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Thema: Umbaudiskussion zum Minolta Rokkor 2/45mm

Hybrid-Darstellung

  1. #1
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    Standard AW: Umbaudiskussion zum Minolta Rokkor 2/45mm

    @Henry:
    Danke für die ausführliche Antwort.
    Ich habe nicht vor, meine konvertieren Objektive zu verkaufen, aber es ist trotzdem gut zu wissen, dass es sich nicht lohnt.
    Schließlich muss ja nicht jeder die gleichen, schlechten Erfahrungen machen und dabei Zeit und Geld verlieren

    Richtig hochwertige Objektive (die anders nicht an die DSLRs zu bringen sind) stellen natürlich eine Ausnahme dar, aber wenn man da das Risiko, das nötige "Startkapital", die Reinigung / Instandsetzung, die benötigte wahnsinnige Präzision etc. miteinrechnet, ist das auch keine gute Geschäftsidee. Und optische Schätze konvertieren und dann hergeben ist schwer.

    Ich weiß übrigens, dass das 2.8/28 noch zu den Standard-Kitobjektiven von damals zählt, aber man muss sich ja langsam hocharbeiten. Wenn der Umbau auch sauber klappt, ist vielleicht mal eins der besseren Minolta-Objektive dran.

  2. #2
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    Standard AW: Umbaudiskussion zum Minolta Rokkor 2/45mm

    Sieht so aus, als hätte das mit dem "besseren Minolta-Objektiv" schneller geklappt als gedacht.

    Bevor ich mich aber da dran wage, wird erst einmal besseres Werkzeug und neue m42-Adapterringe gekauft, und ein ruhiges Wochenende abgewartet.
    Scheint eine gute Entscheidung gewesen zu sein, das 2/45er noch nicht zu "vollenden", eventuell lässt sich die Konvertierung 1:1 übertragen.
    Wenn ich das richtig gesehen habe, sind sogar die Positionen der Schrauben alle identisch.

  3. #3
    petsch
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    Standard AW: Umbaudiskussion zum Minolta Rokkor 2/45mm

    Nur mal so am Rande, es passt hier nur zu 10 Prozent dazu:
    umgebaute Objektive werden ggf. von Werkstätten auch nicht mehr gewartet. Beispiel: Z.Z. werden einige ungebrauchte Meyer Optik Görlitz (das Neue und zugleich Letzte von 1993 aus Treuhandlagern) 2.8/135 MC, Praktica-B-Bajonett bei Ebay für 39 Euro mit einem Umbausatz auf M42 angeboten. Solange das Objektiv noch auf B-Bajonett unverändert steht, nimmt es die Werktstatt in Görlitz zum Reinigen, auswaschen und neu Fetten noch an, sobald man das B-Bajonett gegen den M42-Adapter ausgetauscht hat, wird die Annahme (m.E. gerechtfertigt) abgelehnt.
    Solange man für sich selbst zum eigenen Gebrauch dran herum schraubt, habe ich da auch nichts dagegen. Wer aber mal bei Ebay ein solches "Selbst-ZERschrauber" von Privat ohne Rückgaberecht gekauft hat, wird mich hoffentlich verstehen, dass ich das nicht gut finde.
    Ich habe auch an Optiken herum gebastelt, aber die sind alle noch hier in einem Schrank im Keller, die habe ich keinem mehr zugemutet.

  4. #4
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Standard AW: Umbaudiskussion zum Minolta Rokkor 2/45mm

    Zitat Zitat von petsch Beitrag anzeigen
    Nur mal so am Rande, es passt hier nur zu 10 Prozent dazu:
    umgebaute Objektive werden ggf. von Werkstätten auch nicht mehr gewartet. Beispiel: Z.Z. werden einige ungebrauchte Meyer Optik Görlitz (das Neue und zugleich Letzte von 1993 aus Treuhandlagern) 2.8/135 MC, Praktica-B-Bajonett bei Ebay für 39 Euro mit einem Umbausatz auf M42 angeboten. Solange das Objektiv noch auf B-Bajonett unverändert steht, nimmt es die Werktstatt in Görlitz zum Reinigen, auswaschen und neu Fetten noch an, sobald man das B-Bajonett gegen den M42-Adapter ausgetauscht hat, wird die Annahme (m.E. gerechtfertigt) abgelehnt.
    Solange man für sich selbst zum eigenen Gebrauch dran herum schraubt, habe ich da auch nichts dagegen. Wer aber mal bei Ebay ein solches "Selbst-ZERschrauber" von Privat ohne Rückgaberecht gekauft hat, wird mich hoffentlich verstehen, dass ich das nicht gut finde.
    Ich habe auch an Optiken herum gebastelt, aber die sind alle noch hier in einem Schrank im Keller, die habe ich keinem mehr zugemutet.
    Ist ja nett, das Du nichts dagegen hast, wenn jemand an seinen Objektiven "schraubt".. vielen Dank dafür. Ob aber nun eine Werkstatt in Görlitz noch Praktica B- Objektive annimmt oder nicht.. peng. Die ehemaligen DDR Objektive zeichneten sich ja nicht gerade dadurch aus, technische Wunderwerke gewesen zu sein, die man nicht auch selbst reparieren kann und es sind hinreichende Erfahrungen in Bezug auf das Öffnen und Überholen dieser Scherben im Netz verfügbar. Darüber hinaus gibt es genug Leute, auch hier im Forum, die derartige Dinge beherrschen, so dass die Käufer der Scherben nun nicht ins "bodenlose" fallen und der Kauf von umgebauten Objektiven höhere Risiken bergen würde, als der von "unberührten" Objektiven.

    Genau genommen halte ich diese Haltung für einen absoluten "Schmarrn". Wer sich die Mühe macht, ein Objektiv umzubauen, der macht dies entweder an funktionsfähigen Objektiven, weil er sie nutzen will, oder repariert/überholt diese Objektive quasi "en passent". Wenn Du mal in den Bereich der Reparatur und Pflege hier im Forum schaust, wirst Du massenhaft Beiträge finden, in denen Leute akribisch Dinge wie verölte Blenden, Gleitlager oder sonstige Macken an Objektive selbst beseitigt haben.
    In den meisten Fällen kommen dabei nämlich Objektive heraus, die vom technischen Zustand besser sind, als vor der Operation.

    Vielleicht solltest Du mal ein wenig lesen in dem Bereich, bevor Du Deine unreflektierte, nach meiner Ansicht, unterschwellig provokante Meinung gerade in diesem Forum zum Besten gibst, wo vieles gerade im Bereich der Pflege, Reparatur und Umbauten läuft.

    Wenn Du solche Objektive nicht kaufst.. in Ordnung, Deine Sache. Aber die meisten sind schon "erwachsen" genug, sich selbst bei einem Kauf für oder gegen einen Umbau zu entscheiden, den sie vielleicht nicht einmal selbst durchführen können.

    Und was ein

    ..solches "Selbst-ZERschrauber"
    sein soll.... naja, schon grenzwertig der Begriff.

    Von den eigenen auf die handwerklichen Fähigkeiten anderer zu schließen.. weiß nicht. Gut scheint es dann aber, dass die Einschätzung dieser eigenen Fähigkeiten dazu führte, Objektive im Keller-Schrank vergammeln zu lassen.

    Verrückte Logik..
    Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..

  5. #5
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    Standard AW: Umbaudiskussion zum Minolta Rokkor 2/45mm

    @petsch: ich sehe das etwas entspannter was Umbauten angeht, schließlich gibt es bei den meisten dieser Objektive schon seit 20-30 Jahren keine Garantie / 'offizielle' Wartung mehr. Reinigung und Reparatur kosten beim Profi ähnlich viel wie das Objektiv selbst. Na und?

    Das Basteln macht doch einen Teil der MF-Erfahrung aus. Natürlich stimme ich dir zu, dass man ruinierte Objektive nicht wieder verkaufen sollte, aber ein modifiziertes Objektiv, das gut funktioniert und gute Bilder liefert - wieso nicht?

    @alle: dieser Thread war eigentlich für den Umbau des 2/45mm Rokkor gedacht, sollte das 'modifizierte Objektive verkaufen'-Thema noch weiter für Gesprächsstoff sorgen, verschieben wir das am besten in einen neuen Thread.

  6. #6
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    Standard AW: Umbaudiskussion zum Minolta Rokkor 2/45mm

    @Henry:
    Ja genau, das war als kurze Frage gedacht. Wenn das auch für andere ein interessantes Thema ist, lohnt sich ja ein neuer Thread dazu, eventuell inkl. Verschieben der Posts.

    Den finalen Umbaubericht gibt es, sobald final umgebaut wurde
    Wie bereits erwähnt kaufe ich erst einmal neues Werkzeug ein, dann geht es weiter.

  7. #7
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    Standard AW: Umbaudiskussion zum Minolta Rokkor 2/45mm

    Die M1,6 und M2,0-Gewindebohrer plus Schrauben und Kernlochbohrer sind bestellt. (m3, die nächste Größe die ich hatte, war einfach zu groß).

    Laut dem ausführlichen Konvertierungsvideo hier sind die Gehäuseschrauben ebenfalls M1,6, was bedeutet, dass ich eventuell die für meine Zwecke möglicherweise zu kurzen Gehäuseschrauben mit neuen, längeren M1,6x0,35 ersetzen kann.
    Da Minolta ein breites Spektrum an Objektive fast identisch gebaut hat, was das Bajonett angeht, könnte das auch bei vielen anderen Minolta-Objektiven der Fall sein, ich prüfe das aber nochmal.

    Außerdem habe ich, angeregt durch das Video, eben schnell die Justierung des Objektivs geändert:

    Beschriftungsring herausdrehen - durch die versenkte Linse mit einem Gummiring ein Kinderspiel.

    Genau die 3 der 6 Schrauben entfernen, die das Frontteil halten:
    Name:  b1..jpg
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Größe:  44,1 KB

    Justierung ist nun mithilfe der 3 äußeren Schrauben möglich:
    Name:  b2..jpg
Hits: 394
Größe:  48,3 KB
    (Mehr dazu gibts woanders im Forum oder im verlinkten Video auf Englisch)


    Dieses silberne Teil hier, das nach unten ins Objektiv steht, verhindert eine weitere Justierung über das hinaus, was man an orginalen Minolta-Kameras gebraucht hätte. Damit gewinnt man bereits ~0,4mm mit der Justierung - jeder Zehntelmillimeter, den man mehr haben möchte durch seine Justierung muss man dort erst kürzen.
    Name:  b3..jpg
Hits: 388
Größe:  25,2 KB

    Aber in meinem Fall haben die 0,4mm mehr bereits eine spürbare Verbesserung gebracht:
    Name:  IMG_9520_2..jpg
Hits: 398
Größe:  52,4 KB
    Canon 1000D, iso800, 2sek bei Offenblende @ f/2.0

    Das heißt also erst einmal: die Justierung auf unendlich abschließen.
    Aber nicht mehr heute Abend ..

    Der EF-Turm wird halbwegs sicher vom aufgeschraubten MD-Bajonett-Teil gehalten, aber das ist natürlich keine Dauerlösung. Die Blendenmechanik ist ebenfalls noch nicht eingebaut. Außerdem habe ich ja mit dem Rokkor 24mm f/2.8 einen neuen und ausgezeichneten Konvertierungskandidaten, dessen Bajonettrückseite komplett identisch zum 2/45 ist - das könnte spannend werden.
    Geändert von CChris (17.03.2011 um 22:40 Uhr)

  8. #8
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Standard AW: Umbaudiskussion zum Minolta Rokkor 2/45mm

    Zitat Zitat von CChris Beitrag anzeigen
    ...................

    Dieses silberne Teil hier, das nach unten ins Objektiv steht, verhindert eine weitere Justierung über das hinaus, was man an orginalen Minolta-Kameras gebraucht hätte. Damit gewinnt man bereits ~0,4mm mit der Justierung - jeder Zehntelmillimeter, den man mehr haben möchte durch seine Justierung muss man dort erst kürzen.
    Name:  b3..jpg
Hits: 388
Größe:  25,2 KB

    ............
    Und genau davon würde ich eindringlich raten, die Finger zu lassen. Es sieht so aus, als sei dies ein Teil der Geradführung des Helicoids. Wenn diese, von Dir "Teil" genannte Führung in irgendeiner Weise "gekürzt" wird, passiert nämlich als einziger Effekt, dass der Helicoid nur noch bis zu einer bestimmten Stelle in seiner Nut geführt wird und danach die optische Baugruppe sich aus dieser Geradführung löst und das Objektiv hin ist, weil es nicht gelingen kann, den Drehwegbegrenzer so zu verändern, das der innere Teil des Helicoids in seiner Führungsschiene verbleibt. Er wird sich in die eine oder andere Richtung dann herausdrehen, vorzugsweise bei Auszug des Objektivs in Nahbereichseinstellung.

    Ich empfehle dringend, hier keine Veränderungen in irgendeiner Weise an diesem "Teil" vorzunehmen oder auch nur Empfehlungen auszusprechen, wenn man die Auswirkungen nicht überblicken kann.

    Denn was Du Dir in Richtung Unendlich damit holst, verlierst Du im Nahbereich, weil eben der Helicoid "abgleiten" wird aus der Führung !!
    Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..

  9. #9
    Spitzenkommentierer Avatar von Loeffel
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    Standard AW: Umbaudiskussion zum Minolta Rokkor 2/45mm

    Ich stimme Henry zu, was die Funktion dieses Teils angeht. Hier zum Vergleich nochmal das Innenleben des MD Tele Rokkors 3,5/135:

    Name:  Minolta_1491..JPG
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Größe:  335,3 KB

    Das sieht doch recht ähnlich aus. Diese Teile (hier rot eingekreist) dienen der Geradführung und bilden den Anschlag für die Nahgrenze. Durch Entfernen dieser Geradführungen läßt sich der Helicoid komplett auseinanderdrehen, was mir aus Versehen passiert ist. Ich habe ja dann - eher durch Zufall - die fehlenden Millimeter durch falsches Eindrehen des Helicoids erhalten. Diese Geradführungen selbst habe ich nicht verändert und würde es auch nicht empfehlen.
    LG
    Stefan

    Sony A7, A6700, A6500, VNEX
    VIELE Yashica ML's + ein paar Praktina-Objektive, Nikkore und Tokinas

    Endlich: loeffel auf flickr
    Yashica Objektive auf olypedia.de

  10. #10
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    Standard AW: Umbaudiskussion zum Minolta Rokkor 2/45mm

    Ich habe mir das ganze nochmal am Objektiv angesehen. Wenn ich mich nicht wirklich irre, dann habt ihr zwar generell Recht, aber ich kann diese Modifikation trotzdem problemlos durchführen.

    Der Innentubus muss auch bei Nahgrenze von diesem Bauteil erreicht und sicher gehalten werden, dann funktioniert alles, richtig?
    Nun, bei Fokus-Nahgrenze am 2/45 ist die Distanz von der oberen Kante des Bauteils (das ja nach unten gerichtet verbaut ist) bis zum Bereich, ab dem das Bauteil in der Führung des Innentubus verschwindet genau 4,3mm. (Mit maximaler Justierung ohne Modifikation)
    Das gesamte Bauteil ist aber ~6,5mm hoch, das heißt:
    selbst nach Abzug der Toleranzen verbleiben 2mm des Bauteils in der Führung des Innentubus.

    Name:  t1..jpg
Hits: 267
Größe:  50,5 KB
    (das Bauteil ist umgedreht verbaut)

    Ich sehe nun keinen Grund, wieso man von diesen 2mm nicht <0,5mm kürzen kann, ohne
    Probleme bei der Mechanik zu bekommen (!).
    Das heißt, es ist zwar generell nicht ungefährlich, aber in diesem Fall machbar, oder?

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