Sehr schön - nur die Rubrik stimmt nicht. Es ist weder ein Manuelles Objektiv - noch eine alte Kamera. Bitte verschieben!
Sehr schön - nur die Rubrik stimmt nicht. Es ist weder ein Manuelles Objektiv - noch eine alte Kamera. Bitte verschieben!
Ganz ruhig bleiben.Das von Dir genannte Canon EF ist nach Ausfall irgendeiner Funktion defekt und kann entweder keine Blende mehr einstellen oder der AF ist defekt. Das Nikkor hingegen ist ein um eine mechanische Kupplung erweite manuelle Linse, wie alle AF-D-Objektive. Die optische Rechnung blieb in fast allen Fällen gleich. Natürlich könnte man alle Nikkor AF-D-Objektive in den Tiefen der anderen Rubrik verschwinden lassen, auf nimmer wiedersehen. Aber gerade für die manuelle Fraktion sind diese Linsen wahre Schätzchen, so dass sie hier bleiben sollten. Meine bescheidene Meinung.
Es bleibt halt mal ein Autofokus ein Autofokus, und wenn er mangels Motor nicht als solcher werkeln kann, dann ist es immer noch ein Autofokus-Objektiv. Nur das sollte mein Canon EF- oder Nikkor AF- Anriss erklären.
Danke fuer den schönen Bericht, der fuer mich etwas zu spät kommt, da ich in den vergangenen Monaten diesen Bereich mit einigen 2.8 Festbrennweiten besetzt habe, die diesen Zoom wohl nicht das Wasser reichen können.
Was mich interessieren wuerde, ist, wie sich das Zoom bei 180mm gegen dein AI-s Nikkor schlägt ?
Vom Preis her scheint das Zoom ja sogar noch guenstiger zu sein.
Eine Antwort auf diese Frage war ich noch schuldig. Heute bin ich endlich dazu gekommen, beide Nikkore direkt zu vergleichen: Die Festbrennweite 2.8/180 ED und das Zoom 2.8/80-200 ED. Alle Bilder sind an der EOS 5D MkII vom Stativ mit Spiegelvorauslösung und Fokussierung per LiveView und 10x Vergrößerung gemacht.
2.8/180; f/2.8
2.8/80-200; f/2.8
Beide Bilder sind mit identischem Weißabgleich aus RAW umgewandelt. Man sieht deutlich, dass das Zoomobjektiv gelblicher abbildet. Dadurch ist der Kontrast bei den Wolken etwas erhöht (quasi wie mit einem Gelb- oder Orangefilter) während ansonsten die Kontraste vergleichbar sind. Die Vignettierung ist für mein Auge auf vergleichbarem (gutem) Niveau, eventuell einen kleinen Tick geringer bei der Festbrennweite. Bei beiden Objektiven ist sie praktisch verschwunden wenn man auf f/4 abblendet:
2.8/180; f/4
2.8/80-200; f/4
Für die Schärfe muss man auf diesem Niveau natürlich in die 100%-Ansichten gehen, um einen Unterschied zu sehen. Hier zunächst mal die Stelle nahe der Bildmitte, auf die fokussiert wurde:
2.8/180; f/2.8; 100%-Crop Mitte
2.8/80-200; f/2.8; 100%-Crop Mitte
Die Festbrennweite wirkt hier vielleicht durch den Blaustich minimal klarer aber bezüglich der Schärfe, Auflösung und der Kontraste kann ich eigentlich keinen Unterschied sehen. Beide bewegen sich auf höchstem Niveau, denn das sind immerhin ungefähr 4 km Luflinie mit 180mm Brennweite am Vollformat und mit Offenblende f/2.8. Die Kontraste sind nicht angehoben - wie man an den ungecroppten Bildern sehen kann, war es ziemlich dunstig. Bei Sonnenschein sind beide Objektive noch deutlich beeindruckender.
Einen Unterschied sieht man aber am Bildrand. Hier hat das 2.8/180 ED eindeutig die Nase vorn. Dabei ist das Zoom-Nikkor nicht mal besonders schlecht, aber ein diffuser Schleier legt sich dort über die Randbereiche während die Festbrennweite einfach brillant ist und schon bei Offenblende praktisch keinen Schärfeabfall zum Rand hin zeigt und nur ganz minimale grün/magenta-CAs produziert:
2.8/180; f/2.8; 100%-Crop Rand
2.8/80-200; f/2.8; 100%-Crop Rand
Bei f/4 erreicht das Zoom-Nikkor dann knapp die Randschärfe des 2.8/180 ED bei Offenblende, während dieses kaum mehr zulegt - viel besser kann es ja auch nicht mehr werden gegenüber Offenblende:
2.8/180; f/4; 100%-Crop Rand
2.8/80-200; f/4; 100%-Crop Rand
Zumindest auf größere Entfernungen würde ich also zusammenfassend sagen, dass das 2.8/80-200 ED selbst mit dem meiner Meinung nach herausragenden 2.8/180 ED einigermaßen mithalten kann bis auf den Aspekt Randschärfe bei Offenblende.
Es handelt sich sicher um einen Grenzfall: Wie Waalf schon richtig schrieb ist es ein Objektiv, das keinen eigenen AF-Motor hat sondern über eine mechanische Kupplung durch Nikon Kameras mit eingebautem AF-Motor fokussiert werden kann. Viel wichtiger aber: Aus den ausführlich erwähnten Gründen halte ich das Objektiv für den Bereich der MF-Fotografie für wesentlich interessanter als für AF-Fotografie. Wenn wir die Forumskategorien also so interpretieren, dass es um die Interessen der Leser geht, dann ist das Nikkor 80-200 hier richtig. Geht man rein formalistisch nach der AF-Eignung, dann müsste der Thread verschoben werden.
Ich will weiß Gott hier kein Fass aufmachen ... aber falls bei meinem 24-70 L nun der AF ausfallen sollte oder der AF-MF-Schalter auf MF steht oder ich es eh dauernd mit MF nutze - sollte ich es also als MF vorstellen? Ich glaube: nein.
Sicher, ein Grenzfall, aber selbst ein Nikkor mit Motor ist an meiner Canon nur ein MF. Wo liegt denn nun die "Grenze"?