http://eye.de/tip_imagon.shtml hier kann man lesen, wie man den Imagon Effekt imitieren könnte. Falls man keine 400 bis 600 Euro lockermachen kann![]()
http://eye.de/tip_imagon.shtml hier kann man lesen, wie man den Imagon Effekt imitieren könnte. Falls man keine 400 bis 600 Euro lockermachen kann![]()
Die am Nachbartisch fotografieren sich mit einer Kamera. So ein altes Modell wo kein Telefon eingebaut ist.
Grüß Gott zusammen!
Ich bin ganz neu hier - per Zufall bei einer routinemäßigen Suche im Internet über "Imagon" auf den sehr interessanten Beitrag oben gestoßen. Ich selbst bin 1986 bei Dreharbeiten zu dem dem Film "Bo-Bolero" mit dem Imagon in Berührung gekommen und war sofort fasziniert von diesem wunderbaren Objektiv. Diese Abbildung auf einer Kinoleinwand...
Regisseur und Kamermann John Derek hatte ein Imagon 120 mm aus seinem Privatbesitz dabei, und von da an habe ich nach einem solchen Objektiv gesucht. Ich habe dann schließlich ein 90 mm Imagon gefunden - das nach Aussagen von Rodenstock nie gebaut wurde. Es war einmal geplant, für die Leica, was dann aber durch den 2. Weltkrieg nicht mehr verwirklicht wurde. Jetzt habe ich dieses Objektiv, aber nur eine Siebblende dazu. Wenn also jemand etwas über ein 90er Imagon weiß oder Teile dafür hat - da bin ich sehr scharf drauf!
ANsonsten werde ich mich hier mal umschauen und vielleicht auch etwas beitragen können.
Schamama!
Grüße aus Bayern -
Nikolaus
Hallo und herzlich willkommen hier bei uns, Nikolaus
LG
Henry
Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..
Da kann ich auch noch was zu beitragen:
http://eak-fotografie.com/bilder/Imagon01.jpg
Hallo Henry!
Danke für den sehr informativen Beitrag. Das Imagon 200 zählt seit kurzem auch zu meiner Ausrüstung. Allerdings habe ich noch keine Erfahrugen damit gesammelt. Mir fehlen aber nicht nur die Erfahrungen, sondern auch noch zwei Teile, die nach Deinen Ausführungen unverzichtbar sind: der Neutralfilter und die Streulichtblende. Wie Dir sicherlich bekannt, verfügt das Objektiv an seiner Front über kein Schraubgewinde. Daher wird es kaum passendes Zubehör auf dem Markt geben. Woher aber die nötigen Teile mit Steckverbindungen bekommen? Hier ist guter Rat teuer. Aber vielleicht hast Du eine Idee, ohne allzu teuer zu sein ;-)?
Mit besten Grüßen,
Joachim
Hallo Joachim,
zunächst einmal willkommen in unseren Forum.
Da ich die Unterschiedlichen Brennweiten und Ausführungsformen des Imagon nicht kenne, kann ich nicht sagen, ob sie alle die gleichen Fassungen für die Siebblenden bezüglich Durchmesser, Befestigung etc. besitzen und finde auch im Netz keine Hinweise dazu.
Was man aber desöferten mit etwas Geduld findet, sind die verschiednen Siebblenden oder sogar ganze Sets wie bei meinem Imagon.
Ich würde mir von einem Händler - wenn gerade mal etwas angeboten wird - die benötigten Informationen wie Durchmesser der Fassung, Befestigungsmöglichkeiten etc.. beschaffen und durch Informationsaustausch abklären, ob seine angebotenen Blenden, Filter oder Streulichtblende auf Dein 200er Imagon passen.
Ein Rückgaberecht kannst Du ja aushandeln, bzw. hast es ja für den Fall das es nicht passt, ohnehin.
Wenn Du das mit den passenden Durchmessern herausgefunden hast - und ich gehe davon aus, Du hast zumindest eine oder zwei Siebblenden - so sollte es doch eigentlich keine Schwierigkeit bedeuten, diese mit einem Meßschieber mal auszumessen und sich dann bei den Anbietern zu erkundigen.
Wir können natürlich auch mal abgleichen, ob die Siebblenden von meinem 120er ident mit denen Deines Imagon sind..
Das wäre der erste Schritt und Ansatz, den ich an Deiner Stelle verfolgen würde.
Sollte sich ein ND Filter und die Streulichtblende nicht finden lassen, so würde ich nach einer weiteren Siebblende suchen, mir diese "ausfräsen" lassen von einem feinmechanischen Betrieb und dort einen passenden Gewindering anbringen, in den dann wiederum eine entsprechende Streulichtblende oder ein ND Filter passen könnte.
Das wären meine Ideen dazu..
LG
Henry
Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..
Hallo zusammen!
Lebt das Forum noch? Ich habe vor 5 Jahren hier einen einzigen kurzen Beitrag geschrieben, sporadisch darin gelesen... zu dem 90 mm Imagon ist nie wieder etwas berichtet worden. Ich bin mittlerweile auch in der digitalen Fotowelt unterwegs. An meiner Sony 7R habe ich ein 200 und eben das 90 Imagon in Benutzung. Ich finde die Bilder mit dem 90er durchwegs... spannender, passender, auch wenn ich nur eine Siebblende dazu besitze. Ist vielleicht doch die "passendere" Brennweite für KB. Wobei ich es nicht mit einem 120er vergleichen kann. Seit kurzer Zeit beschäftige ich mich auch wieder mit dem Format 6,5 x 9, Plaubel Peco Junior, und in dem Format möchte ich jetzt sehr intensiv mit dem Imagon arbeiten. Ich hoffe, ich habe die Zeit dafür - mit entwickeln usw. ist es doch aufwändiger. Ich schaue jetzt wieder öfter rein... wenn sich etwas tut.
Bis dann - Nikolaus
Bei dieser Thematik interessiert mich aber sehr, wieso der Verlauf der Schärfe zur Überstrahlungs-Unschärfe anscheinend in beiden Richtungen (vor und hinter der Schärfenebene) gleichmäßig zu sein scheint.
Die sphärische Aberration einer Linse bedeutet ja, dass die Randstrahlen wegen der sphärischen Linsenoberfläche eine kürzere Brennweite haben als die in der Linsenmitte, daher sollte die Überstrahlungswirkung doch mehr auf die vor der Schärfenebene liegenden Bereiche zu sehen sein als auf die dahinter.
Oder?
Gruß, Michael
...
Geändert von arri (17.02.2025 um 13:57 Uhr)
Weil es bei einem Weichzeichner - und das Imagon IST ein Weichzeichner, was man spätestens beim Betrieb ohne Siebblenden erfährt - gar keine eindeutige Schärfeebene gibt.
Genau das war auch Rodenstocks Aussage zum Imagon.
""Die sphärische Aberration einer Linse bedeutet ja, dass die Randstrahlen wegen der sphärischen Linsenoberfläche eine kürzere Brennweite haben als die in der Linsenmitte, daher sollte die Überstrahlungswirkung doch mehr auf die vor der Schärfenebene liegenden Bereiche zu sehen sein als auf die dahinter.""
Und das wäre die Begründung zur fehlenden Schärfe - Ebene.
Die optimale Schärfe ist eindimensional, die versch. Brennpunkte aber machen das Ganze sozusagen "multidimensional"; eine präzise Defintion der Brennweite, welche ja in einer Ebene liegen sollte, ist somit nicht gegeben.
Was andererseits einen erweiterten Tiefenschärfebereich ergibt, welcher wiederum das Fokussieren erschwert, weil man sich durch die optische "Verschmutzung" durch die Aberrationen hindurchfokussieren muß.