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Thema: Überdrehtes 85/1.4 AI-S Nikkor - wie reparieren?

  1. #11
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    Messing hat je nach Legierung einen Schmelzpunkt über 900°. Außerdem glüht das ganz ordentlich bevor es schmilzt.
    Gerade mit Silberlot lötet sich ganz ordentlich, wenn der Spalt schmal genug ist. Bruchstellen sind da ideal. Die Kapellarität saugt das Lot so richtig rein.

    Christoph

  2. 2 Benutzer sagen "Danke", stangl :


  3. #12
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    Zitat Zitat von waldbeutler Beitrag anzeigen
    Gewindebohrer habe ich nur für M3, da bräuchte ich aber M2, und die Schienen sind nicht einfach geformt - die sind nicht flach, sondern leicht gekrümmt, um dem Tubus anliegen zu können.
    Das bekomme ich mit Feilen nicht hin.
    M2 Gewindebohrer *gratis EXPRESS-Versand* ProfiQualität HSS-Gewindeschneider 2mm | eBay

  4. Folgender Benutzer sagt "Danke", stangl :


  5. #13
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    Ein Feilkloben oder ein Schraubstock könnte funktionieren. Mein Vater hat mit Campingaz und solchem Lot mal was gemacht. Ist sehr lange her und ich war ein kleiner Lausbub. Den Lötbrenner habe ich noch. Ist super für Crème brûlée.

  6. #14
    Fleissiger Poster Avatar von vwbusherbi
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    Servus zusammen,

    mit Löten könnte es klappen, mir wäre es zu aufwendig und fummelig alles einzurichten, löten, dann das überschüssige Lot abzutragen, feilen oder was auch immer.

    Und das 2 Mal....

    Ich würde ein Drehteil mit dem passenden Durchmesser herstellen und mit der Laubsäge (gibt es für Goldschmiede mit kurzem Bügel) aussägen, passend zufeilen, Gleitflächen fein schleifen und sorgfältig entgraten.

    Da bleibt genügend Material übrig, falls ein Teil zu klein wird.



    Wäre eine nette Bastelei für einen verregneten Sonntagnachmittag.
    Servus,
    Herbert

  7. Folgender Benutzer sagt "Danke", vwbusherbi :


  8. #15
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    Hallo zusammen,


    ich denke, dass ich als Privatperson die beiden Teile aus entsprechenden Messingblöcken zurechtfeilen/dremeln würde
    und dann die jeweiligen Gewinde hineinschneiden würde.

    Die Krux die man dabei als gewerblich Tätiger hat ist, dass einem die hierfür nötigen Arbeitsstunden niemand bezahlt.

    Ich könnte mir hier nur vorstellen, dass es eventuell ähnliche Teile aus einem geschlachteten Objektiv gibt, die man mit
    überschaubarem Aufwand in Form bringen kann...


    LG, Christian

  9. Folgender Benutzer sagt "Danke", gladstone :


  10. #16
    Hardcore-Poster Avatar von waldbeutler
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    Hallo Christian!

    Zitat Zitat von gladstone Beitrag anzeigen
    ...dass es eventuell ähnliche Teile aus einem geschlachteten Objektiv gibt, die man mit überschaubarem Aufwand in Form bringen kann...
    Ich hätte zwei solche Geradlinienführungen aus einem alten 180/2.8 AI Nikkor da, die zwar auch schon etwas verbogen sind, aber wenigstens in fast allen Maßen etwas größer sind.

    Original: Anschraubklotz 4 mm dick. Schiene 1,2 mm dick, 8 mm breit, 24 mm lang. Abstand der Schraubgewindelöcher: 5 mm.

    180/2.8: Anschraubklotz 5 mm dick. Schiene 0,9 mm dick, 10 mm breit, 35 mm lang. Abstand der Schraubgewindelöcher: 6 mm.

    Die etwas schmäleren Schienen und der er einen Millimeter größere Abstand der Schraubgewindelöcher wären kein Problem, und durch Abfeilen bzw. Absägen der anderen Maße könnte ziemliche Passgenauigkeit erreicht werden.

    Aber wie du schon schriebst - mir würde mein Kunde diese mühsame Arbeit nicht bezahlen.
    Geändert von waldbeutler (12.06.2024 um 17:36 Uhr)
    Gruß, Michael

  11. 2 Benutzer sagen "Danke", waldbeutler :


  12. #17
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    Messing bricht ja gern ohne sich vorher allzu arg zu verbiegen und an der Bruchstelle hat man dann einen sehr schmalen Spalt (mit porösen Oberflächen). Das schreit förmlich "LÖTE MICH!" und schon weichlöten erreicht "beachtliche" Festigkeiten.

    Wenn der erste Versuch nicht hielt (schon bei der Probe versagt):
    "Nochmal am Kopf kratzen!"
    "Habe ich die Lötstelle bewegt bevor das Lot so richtig erstarrt war?"
    "Waren vorher beide Messingteile (sauber und) warm genug und habe ich wirklich gelötet oder nur mit Lot gekleckst?"

    Dann eben hartlöten. Wenn das nix hilft: Ersatzteile suchen oder halbwegs passige Teile umarbeiten.

    Die Anfertigung der Teile mit wirklich schönen und schön parallelen Flächen könnte sich aus "Herausforderung" erweisen.

  13. Folgender Benutzer sagt "Danke", Jan Böttcher :


  14. #18
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    Die Schienen sind leicht gekrümmt, müssen präzise sein und da sehe ich das Hauptproblem. Löten mit Silberlot dürfte die notwendige Festigkeit bringen. Unklar ist mir, wie kann man die Schienen fixieren, dass diese beim Löten so im Form sind wie erforderlich, präzise? Ich vermute mal, das ist nur sehr schwer möglich, evtl. in hitzebeständigen Ton einbetten?

    Beste Grüße Ulrich

  15. #19
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    Zitat Zitat von CanRoda Beitrag anzeigen
    Die Schienen sind leicht gekrümmt, müssen präzise sein und da sehe ich das Hauptproblem. Löten mit Silberlot dürfte die notwendige Festigkeit bringen. Unklar ist mir, wie kann man die Schienen fixieren, dass diese beim Löten so im Form sind wie erforderlich, präzise? Ich vermute mal, das ist nur sehr schwer möglich, evtl. in hitzebeständigen Ton einbetten?

    Beste Grüße Ulrich
    Ein Teil unten einspannen (Schraubstock oder Feilkloben, Teil nach oben gucken lassen damit die Wärme nicht in den Schraubstock geht), das andere mit der Zange / dicken Pinzette packen, beim ersten Anwärmen auch so halten, daß die Wärme zur Bruchstelle "steigt" (oben bleibt), dann manuell zusammenführen und weiter warm halten. Mit Pech steigt in dem Moment die Wärme in der Pinzette zum Griffende (nicht fragen woher ich das weiß!) und man freut sich wenn man durch einen Handschuh, Lappen oder dergl. darauf vorbereitet ist. Nicht zittern bis das Lot sauber erstarrt ist!

    Plan B wäre eine federnde Halterung aus "Draht" (der verliert aber seine Federkraft sobald er glüht).

    Manchmal wünscht man sich bei so einem Job einen Assistenten (m/w/d) herbei. Zwei Teile, die Hitzequelle, das Lot, da kann man schon mal mehr als zwei Hände haben wollen.

  16. 2 Benutzer sagen "Danke", Jan Böttcher :


  17. #20
    Hardcore-Poster Avatar von waldbeutler
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    Da auch der zweite Klebeversuch (beim ersten brach die unelastische Klebestelle) mit einem elastischeren Zweikomponentenkleber, der erst nach 24 Stunden fest und nach 36 Stunden voll belastbar wird, erfolglos verlief (diesmal löste sich der Klebstoff vom Messing ab),
    mein Kunde mir meine bisher aufgewendete Arbeitszeit doch zumindest zum Teil bezahlt hat und ich die Hartlötmethode nicht versuchen wollte (Messing schmilzt ab 900 °C, das Hartlot braucht aber schon 830 °C), habe ich an den Schienen aus dem alten 180/2.8 AI Nikkor deren doppelten Anschraubblock abgesägt

    Name:  DSC_11129.jpg
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    und deren Länge von 35 auf 24 mm gekürzt, dann mit Schlüsselfeile und 800er Schleifpapier passen gemmacht (links die nachgebauten, rechts die verbogenen und nicht mehr fest klebenden Originale)

    Name:  DSC_11130.jpg
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    Nun muss ich nur noch Feinarbeiten am Fokussiertubus machen, dann sollte das Objektiv wiederherstellbar sein.
    Gruß, Michael

  18. 7 Benutzer sagen "Danke", waldbeutler :


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