Gratulation zur gelungenen OP! Das Zerlegen ginge ja, aber dann... ich finde es toll.
Ich habe auch ein altes 2,8/135 Zebra, das sehr verschmutzt ist, ev. werde ich es auch wagen. Du hast mir Mut gemacht.
Gratulation zur gelungenen OP! Das Zerlegen ginge ja, aber dann... ich finde es toll.
Ich habe auch ein altes 2,8/135 Zebra, das sehr verschmutzt ist, ev. werde ich es auch wagen. Du hast mir Mut gemacht.
LG PETER (Freund manueller Objektive)
Sony A7 & A7 IV, A77II, Nex5n, Panasonc FZ1000 & LX7,
Fuji S2pro & S9600
Objektive von 14mm - 500mm (auch mit Autofokus)
https://www.flickr.com/photos/asahitak/
Das 135er Pentacon electric ist ein recht verbreitetes und beliebtes Objektiv. Leider neigt die werksmäßige Schmierung mittlerweile zum verharzen, weshalb ich hier eine kleine Anleitung geschrieben habe.
1. Focus auf unendlich, Blendenautomatik und Offenblende einstellen.
2. Vier Schrauben entfernen und vorsichtig die Rückseite abheben.
3. Blenden-Einstellring abziehen. Bei Offenblende sollte die Einkerbung im Ring genau über den Nippel am Objektiv stehen.
4. Einstellschraube lösen und das ganze rückwärtige Ende abschrauben.
5. Vom rückwertigen Ende den Fokus-Einstellring und vom Einstellring den Mitnahmehaken abschrauben.
6. Ihr solltet jetzt fünf verschiedene Baugruppen haben. Nachdem ihr alles gründlich gereinigt habt, geht es jetzt wieder an den Zusammenbau.
7. Das rückwärtige Ende wieder aufschrauben und zwar so, daß die Unendlichkeitsmarke mit der Lücke für den Mitnahmehaken übereinstimmt.
8. Den Fokus-Einstellring bis zum Anschlag aufschrauben und wieder zurückgehen, bis die Markierung auf der Unendlichkeitsmarke liegt.
9. Mitnahmehaken anschrauben und Einstellschraube eindrehen. Der Fokus-Einstellring sollte jetzt von der Unendlichkeitsmarke bis zur Naheinstellgrenze (1,7m) gehen und dort stoppen.
10. Blenden-Einstellring mit der Einkerbung über den Nippel legen und herabdrücken. Mitnahmehebel der Rückseite an den Blendenhebel einhängen und die Rückseite herabdrücken. Blende auf manuell stellen und ihre Funktion überprüfen. Wenn alles klappt, die Rückseite mit den vier Schrauben befestigen. Herzlichen Glückwunsch.
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Hallo!
Ich habe mir vor kurzer Zeit mein erstes "analoges" Objektiv gekauft. Es ist die 2. Version des Pentacon 135mm mit den sagenhaften 15 Blendenlamellen.
Ich fotografiere erst seit 2 1/2 Jahren, angefangen mit einer kleinen Canon 1000D und zahlreichen Zoomobjektiven bis hin zur 5D/2 mit mehreren Festbrennweiten. Eine neue Entwicklungsstufe ist jetzt also das Ausprobieren von manuellen Festbrennweiten.
Wenn man sich dazu entschließt, ist es wie ein kleiner Neuanfang. Man muss sich natürlich in die Thematik einlesen, herausfinden was adaptierbar ist und welches Objektiv überhaupt gute Leistung bringt. Dann Preise checken usw. Ich muss sagen, ohne dieses Forum hier hätte ich das nicht so einfach geschafft. Es ist wirklich Gold wert, was man hier so alles findet. Vielen Dank für diese Pionierarbeit!
So jetzt aber zurück zum Objektiv. Es kommt höchstwahrscheinlich aus meiner Heimat Sachsen, was der größte Pluspunkt ist. Dann ist es erstaunlich robust und die Schärfe ist auch in Ordnung.
Der manuelle Fokus ist am Anfang schon gewöhnungsbedürftig. Der AF-Confirm Chip arbeitet nicht immer genau, aber wenn es schnell gehen muss reicht es aus. Bei genauen Arbeiten, kann man dann auf den Liveview zurückgreifen und alles ist gut.
Am Wochenende war ich damit am Rhein und dort bin ich Wildgänsen hinterher gestelzt. Näher kam ich leider nicht ran, weil sie dann auf ihre blöde Insel fliegen mussten.
Man kann also schon, mit etwas Glück und Geschick, schnelle Objekte fotografieren. (Also im Originalbild sieht man es eindeutig, dass die Schärfe auf den Gänsen liegt) Ein Autofokus hätte wahrscheinlich sogar daneben gegriffen. hehe Meine anfänglichen Zweifel gegenüber dem fehlenden AF waren also nicht völlig berechtigt.
Dann habe ich natürlich noch ein Bild dieser typischen niederrheinischen Weidezäune gemacht, um die Bokehfähigkeiten zu testen.
Genau dafür habe ich mir dieses Objektiv zugelegt. Es ist erstaunlich, wie gut der Schärfeverlauf ist. Das Teil macht wirklich süchtig und ich habe schon tausende Pläne im Kopf, was ich damit alles anstellen möchte. Die Schärfe passt eigentlich auch, klar ist es weicher bei Offenblende, aber einen Unterschied auf Ausgabegröße sehe ich ich nicht. (Gibt wahrscheinlich auch Qualitätsunterschiede) Bei diesem Bild hat der AF-Confirm vollständig versagt. Die Schärfeebene ist so schmal, da hilft nur Liveview oder ne bessere Mattscheibe.
So das waren meine ersten Eindrücke. Momentan bin ich sehr zufrieden mit dem Pentacon und doch sehr überrascht, was solche alten sächsischen Objektive leisten können.
Jetzt schaue ich mich erstmal nach weiteren tollen Altgläsern um...der Virus hat mich infiziert.
Hallo und herzlich willkommen in der "Krankenstation"..
Problematisch ist hier nur, das es keine Ärzte gibt, die Dich vom Virus heilen werden, denn die sind selbst angesteckt.. Diagnose: Unheilbar.
Wünsch Dir einen angenehmen Aufenthalt und erfolgreiches Schmökern hier im unendlichen Universum des manuellen Alglas-Lagers.
Oftmals ist es ein langer Weg, bis man "seine" Linsen gefunden hat und häufig mit erheblichen Kosten verbunden.. aber es macht Spaß und solange man nicht das Fotografieren beim Ausprobieren und Testen "verlernt", bietet das Altglas eine Menge Aspekte, die die fotografische Arbeit bereichern und den eigenen Werkzeugkasten der Kreativität erweitern.
In dem Sinne viel Erfolg beim Suchen Deiner "Lieblinge"..
LG
Henry
Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..
Hallo DGE-DSLR,
willkommen im Altglas-Container.
Hier im DCC bist Du im richtigen Verein gelandet. ...
Das 135iger Pentacon ist schon mal ein guter Einstieg - da wäre ein lichtstarkes Normalobjektiv und ein WW eine erste nette Ergänzung.
Gruss Fraenzel
Hallo Jan,
herzlich willkommen hier im DCC, es freut mich das Du so zufrieden bist mit dem Pentacon von mir. Wie ich sehe ist das Pentacon in guten Händen bei Dir.
LG
Thomas
"Klar war die Ausrüstung teuer und ich mache keine besseren Bilder dadurch...aber ich habe jetzt mehr Spaß an meinen schlechten Bildern... " (Heiko Kanzler)
Danke an alle für die Begrüßung!
Hm gut also keine Heilung in Sicht. Ich muss aber auch gestehen, dass ich doch sehr pragmatisch veranlagt bin. Das 135er habe ich mir nur geholt, weil das 135er von Canon viel zu teuer ist und ich aber unbedingt die Brennweite ausprobieren wollte. Man kann also auch noch Geld sparen und bekommt etwas, was meiner Meinung nach viel mehr Wert ist.
Alte Normalbrennweiten finde ich nicht so interessant, weil man schon mehr Geld investieren muss, damit sich das lohnt. Ich habe ja schon das Canon 40mm 2.8, was nur schwer zu ersetzen ist.(Auch wenn euch diese Aussage vielleicht nicht gefallen wird. ) Ich träume jetzt nachts immer von Leica Objektiven und wache mit vollgesabberten Kissen auf. So ein Summicron wäre schon was feines... Das Olympus 50/1.4 klingt auch ganz gut. Mal sehen...Man muss es wohl als Geldanlage sehen, denn der Wert fällt ja nur, wenn man es unglücklich fallen lässt.
Ein WW ist da schon interessanter. Gibt es da einen Tipp für die 5D im Bereich zwischen 20 und 30mm?
Und dann noch ne Frage: Wurden denn auch die Pentacons (vorher Meyer Optiken) in Görlitz hergestellt oder haben sie die Produktion verlagert?
Und ja auch vielen Dank an Kilgore72, der mir sein tolles Objektiv für einen fairen Preis überlassen hat und mir aus Versehen noch einen Adapter und ein Cuttermesser (Damit ich mich nicht über fehlende Schärfe beklagen kann. He he! Sehr ausgefuchst!) mitgeschickt hat.
richtig steigern wird man die freude an manuellen Obejtkiven erst in verbindung mit einer schnittbildscheibe.
ich habe mit einer 400D angefangen, da student und arm habe ich mich am enfang nach günstigen linsen alternativen umgesehen und kam dann auch schnell auf dieses forum. hinzu kommt wie bei dir der persönliche bezug den man doch damit verbindet (auch ein sachse). Nach und nach hab ich dann die verschiedensten sachen ausprobiert um die focusierung zu verbessern. das erste war der chip mit der AF-Freischaltung der elektronik der kamera. da die 400D kein liveview hatte musste eh alles über das okular passieren. Dann kam eine sogenannte sucherlupe zum einsatz - von canon orginal angeboten - aber leider ist das ding viel zu klein und dunkel, so kam es wieder weg und ich versuchte ein paar alte sucherlupen anderer kamerahersteller (pentax, praktica) die wesentlich besser funktionierten und heller waren. Aber immernoch unhandlich und nicht die ideale lösung. dann machte mich ein user auf die verwendung von schnittbildscheiben aufmerksam (focusingscreens) und ich probierte gleich zwei aus (dopplecut und tribblecut45°)da sie in china ganz günstig sind - es gibt aber auch sehr hochwertige hersteller. bei mir bieb der mit 45°.
Das war dann der eigentliche beginn bei mir und ich bin auf eine art dankbar das die 400D kein liveview hatte und auch der sucher bei ihr sehr klein und dunkel ist. Ich besorgte mir lediglich noch eine augenmuschel und lernte von fortan das fotografieren.
Und es passiert immer häufiger das ich einen bekannten Fotograf stark verwundere der eine 40D mit mehreren L Objektiven und anderen hochwertigen modernen stiftung-warentest-testsieger-linsen besitzt. ^^ Das ist ein tolles gefühl wenn er ernsthaft überrascht ist wenn er erfährt mit was für einem Objektiv ich welches Bild gemacht habe.
Ich begann aber quasi gleich von anfang an mit den analogen linsen.
Nun, vor 3wochen kam endlich der erste bodywechsel auf eine 40D
und ich muss sagen das man erst mit einer schnittbildscheibe mit manuellen objektiven richtig vernünftig und vorallem "schnell" fotografieren kann.
Ohne die mache ich mit der 40D nämlich mittlerweile noch schlechtere Bilder als wie mit der 400D zuvor.
Obwohl der sucher gefühlt doppelt so groß ist kann man einfach den punkt nicht erkennen wo es scharf wird.
Ach ja, noch was:
ich weis nicht wie es mit der 5d II ist aber mit der 400D waren die chips nur auf den ersten blick eine bereicherung. in wahrheit hat die kamerasoftware aber mit der belichtungskorrektur verrückt gespielt - auch bei programmierbaren chips.
mittlerweile habe ich alle adapter die ich besitze "entchipt" und seitdem überhaupt keine probleme mehr gehabt.
nur die neue 45° scheibe ist noch auf dem schiffsweg -.-"
Hallo Bastl und Gruß nach Leipzig,
Ich bin sogar noch in der DDR geboren, aber ich habe keine Erinnerung mehr daran. Trotzdem ist es toll, wenn man Leuten zeigen kann, dass die alten DDR Objektive sehr gut und mittlerweile im weltweiten Einsatz sind. Ist ja auch ein kleines Stück Erfolgsgeschichte, was man da mit sich herum trägt.
Glückwunsch zur 40D, die hatte ich auch mal kurz. Ist ne tolle Kamera.
Nun aber zum Chip: Die Belichtung haut nur bei Offenblende an der 5D/2 daneben, da muss man um +1 korrigieren. Ab Blende 4 passt aber alles. Die Fokussierung mit AF Chip klappt nur dann nicht, wenn die Schärfentiefe zu gering ist. Man dreht immer zu weit wenn es blinkt und das sind meistens nur ein paar Grad Drehung und schon ist es unscharf. Wenn man dann noch verschwenken will, war es das. Ich denke mal da hilft auch keine Schnittbildscheibe, es sei denn man fokussiert nur mittig.
Ich habe jetzt Magic Lantern auf der 5D/2 und das scheint sogar noch besser als das normale Liveview mit Lupe zu funktionieren. Dort gibt es Focus Peak. Man kann sich also um den Bildaufbau kümmern und der zeigt dir genau die Stelle, die scharf ist. Ob das aber in der Realität gut funktioniert habe ich noch nicht getestet. Ich kann ja mal berichten. Und klar ist das ne Krücke im Vergleich zum gewohnten Suchereinsatz, aber man muss eben Kompromisse machen.
Die beste Mattscheibe ist wohl die EG-S, aber die ist dann wahrscheinlich für mein Zoom mit durchgängiger Blende 4 zu dunkel.