Man kann doch diese beiden Teile eigentlich überhaupt nicht vergleichen und zur Wahl stellen:
Der Winkelsucher ermöglicht einen Suchereinblick im rechten Winkel von oben oder einer anderen Richtung (er ist i.d.R. drehbar). Er wird z.B. benötigt bei einer Kamera ohne Klappdisplay, wenn man Makroaufnahmen in Bodennähe machen will. Dazu braucht man zusätzlich ein niedrig einzustellendes Stativ oder eine besonders ruhige Hand. Das dann sichtbare Sucherfeld ist klein. Ein anderer Einsatzzweck könnte sein, wenn man "um die Ecke" photographieren will.
Eine (optische) Displaylupe gestattet nur den Einblick in Objektrichtung (Motivrichtung) und dient zum manuellen Scharfstellen dort, wo dies (auch trotz digitaler Lupe) schwierig wird, z.B. bei längeren Teleobjektiven, die nicht so lichtstark sind, weil er die Suchermitte (die Displaymitte) optisch vergrößert. Das dann sichtbare Sucherfeld ist groß. Irgendwann kann man dann aber die Pixel zählen.
Allerdings gibt es bei manchen Displaylupen auch zusätzlich einen Lichtschacht mit umklappbarem Spiegel, aber meinen habe ich noch nie benutzt, weil mir das Ganze viel zu fummelig ist. Außerdem hat man dann keine Suchervergrößerung, sondern eben nur ein im rechten Winkel gespiegeltes Display.
Also: wenn benötigt, dann sollte man beide haben. Ich würde raten, sich erst einmal für den interessanteren Einsatzzweck das eine zu besorgen. Und wenn dann wirklich nötig, später auch das andere.
LG
Hans-Joachim.


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