Ist doch eigentlich ganz einfach:
Bei Offenblende misst eine Kamera das einfallenden Licht, solange es keinen elektrischen Kontakt zum Objektiv vorfindet, das ihm eine Anfangsblende mitteilt. Das war auch schon bei analogen SLRs der Fall, wenn keine mechanischen Indikatoren da waren, welche Blende grad eingestellt ist. Hierzu dienten früher die Hebelchen und "Nasen" am Objektiv.
Dabei wurde der Kamera die Anfangsöffnung mitgeteilt, und jede Blendenverstellung am Objektiv korrespondierte mit dem Beli der Kamera.
Heute übernimmt der Chip in den elektrischen Leitungen des Objektivs diese Funktion. Er teilt der Kamera über ein "genormtes" Steuerungsprotokoll die Anfangsblende mit und gibt bei Blendenänderung der Kamera den jeweilig erhöhten/erniedrigten Abblendwert (inkrement/dekremental-Geber) mit. Dies gilt bei Automatik - Objektiven, die eine elektronische Steuerung der Blende haben. Zu dieser Gattung gehört das Voigtländer, zumindest das von mir testweise benutzte Voigtländer APO Lanthar SLII, das Ultron vermutlich ähnlich..
So erfährt also der Beli, was Du grad an der Kamera eingestellt hast in Bezug auf die Blende und schließt mit seinem Motor die Blende bei Auslösung.
Was Du weiterhin allerdings direkt einstellen musst, ist der Fokusring, da es sich um ein teilmanuelles Objektiv handelt, das keine AF Funktion besitzt.
Diese Mimik gilt, soweit ich weiß, auch für die gesamte neuere Zeiss Palette..
LG
Henry


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