Der "Überbau" wäre mir zu "mächtig".
Wobei ich zugeben muss, das der Hang zu den Erinnerungswerten auch bei mir sehr hoch war. Das Ultron, das Skoparex und die Zeiss Ikon dazu waren die Objektive meiner ersten Kamera, der Icarex 35. Damals war ich noch ein Schüler und es hat lange Zeit gebraucht, auf diese Kamera zu sparen..
Die Yashica Objektiv-Sammelei ist meiner damaligen Yashica TL Electro geschuldet, die damals eine kleine Revolution war. Dann kam die erste Canon, die Canon FTb QL in mein Leben und damit die FD Objektive, die hervorragend und noch halbwegs "ersparbar" waren. Nach dem Ausflug ins Canon Lager, dem sich noch eine A1 und eine F1 mit Motor anschloss, folgte dann aber "straight" durch die Agentursarbeit, die Leica Schiene.. da waren die Teile halt der Standard und meine Canons wurde da als "japanisches Spielzeug" abgetan..
Meine dann angeschafften, auch privaten Leica Kameras (SL mot mit Motor und die R3 (Minolta XG Grundlage, erste elektronische Leica)) habe ich dann, weil mich die Nikon Sachen der Kollegen doch faszinierten und interessierten, wieder verkauft und bin dann auf Nikon umgesattelt. Hab dann privat eine Nikon F2 und eine Nikon F3 jeweils mit Motordrive besessen. Auch eine kleine Nikon (weiß gar nicht mehr wie die hieß, war so eine kleine, ich glaub EM) kam dann für den Urlaub dazu. Die sahen einfach auch schöner aus als die "riesige Leicaflex SL mot mit dem riesigen Motorblock.
In der Agentur jedoch wurde weiterhin mit Leicaflex SL und SL2 und der M-Serie, sowie im Mittelformat mit der Hassi oder der Pentax 6x7 gearbeitet. Täglich Brot eben..
Als ich wieder anfing mit der Fotografiererei, wollte ich alle diese Phasen nochmals im Zeitalter der DSLR neu erleben, sehen wie sich die Objektive von damals heute so "schlagen"..
Und ich war und bin fasziniert, wie gut die Teile von damals arbeiten. Man hat es aufgrund der mit der Fotografie verbundenen Kosten und Arbeit in der Dunkelkammer sowie der eigenen "Unfähigkeit" in etlichen Situationen leider nie so zu würdigen gewußt.
In der heutigen Zeit jedoch, zeigen diese Perlen von damals an den DSLR genau, warum man zu diesen Objektiven und nicht zu Porst oder Revue oder Praktica gegriffen hat (ohne das ich hier jemandem diese Marken schlecht reden will).
Gleichwohl habe ich diese Phase der Erinnerung und Sentimentalität nach meinem "Erkundungsritt" nun wieder abgelegt und es der Zweckmäßigkeit untergeordnet. Manuelles Set und Canon EF Set sind mir inzwischen genug.
Geblieben sind die großen 4 von damals und unter denen habe ich mich nun entschieden, um rein praktisch nicht in der Vielzahl von Linsen zu "ersaufen".
Es wird sicher nochmal die eine oder andere Linse geben, die hier ins Regal gelegt wird, weil sie einfach gut ist und "Lücken" in meinem Set schließen wird, wie das Micro Nikkor, in das ich mich absolut verliebt habe.
Sollte jedoch nochmal ein Makro Elmar 4/100mm zu mir finden, ist vermutlich auch das Micro Nikkor wieder weg. Ich Dussel hab das Elmar wieder verkauft...
Auch gestatte ich mir nur noch 10 Linsen für "Spezialitäten" aus anderen Systemen und ansonsten ein Set, das sowohl analog als auch digital an meiner 400D und meiner 5D absolut überzeugt.
So komme ich dem Nahe, was ich wollte. Ein Dutzend Objektive im manuellen Bereich, dazu bis zu 10 Sonderlinsen und ansonsten meine 4 Canon EF Objektive und endlich Klarheit im Koffer....
LG
Henry




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