Ich hab nur bei nem Zoom das ich selten nutze einen Stabi drin.
Somit brauch ich öfters mal eins meiner Stative - nicht nur für längere Belichtungszeiten.
Und selbsts mit Stabi kannst Du die Belichtungszeiten ja nicht beliebig verlängern. Wenn Du halt rauscharm z.B. in ner Kirche ein dunkles Eck mit großer Schärfentiefe aufnehmen willst, brauchst Du ein Stativ oder mußt Kompromisse eingehen.
Zudem sind Stative ja auch nach wie vor sinnvoll bei Belichtungsreihen für HDR, oder Fokusreihen für Fokusstacking bei Nahaufnahmen, oder für Panoramen oder Intervallaufnahmen für Zeitraffer.
Zudem kommt es auch vor, dass ich bei Aufnahmen bei Bastelarbeiten einfach meine rechte Hand nicht frei habe um die Kamera zu halten - oftmals versuche ich dann das Halten und Auslösen mit Links, aber das ist wirklich unschön. Oder bei Selbstporträts.
Was vor allem Nutzern von größeren Optiken noch einfallen wird: Ein Stativ entlastet! Dafür taugt auch schon oft ein Einbein, aber 3 kg oder mehr Kamera+Optik längers auf ein Vogelnest zu zielen ist schon anstrengend. Und dann wartet man vielelicht doch nicht, bis die Kleinen mal den Kopf aus dem Nest recken...
Und ja, ich denke wenn man vom Stativ arbeitet, nimmt man sich eventuell eher die Zeit um zu überlegen wie hoch und wohin stelle ich das Ding - der Standplatz kann aber auch zu Einschränkungen führen, weshalb man Aufnahmen mit Stativ eventuell sogar weniger optimal machen könnte (bei ungeeignetem Stativ).
Mir fällt auf, dass ich öfters bei der Stativnutzung auch ungewöhnliche Standpunkte und Perspektiven nutze, zum Beispiel mit Winkelsucher aus Bodenähe. Allerdings ist ein flexibles Stativ dafür Voraussetzung.


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