Zunächst mal ist hier klar erkennbar, das die Lamellen verölt sind und aneinander kleben.
Dadurch endet jeder Versuch, die Blende zu betätigen zwangsläufig darin, das die Nieten der Blendenlamellen aus den "Drehführungen" rutschen werden.
Das bekommt man nur durch Demontage und Reinigung der Lamellen hin. Also ist hier der klassische Weg die Reparatur.
Das 300er Sonnar dürfte dem alten Olympia Sonnar 2.8/180mm entsprechen und an seine Leistung anknüpfen.
Ich stehe auf dem Standpunkt, das dieses Objektiv wie jedes andere höherwertige aus alten Zeiten auch, in die Reparatur sollte.
Letztlich ist es egal, aber wer A sagt ohne B zu machen, sollte sich vorher überlegen, ob er mit dem alten Material überhaupt noch fotografieren will.
Wenn das Objektiv nun nicht zu Olbrich geschickt wird, so muss es ja doch irgendwann, irgendwer machen und bezahlen.. einzig man selbst versucht dann die Kosten zu vermeiden, nimmt sich aber auch die Chance das Objektiv selbst mal in seiner Pracht zu erleben und auch einen höheren Wiederverkaufswert in Ansatz bringen zu können.
Von daher appeliere ich an alle, bei hochwertigen Objektiven - und um ein solches handelt es sich, auch wenn man es oft am Kaufpreis festmacht- die Kosten nicht zu scheuen.. irgendeiner muss es ja ohnehin zahlen und wenn, dann sollte schon der es machen, der es sich zugelegt hat.
Wenn man die Qualität des Sonnar 2.8/180mm zugrunde legt, so wird auch dieses 300er nicht schlechter sein. Ob es nun Sinn macht, eine derart schwere Hantel ohne Innenfokussierung mit sich herum zu schleppen, muss jeder selbst beantworten. Denn auch das bewegen der Unendlich schweren Gläser in dem Objektiv, die ja als ganzes bewegt werden, ist äußerst schwierig und schwergängig, gemessen an dem, was eine moderne Innenfokussierung wie etwa bei den größeren Canon FD Objektiven ermöglicht. Die läuft fast leicher als so manche kurze Festbrennweite..
Insofern würde ich das Objektiv entweder einschicken oder zu einem Preis weiterveräußern, der einem Käufer noch "Luft" für die Reparaturkosten läßt.
Bei diesen alten "Kloppern", die man eh nur selten mitschleppt und deren Kampfgewicht oftmals wirklich unschön ist, muss man so handeln.
Insbesondere gilt bei Anschaffungen den Einstandspreis immer so überschaubar zu halten, dass eine Reparatur gleich mit eingeplant ist.
LG
Henry


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