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Thema: Helicoide als Adapter an spiegellosen Kameras

  1. #1
    Spitzenkommentierer Avatar von ulganapi
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    Standard Helicoide als Adapter an spiegellosen Kameras

    Als ich mich entschlossen hatte, mich im DCC zu registrieren, tat ich das auch deswegen, weil ich hier zum ersten Mal von VNEX gelesen hatte,
    mit dem man Vergrößerungsobjektive als normale Objektive nutzen konnte, also einerseits unendlich erreichen und andererseits relativ nah ans jeweilige Objekt herankommen konnte.

    Henrys VNEX (@hinnerker) ist ein ganzes System zum Anpassen von Objektiven an eine Sony E Kamera, aber erst einmal ein Helicoid, stellt einen Schneckengang - unter Benutzung der M39 Wandlerscheiben - zur Verfügung für Vergrößerungsobjektive, aber auch z.B. für die der Agfa Ambi Silette, Braun M39 usw. die Möglichkeiten sind mannigfaltig, falls man genauer darüber nachdenkt.
    Henrys VNEX hat bei Sony E den größten Hub, weil es die Wendel die Wandung des Sony E-Umkehrrings mitnutzt und dadurch ein paar mm dazugewinnt und noch näher ans Objekt kommt.
    In diesem Teil des Forums gibt es jede Menge Infos zum VNEX



    Mit den China-Adaptern für spiegellose Kamera kamen dann auch erstmals bezahlbare Helicoide wie Minolta MD-Sony E, Olympus OM-Sony E, Yashica/Contax-Sony E etc. etc.,
    die alle nicht länger als der normale, starre Adapter waren, aber durch die Helicoidfunktion die Nahgrenzen - teilweise stark - erweiterten..

    In diesem Zusammenhang ist auch ein Canon EOS - Sony E Helicoid (10mm Hub) interessant, weil sich viele Anschlüsse dann realisieren lassen wie M42 oder Contax,
    an und für sind alle Adapter für Canon EOS nutzbar, nur für EOS Objektive ist es natürlich nichts, weil die keinen Blendenring haben. (siehe Foto)

    P9243342A1.JPG

    nun am Adapter:

    Des weiteren gibt es natürlich auch einen M42 - Sony E Adapter
    (eine äußerst interessante Sache ist, wenn man sich einen M42 Adapter für DKL Objektive kauft und mit dem Helicoid verwendet, wer braucht dann noch Nahlinsen)

    und für Zwischenmaße, (durch das Auflagemaß erforderlich) Helicoide mit beidseitig M42
    in verschiedenen Längen (10, 12, 15, 25mm etc), wobei der Hub minimal 5mm ist.

    Was man noch braucht ist ein M42 - Sony E Adapter, Zwischenringe und eventuell ein paar Beilagescheiben mit 1mm und 0,5mm Materialstärke,
    damit man den notwendigen Abstand für unendlich erreicht (oder man hat eine Drehbank)

    Inzwischen gibt es auch Helicoide mit 52mm bzw. 58mm Frontdurchmesser und hinterem Anschluß M42, großere Frontdurchmesser sind auch noch möglich.
    (über die Möglichkeiten mit Zwischenmaßen kommt noch ein eigener Post)


    Einige Beispiele mit ca-Maßen

    m42 - sony E (eingefahren-ausgefahren)
    nex: 26,5 - 52mm
    (gibt es auch für Fujifilm und mft)


    Der Nikon Helicoid ist einer der wenigen, die die Blendensteuerung für Objektive ohne Blendenring mit übernimmt,
    funktioniert auch bei den IX-Nikkoren
    Nikon N/G - Sony E (eingefahren-ausgefahren)
    nex: 28 - 45mm
    (gibt es auch für Fujifilm und mft)


    Es gibt soetwas für Sony E auch für Contax, Olympus OM, Minolta MC/MD usw, eigentlich fast immer, solange die Objektive einen Blendenring besitzen und weit verbreitet sind.
    Schlechter sieht es für Leica-R, Konica oder Miranda z.B. aus, hier gibt es keinen passenden Helicoid. Da bleibt nur der Umweg über einen Leica-M - Sony E(oder Fujifilm, mft) Helicoiden mit 5mm Hub und dem passenden LM-Anschlußstück. (Davon mehr im nächsten Post)


    Weil jermand gefragt hat, welches Fabrikat, meine Helicoidadapter sind von KeyCay, FotoDiox und Pixco
    Fotografiere nur noch digital - hauptsächlich mit Objektiven der 50er bis 70er Jahre https://www.zonerama.com/Gastfresser/300955


  2. #2
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    Eine interessante Sache mit den Helicoiden. Ich habe auch ein 12 mm M42 Heli vom gelben Fluß und die Geradeführung begeistert aber das Führungsgewinde hat soviel Spiel, dass das Heli schon etwas Tilt Funktion hat. Ich hab das Fett im Heli durch deutlich zähflüßigeres ersetzt hat aber auch nicht zuviel gebracht. Ich vermute, dass die geringe Bauhöhe von 12 mm ein entsprechend kurzes Gewinde bedingt und hier eine Ursache für die Wackelei zu suchen ist. Da ich bis jetzt kein längeres Heli habe geht meine Frage dahin, hat hier jemand Erfahrung wie es bei größeren Bauhöhen funktioniert? Pentax hat für M42 auch mal Helicoide gefertigt, diese sind ok aber inzwischen sehr selten.

    Grüße Ulrich

  3. #3
    Kennt sich aus
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    Was man mal entwickeln könnte wäre eine helicoid speed booster mit aretierbaren längen für die verschiedenen Hersteller (für unentlich). Am besten mit herausnehmbaren speed booster, anfangs und endstücker gibts ja schon.

  4. #4
    Hardcore-Poster Avatar von Rick
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    Zitat Zitat von CanRoda Beitrag anzeigen
    Da ich bis jetzt kein längeres Heli habe geht meine Frage dahin, hat hier jemand Erfahrung wie es bei größeren Bauhöhen funktioniert?
    Grüße Ulrich
    Meine beiden PIXCO M42-NEX Helicoide haben 27mm, ausfahrbar bis 59mm. Für das Auflagemaß müssen dann die 18mm des E-Mount addiert werden.

    Bisher problemlos. Kein Ruckeln, kein Leerlauf bei Richtungswechsel. Ölt manchmal ein ganz klein wenig am Tubus bei ausgefahrenem Helicoid, ist aber vernachlässigbar.

    Meist habe ich SFTs von Henry mit Projektionsobjektiven dran sitzen. Gelegentlich auch mal M42 Objektive, da ich mit dem Helicoid näher ran komme.

    Gruß, Rick

  5. Folgender Benutzer sagt "Danke", Rick :


  6. #5
    Spitzenkommentierer Avatar von ulganapi
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    Wenn man wie ich gerne alte Kameras ausschlachtet und deren Objektive einer zeitgemäßen Verwendung zuführen will,
    dann sind Helicoide mit M42 beidseitig schon sehr praktisch, weil es für Sony-E, Fujifilm und mft Adapter gibt, die als Anschlußgewinde M42 zur Verfügung stellen und mehr auch nicht.

    Somit kann man an den Sony-E - M42 Adapter z. B. mit dem 17-31 Helicoid das Kowa 2/50 aus der Kowaflex oder gar das Prominar anschließen,
    etwas Bastlergeschick vorausgesetzt, dieser 6-Linser ist es jedenfalls wert.

    Meines Wissens nach gibt es folgende Größen mit beidseitig M42 (eingefahren - ausgefahren) von links
    36-90mm (Hub)
    25-55mm (Hub)
    10-15mm (Hub)
    12-17mm (Hub)
    12-19mm (Hub) fehlt am Foto
    17-31mm (Hub)

    Eventuell braucht man noch ein paar Zwischenringe und einige Beilagscheiben mit 1mm und 0,5mm Materialstärke, damit man den notwendigen Abstand für unendlich erreicht,
    ansonsten geht es halt erwas über unendlich hinaus (oder man hat eine Drehbank). Jedenfalls hat man im Regelfall den Schneckengang im Objektiv noch zusätzlich.
    (beim Kuribayashi nicht, da ist der Helicoid in der Kamera)
    Beispiele mit dem 17-31 Helicoid:
    P9243414.JPG das legendäre Kowa optical works 2/50
    P9243423.JPG das Kuribayashi Orikkor 1,9/45

    Inzwischen gibt es auch Helicoide mit 52mm bzw. 58mm Frontdurchmesser und hinterem Anschluß M42, großere Frontdurchmesser sind auch noch möglich.

    auch noch ein paar Beispiele mit Helicoid M52 - M42


    P9243441.JPG Vega 11y, auch als Makro zu verwenden
    P9243450.JPG Voigtländer Ultron 2/50
    P9243459.JPG Agfa Color Solinar 2,8/50

    Kurzum die Möglichkeiten sind immens.....
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  7. 12 Benutzer sagen "Danke", ulganapi :


  8. #6
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    mein Favorit für Vergrösserungsojektive ist immer noch die Zörk Mini-Makro-Schnecke. Sie hat zwar keine Geradeführung, wiegt dafür aber nur 47g. Hinten hat sie einen Zörk-spezifischen Adapter (am besten auf M42) und vorne ein M42-Gewinde.
    So lassen sich auch mehrere von den Dingern koppeln. Wenn man einen M39-M42-Adapter nimmt, der nur aus dem Gewinde ohne Bund besteht (Zorki) und das Objektiv einen knappen Millimeter kürzer dreht kommt man mit dem Rodenstock Apo-Rodagon 2,8/50 auf Unendlich und eine Nahgrenze von 9cm zur Frontlinse. Das Abdrehen geht leicht, weil der Korpus aus Kunststoff ist. Da das Objektiv sehr streulichtempfindlich ist, trägt es vorne einen Retroring und einen M42-Zwischenring als Sonnenblende, so dass es sich auch einfach umdrehen und in Retrostellung verwenden lässt.

    LG Christoph

    ein V-Nex hab ich auch
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  9. 6 Benutzer sagen "Danke", stangl :


  10. #7
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    Hallo,

    noch zwei zur Abrundung

    IMG_6267[1].JPGIMG_6268[1].JPG

    Componon 4/ 28 mit 45er Durchmesser in 52er Helicoid an Nex und 4/60 Novoflex in CY-Helcoid an Nex. beides unendlichfähig.
    Geändert von stangl (25.09.2021 um 21:12 Uhr)

  11. 5 Benutzer sagen "Danke", stangl :


  12. #8
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    Jetzt hab ich noch zwei Mal Zörk:

    Apo- Rodagon 4/80 N an Zörk Multifokus-System (da drinnen wohnt auch eine Minimakro-Schnecke) oo an Contax bzw mit Adapter an Nex
    und ein Zeiss-Jena Makro-Tessar 2,8/50 (passt auch in das Multifokus-System) natürlich auch oo!
    Tilt im Nahbereich hat was!

    IMG_6272[1].JPGIMG_6271[1].JPG
    LG Christoph

    oo brauch ich nicht so oft aber möcht ich trotzdem gerne haben!

  13. 7 Benutzer sagen "Danke", stangl :


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