Guten Abend allerseits!

Ich bin auch einer der "seltenen" Nikonianer, der das 2.8/135er Pentacon (allerdings eine Springblendenvariante mit viieeel weniger Lamellen!) nikontauglich geschliffen hat! Da ich auf Film mit dem Ding nie wirklich zufrieden war, bin ich das Risiko einer OP eingegangen. Weil mein Exemplar mit M42 Gewinde und leider nicht mit dem "DDR-Adapt-All" Bajonett
ausgestattet war, musste ich den Schneckengang versenken und einige Anschläge wegschleifen, um unendlich zu erhalten. Dann habe ich noch aus einem M42/Nikon-Adapter die Ausgleichslinse entfernt, und hatte danach ein kompaktes, lichtstarkes und überraschend leistungsfähiges Objektiv zur Verfügung. Das Experiment habe ich übrigens nur gewagt, weil die Pentaxianer im DSLR-Forum sich lobend über ein adaptiertes Objektiv dieser Art geäussert hatten. Letztlich bei mir ist aber ein Tamron 2.8/135 eingeflogen, was optisch nicht schlechter (nur anders) ist, und eine kürzere Naheinstellung und Springblende bietet. Das hat das Pentacon den Stammplatz im Rucksack gekostet. Wenn der Adaptall2 (ich hab' nur den einen) allerdings auf dem 90er Makro sitzt, dann darf die antike Optik aus Dresden doch mit... Dann bin ich wunderbar "entschleunigt" und mit dem Belichtungs-komfort früherer Tage unterwegs, bekomme aber im Regelfall Ergebnisse, die ich diesem eigentlich schon abgeschriebenen Objektiv nicht zugetraut hätte. Um diese Leistungeb zu erzielen, muss man meiner Meinung nach im Zoombereich schon einiges an Geld und Gewicht auffahren. Die Nachteile sind aus meiner Sicht nur die schwache Naheinstellgrenze von 1.7 Metern und eine zunehmende Farbabweichung beim Abblenden (wie auch bei meinem Helios 44 übrigens), wo subjektiv komplette Kanäle abtauchen. Das läßt sich aber digital noch richten. Lo-Cas gibts selten, die anderen gar nicht, das macht schon Spass das Ding...

Holger