Vor zwei Wochen machte ich am Samstag von meinem kleinen Dorf in der Ostheide (ich habe dort ein Haus) noch einen Spaziergang in die Feldmark und nahm mein neues, altes Spiegeltele 8/500mm mit, um erste Aufnahmen damit zu machen. Ein Stativ hatte ich fauler Hund vergessen mitzunehmen ("Das muß doch auch freihand gehen!") Ich muß wohl ein wenig geträumt haben, denn ich sah erst ca.80m neben mir plötzlich auf freiem Feld drei Kraniche hin und her stolzieren, die wohl auch geträumt hatten. Langsam die schußbereite Kamera heben, schnell fokussieren ("Verdammt schwierig ist das ja!") und schon waren ein paar Aufnahmen gemacht.
Jetzt hatten die scheuen Vögel mich auch gesehen; zwei flogen davon, einer blieb. Noch ein paar Aufnahmen, dann flog auch er weg.
Zuhause die Aufnahmen entwickelt: dieses Tele taugt überhaupt nichts! Alles unscharf trotz vermeintlich ruhiger Hand! So ein Mist! Und hätte ich doch bloß mein optisches 350er Tele mitgenommen und mindestens das Monopod!

Dies erinnerte mich an eine schon mehr als fünfzehn Jahre vergangene Gelegenheit, als ich, noch mit analoger Kamera T90 und 200mm Tele bewaffnet, denselben Weg entlang schlich, weil ich mehrere Kranichrufe gehört hatte. Und dann standen sie vor mir, vielleicht 100m entfernt. Das ganze Feld voller Kraniche! Ich begann zu zählen, brach bei einhundert ab und schätzte den Rest: 200 Kraniche !!! Aber ich wollte ja photographieren! Ich hob langsam meine Kamera - das war zuviel, ein Kranich flog auf - und 199 folgten ihm. Und keine Aufnahme im Kasten ! Frustriert, aber doch ein wunderbares Erlebnis.

LG
Hans-Joachim.

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(nicht nachgeschärft)