Moin Ralph,
das ist schade! Aber bei solchen Umbauarbeiten muss man wirklich extrem aufpassen. Gerade bei dieser "elenden" Feilerei ist ein "Abrutscher" eigentlich vorprogrammiert. Man schleift da langweilig vor sich her und dann macht es "zong". Ich kenne das von früher auch. Gottseidank waren das damals recht günstige Objektive, wie in Deinem Minolta Fall auch.
Ich hab mir daraufhin angewöhnt, die Feile auf den Tisch zu legen und einen festen Anschlag für die Feile zu nutzen. Soll heißen: Feile auf plane Unterlage (bei mir ein Granitschreibtisch), gegen ein Holz anlegen.
Dann das Objektivrückteil so halten, das es mit dem abzuschleifenden Teil in einem 30-40 Grad Winkel über die Feilie gleitet. So bekommst Du erst eine Schrägung in die abzufeilende Fassung, feilst dafür aber schnell größere Teile der Fassung runter. Zum Schluss gehe ich dann sehr vorsichtig die anstehenden "Reste" der Fassung an.
So braucht es dann nur noch wenige "Schleifdurchgänge", bis das Ganze auf das gewünschte Maß herunter ist.
Bei manchen Konstruktionen versuche ich auch, die gesamte hintere Linsenkonstruktion zu entnehmen. Auch nehme ich gern bei solchen Arbeiten eine sehr dicke Schicht "Diskofilm" als Überzug über die Rücklinse, den ich danach wieder entferne. Das hat schon so manche Sache gerettet.
Hab ich hier beim MC aber nicht gemacht. Hatte auch erst überlegt, ob ich das nicht mit der Trennscheibe mache, mich dann aber doch wieder für die Feilvariante entschieden.
Aber um ins Topic zurück zu kommen:
Der M39 auf EOS Adapter ist eine, wie ich finde, tolle Möglichkeit, einen sauberen Umbau am Bajonett hin zu bekommen, weil eben keine Gänge in den Adapter gebohrt werden müssen, um den Senker für die Schraubenköpfe nah genug heranführen zu können. Meist sitzen diese Verschraubungen so ungünstig, das es gar nicht anders geht.
Wichtig bei dieser Art der Bajonett-Wandlung ist darauf zu achten, dass der umlaufende Alu Ring hier eine doppelte Bedeutung und Wichtigkeit hat:
Dieser mit den sichtbaren Madenschrauben angebrachte Alu Ring deckt die Befestigungsschrauben zum Objektivrumpf ab. An die muss man aber heran, wenn der Deckel und das Objektiv wieder verbunden werden.
Also gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder man erweitert den Durchmesser des Alu Ringes soweit, das er sich über den Mount "stülpen" läßt, oder man bringt schon den für die Arrettierung des Objektivs an der Kamera notwendigen "Schlitz" ein. Ich habe bei diesem "Prototyp" den Durchmesser erweitert.. Sollte ich ein weiteres Mal diesen Minolta Mount an einem anderen Objektiv ändern, so werde ich die "Schlitz-Variante" wählen. Da der Alu Ring ja vor dem Festziehen der Madenschrauben frei beweglich ist, könnten die notwendigen Schrauben so durch den Schlitz "manövriert" werden um Deckel und Rumpf wieder zu verschrauben. Anschließend, wenn alle 4 Schrauben drin sind, wird dann der Schlitz in die Position gebracht, die für das korrekte Einrasten am Bajonett Pin notwendig ist. So bleibt es dann bei der guten Optik.
LG
Henry



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