Danke Helge, die Linse taugt nichts so wie ich das sehe...
Danke Helge, die Linse taugt nichts so wie ich das sehe...
Wer den Tessar nicht ehrt, ist den Planar nicht wert!
Ich würde eher sagen, die Linse neigt bei Offenbarende zu CAs. Wie viele andere Objektive, z.T. mit sehr gutem Ruf auch - z.B. fast alle meine lichtstarken Nikkore (35 1.4, 85 1.4, 105 2.5, 135 2) von denen die meisten bei einem solch harten Motiv ähnliche Farbränder produzieren würden. Das sie deswegen nichts taugen sollen denke ich allerdings nicht.
Ich persönlich kann mit Objektiven, die extrem viel CA's haben gar nichts anfangen....
Dann lieber ein Hanimex.. oder meinetwegen Beroflex oder was weiss ich wie die Dinger heißen..
Also ist doch das Objektiv bei Offenblende für die Katz...
Vor allem, wie kriegt man denn CA's in der Post raus?
Wer den Tessar nicht ehrt, ist den Planar nicht wert!
Nun ja, ich habe nur ganz wenige Objektive ohne CAs - da ich mir keine APOs leisten kann und der Rest mehr oder minder stark betroffen ist.
2 Klicks in Lightroom
(habe mir erlaubt, das an Helge's Bild zu demonstrieren. Am RAW geht's bei harten Kontrastkanten noch besser)
... manchmal lebt man von sowas
Spaß beiseite, wenn Du wie ich mit viel DDR-Glas auch im Telebereich werkelst braucht man einen solchen Filter manchmal, einfach um die ansonsten vorhandene Leistung eines Objektivs auch rauskitzeln zu können. Da ist ja nichts verwerfliches dran.
J.
Ich finde die CAs jetzt nicht so dramatisch. Das CZJ 4/300 und das CZJ 2.8/200 zeigen bei Offenblende auch recht ordentliche CAs. Für mich wäre das Yashma durchaus interessant, aber knappe 600€ würde ich dafür nicht ausgeben. Für 300€, max 328€ (:-D) würde ich jedoch zuschlagen.
Wie ich eingangs erwähnt hatte, habe ich das Objektiv vor dem Kauf mit einer Nikon F90 ausprobiert. Nachdem mir das Objektiv zugesagt hatte, wurde es mechanisch gegenläufig mit allen automatischen Funktionen auf den CONTAX-Anschluss umgebaut. Seither hat mich das Objektiv bis dato immer problemlos begleitet. Das Objektiv ist robust gefertigt, erreicht aber in der Mechanik sicher nicht die Präzision vergleichbarer japanischer Objektive. Wie viel besser diese sind oder sein könnten, kann ich nicht beurteilen. Ein Freund von mir, hatte derzeit u.a. ein C/Y Zeiss Apo-Tele-Tessar T* 2,8/300mm (für 27.998,00 DM), mit dem ich auch mal fotografieren durfte. Da musste ich mich mit meinem YASHMA aber doch sehr bescheiden! Mein YASHMA war für mich immer O.K. und funktionierte auch recht gut mit einem MUTUR II Konverter. That's it!
Hallo zusammen,
ich grabe diesen Thread mal wieder aus...
das Yashma 2,8/300 war mein erstes Objektiv mit einem Linsendurchmesser von >10cm.
Gekauft habe ich es anfang-mitte der 90er Jahre in München-Riem.
Leistungsmäßig war es eigentlich bei voller Öffnung unbrauchbar, da es Farbfehler hatte
die eher in das Genre Pop-Art paßten. Meiner Erinnerung nach handelte es sich um gelbe
und violette Farbsäume an hell-dunkel Kanten, die schon auf einem 10x15cm Abzug
aufgefallen sind.
Die Schärfe war, sagen wir mal, OK.
Dieses Yashma hatte noch keine Bezeichnung "APO". Ich bin mir eigentlich recht sicher,
dass dieses Objektiv kein Sonderglas drinnen hatte. Und wenn, dann war es offensichtlich
völlig wirkungslos.
Leistungsmäßig war es schlechter als als das Albinar 4/300, ein Billigheimer mit ebenfalls
nicht unbedingt ansprechenden Leistungen. Dieses Objektiv hatte ich damals zeitgleich.
Einige Linsen davon liegen noch irgendwo im Keller....
Jahre nach dem Verkauf des Yashma bekam ich das AIS Nikkor 2,8/300 IF-ED. Dieses
Objektiv gab mir den Glauben wieder, dass Brennweite und hohe Lichtstärke bei Top-Qualität
vereinbar sind. Vor zwei Jahren überließ ich dieses Objektiv einem guten Freund, weil ich glaubte
das Nikon 4,5/300 IF-ED würde mir reichen. Ein Irrglaube, obwohl dieses Objektiv ebenfalls
eine Top-Qualität hat.
Jetzt habe ich das (weiße) Canon FD 2,8/300, das leistungsmäßig mindestens auf dem
Niveau des Nikon liegt.
Ich kann daher das Yashma also aus eigener Erfahrung bewerten.
Nun habe ich Fotos entdeckt, auf denen das Yashma auf dem Stativring den Schriftzug
"APO" trägt. Mich würde daher interessieren, ob das nur ein Marketinggag ist, bzw. woher
die Behauptung stammt, dass es über eine Linse aus Calziumfluorit verfügt.
Wurde die optische Rechnung eventuell mal geändert?
Obwohl, wenn ich mir das Foto des ehemaligen US-Präsidenten anschaue, dann gefallen
mir die Kanten an den Rotorblättern des Hubschraubers gar nicht, oder wurde das Foto mit
der nicht-APO Version aufgenommen (wenn es denn wirlich eine "echte" APO-Version gibt)?
Ich bleibe jedenfalls bei meinem Canon 2,8/300, außer mich springt mal ein Nikon 2,0/300 an,
für das ich keinen Kredit aufnehmen muß.
LG Christian