Ich finde nicht, dass es "deutsch" ist, wenn ich mich gegen sinnlosen, überteuerten, dummen Konsum ausspreche.
Und die alles regelnde "freie Marktwirtschaft" ist auch ein illusorisches Konstrukt, warum darf man sich nicht empören und muß sich immer unter dieses Diktat, was der Markt regelt wird anerkannt, stellen?
Warum muß z.B. ein temporär mangelndes Angebot einer Neuerscheinung, die zu Preisen verkauft wird, die über dem eigentlichen Neupreis liegen, als den Marktgesetzen inhärent angesehen und akzeptiert werden?
Warum ist es nicht richtig, dass vielleicht andere Werte wie schlichte, pupsige Fairness schwerer wiegen als der kurzfristige größere Gewinn, den manche Anbieter aus so einer Situation schlagen?
Es gab mal eine Zeit, da wurde aus gewissen Gründen, die nicht im Wirtschaftlichen fußen, eine Preisbindung verschiedener Produkte eingeführt. Die Zeiten scheinen langsam aber sicher zu verblassen. Im Mittelalter gab es z.B. eine Obergrenze für Brotpreise, so dass in Krisensituationen die Ärmeren auch noch eine Chance hatten ihr Brot zu kaufen. Gibt es heute nicht mehr, heute werden in vielen Ländern Grundnahrungsmittel teurer weil sie für Biospriterzeugung bspw teurer verkauft werden können.
Wenn ich dann so eine "Hasselbladsche Firmenphilosophie" sehe, wird mir einfach nur schlecht.
Trotzdem schönes Wochenende bei der Hitze!


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