbericht zum Cyclop (Helios 40-2) http://www.digicamclub.de/showthread.php?t=17777 auch auf das Meostigmat als günstige Alternative hingewiesen.