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Umbau der der Pentax 67 von der Orginalmattscheibe auf eine helle Mattscheibe
Hallo,
hat jemand von euch, schon jemand einmal die Pentax 67 auf einen hellere Mattscheibe umgebaut? Die dunkle Mattscheibe ist echt nicht sehr schön zu bedienen.
Viele Grüße
Volker
Geändert von volker13 (31.01.2026 um 15:37 Uhr)
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gemäß dem Produkthandbuch von PENTAX aus dem Jahr 1995 gab es zum System 67 insgesamt 7 verschiedene Mattscheiben, welche allerdings durch den Service von Pentax auszutauschen waren. Für diese unterschiedlichen Mattscheiben wurden verschiedene Eignungen benannt so für Astro- und Mikro-Fotografie, mit Gitternetz oder Schnittbild etc. Praktische Erfahrungen mit dem System 67 habe ich leider nicht.
Ende der 80er Jahre habe ich die Sucher Helligkeit und Einstellqualität der Sucher von einer Pentax Spotmatic mit einer Fujica ST 801 verglichen. Mein damaliges Ergebnis war für mich sehr überraschend. Die deutlich feinere und hellere Mattscheibe der Fujica ST 801 war bei längeren Brennweiten mit geringer Lichtstärke, der gröberen und erkennbar dunkleren Einstellscheibe der PENTAX Spotmatic deutlich unterlegen.
Soweit du die damals lieferbaren Mattscheiben für das System 67 näher bezeichnet haben möchtest gib Bescheid, gerne lasse ich dir die jeweiligen Code Nummern zukommen.
VG Ulrich
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Folgender Benutzer sagt "Danke", CanRoda :
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Hardcore-Poster
Ein Freund hat mal seinerzeit bei Pentax in Hamburg bei seiner 6x7 eine Mattscheibe der 67II einbauen lassen! Sie war schon deutlich heller als meine "Normale". Ich hatte mich vor paar Jahren mal damit beschäftigt, du müsstest dir eine passende Mattscheibe von der 67II besorgen, den Rahmen entfernen, einbauen und selbst justieren. Ich habe gerade mal geschaut, eine Mattscheibe mit Microprisma kommt so um die 150 Euro, eher mehr! Ich finde die originale 6x7 Mattscheibe gar nicht so schlecht oder dunkel aber ich war die paar mal mit der 6x7 auch nur bei Schönwetter unterwegs
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Folgender Benutzer sagt "Danke", witt :
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Vielen Dank, für eure Antworten. Die Mattscheibe geht bei den lichtstärkeren Objektiven wie das 2,4 105mm schon in Ordnung. Aber bei dem 4/55mm muss sich das Auge schon lange an die Mattscheibe gewöhnen. Vorteil man kann länger überlegen bei der Bildgestaltung. Inzwischen habe ich einen Mattscheibenhersteller in den USA ausfindig gemacht https://bright-screen.com/, der eine Mattscheibe anbietet die 2 Blendenstufen heller ist. Nachteil das Ding ist schwer zu Kalibrieren so dass man einen Kollimator zur Unendlichkeitskalibrierung bauen muss. Da bin ich jetzt am Suchen wie ich so einen bauen oder besorgen kann.
Grüße
Volker
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2 Benutzer sagen "Danke", volker13 :
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"eine Mattscheibe anbietet die 2 Blendenstufen heller ist" würde ich "cum grano salis" betrachten, das ist so ähnlich als ob Dir jemand ein Kapitalinvestment mit 25% Rendite verkaufen wollte.
Man las auch immer wieder Geschichten über Beattie Intenscreen und Bill Maxwell Einstellscheiben, z.B.: https://www.pentaxforums.com/forums/...ax-67-a-2.html oder z.B. in der Rolleiflex Welt: https://www.edwardgoodwinphotography...cusing-screens
Wenn man (ich) das in der Praxis dann sieht, dann muß man wohl auch an die Wunder-Einstellscheiben wirklich ganz fest glauben.
Bei Rollei (High-D) & Hasselblad (Intenscreen) gibt (gab) es Einstellscheiben nach Minolta-Patent (Mikrowabenlinsen), die brachten sichtbaren Gewinn an Helligkeit (gefühlt keine 2 Blenden) und "Einstellfähigkeit in der Fläche", aber auch ein unrealistisches BOKEH. Das kann man mit Minolta XG-M oder später mit Mikrowabeneinstellscheibe gut testen, wenn man eine Punktlichtquelle zru Hand hat: Die Unschärfe wird nicht "natürlich" erzeugt sondern folgt der hexagonalen Anordnung der Microwabenlinsen. Das muß man wollen bzw. akzeptieren. Ich mag die High-D in der 2,8GX und der SLX-600x Serie, in der SL 66 ist sie fehl am Platze wenn man den Scheimpflug nutzt.
Generell ist bei "Ersatzmattscheiben" (für 6x6 zurechtgeschnittene 6x7 oder 6x8 Einstellscheiben) die Lage der Lupe im Sucher zu bedenken, die sammelnde Wirkung der Bildfeldlinse (Fresnel-Struktur) ist (scheint für mich als Laien) auf einen gewissen Abstand der Lupe bzw. "Beobachterpupille" optiiert, und wenn man nicht aufpaßt, erzeugt man sich dunkle Ecken oder Regenbögen abseits der Mitte. Die Pentax 67 Scheibe scheint Fresnellinse (dem Objektiv zugewandt!) und Einstellfläche getrennt zu haben (das leuchtet mir nur begrenzt ein).
Bei ca. 3:30 hier https://youtu.be/inq_0FabujE
Als "Notkolimator" geht eine KB-SLR mit einem leichten, nicht unbeding lichtsarkem Tele-Objektiv (z.B. ein 4/135, evtl. 4/200) und gutem Sucher (evtl. auch mit Sucherfernrohr). Man visiert damit bei Tageslicht einen "unendlich" entfernten Punkt an und fixiert den Entfernungseinstellring (Isolierband). Mit dieser Kamera guckt man dann in die Pentax 67 rein (Frontlinse zu Frontlinse) und sollte die Struktur der Einstellscheibe erkennen können wenn das Pentax 67 Objektiv auf "unendlich" steht (und alles korrekt justiert ist). Man kann auch ein Glas (mit Folienschreibermarkierung oder eine zerkratzte CD-Hülle) in die Filmebene bringen und dagegen prüfen (Obacht wo die Filmebene wirklich sein soll! Wenn die nicht auf den Auflageschienen sein soll sondern der Film sich gezeilt in einem Kanal buckeln soll, wird es trickreich.). Den Original-Beitrag in dem ich das zuerst gesehen habe finde ich nicht so schnell, hier ist das Prinzip "so ähnlich" mit anderen Kameras dargestellt: https://moments-of-now.com/incorrect-distance-setting/
Ah! Hier das Original: https://feuerbacher.net/photo/repair...nityFocus.html
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3 Benutzer sagen "Danke", Jan Böttcher :
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Hallo Jan,
vielen Dank für die ausführliche Antwort. Echt super, nach dem allem was ich gelesen habe lasse ich das mit dem Umbau der Kamera vorerst. Die Pentax 67 ist ja eh keine Kamera für Hektiker oder LowLight Situationen.
Grüße
Volker
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