Hallo Petra,
schön mal wieder was von Dir zu hören.
Du meinst vermutlich eine LCD Sucherlupe 3x, die von hinten am LCD montiert, die Betrachtung des LiveView-Bildes und damit auch des Schärfepunktes bei hellem Tageslicht gestattet.
Diese LCD Lupen werden inzwischen von vielen Anbietern beworben..
schau mal in den DCC Shop und gib dort "LCD Sucherlupe" ein..
http://www.digicamclub.de/misc.php?d...emplate=astore
Du wirst eine Menge Angebote dazu finden. Ich hätte meine eigene Lupe, die für die 5D MKII angeschafft wurde noch herumliegen, weiß aber nicht, ob ich sie für einige kritische Motive nicht doch nochmal zu Einsatz bringe.. auch weiß ich nicht, ob sie an Deine 550D passt.
Knackig scharfe Bilder kannst Du eigentlich mit hochöffnenden Objektiven an so kleinen Suchern der DSLR kaum erreichen. Mit einem 1.2er Objektiv z.B. ist der Schärfentiefebereich so knapp, dass es z.B. im Nahbereich aus der Hand um Teile eines cm geht, die über Erfolg oder Mißerfolg damit entscheiden.
Wird die Motivdistanz größer, so weitet sich auch die Schärfentiefe aus.. Du kannst dies gut an der Blendenskala nachvollziehen. Links und rechts neben dem "Mittenindex" findest Du die Blendereihe des Objektivs aufgedruckt.. hier kann man, stellt man beispielsweise Blende 8 am Objektiv ein und das Unendlich Symbol auf die rechts neben der "Indexmarkierung" aufgedruckte 8, an der linken 8 den Beginn des Schärfenbereiches ablesen...
Dreht man nun den Fokusring, in den Nahbereich, so kann man erkennen, dass der Schärfebereich immer kleiner wird.. wo vorher mehrere Meter waren, sind es nun nur noch wenige Teile eines Meters, die in den Schärfebereich fallen. Eine sehr anschauliche Sache an den alten Objektiven.
Bei f1.2 sind diese Werte meist gar nicht aufgedruckt, weil der Schärfentiefebereich viel zu extrem ist, um das noch darzustellen auf dem Index.. es sind nur cm.. abhängig vom Motivabstand.
LiveView und eine LCD Sucherlupe helfen in VErbindung mit der 5 x oder 10 x elektronischen Suchervergrößerung schon sehr viel weiter.
Erst beim Einsatz von großen Suchern, wie sie in der 7D oder den darüber angesiedelten Kameras wie der 5D oder neuer kommt man mit einem fein abgestimmten Sucher zu dem gewünschten Erfolg bei Offenblende.. obgleich das oft zunächst verblüffende Effekte ergibt, da von einem "rundherum" knackigen Bild nie die Rede sein kann.. die Schärfe kann dann auf nur einem Auge liegen bei einem Portrait.. und das zweite Auge schon deutlich unscharf sein... das gibt interessante Freistellugen.. und kann in Menschengruppen hervorragend zu Isolation einer Person aus einer großen Menschenansammlung genutzt werden, deren Persönlichkeitsrechte am eigenen Bild nicht berührt werden sollten. Insofern ist "knackig scharf" im Sinne von alles scharf ohnehin nicht zu erreichen, es sei denn, man hat entsprechende Motivabstände und starke Abblendungen in der Situation.
Die Abdunklung von Einstellscheiben ab f5.6 ist eigentlich eine normale Geschichte, denn die Scheiben wurden früher an Kameras genutzt, mit denen bei Offenblende scharf gestellt wurde, die Kamera die Abblendung im Moment der Auslösung mechanisch für den Menschen schloss. Diesen "Luxus" gibt es im Umgang mit dem manuellen Altglas leider nicht mehr... einige Hersteller wie Zeiss mit den neueren manuell zu bedienenden Objektiven, oder auch die Firma Voigtländer bieten dies, da sie die elektronischen Informationen zur Blendenschließung (statt wie früher mechanisch) nun über ihre Kontakte die eingestellten Blendewerte an eine Elektronik im inneren ihrer Objektive senden, woraufhin diese dann die Blendenschließung im Moment der Aufnahme durch einen Stellmotor vornimmt.
Mit richtigem Altglas geht dies aber nicht.. da heißt es.. bei Offenblende Fokussieren, abblenden , auslösen.. oftmals dann leicht verzogen und schon ist zudem nichts mehr mit "knackig scharf" bei Offenblende... leider.




Zitieren