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Thema: Neuland "Hardware"-Filter

  1. #1
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    Frage Neuland "Hardware"-Filter

    Hallo,

    ich schmökere gerade in einem Buch über "die Kunst der Schwarzweißfotografie". In dem werden für Digitalfotografie zwei "analoge" Filter empfohlen. Zu einem der Polarisationsfilter mit Kreuzstellung und zum anderen der Verlaufsfilter (Firma Cokin). Letztere lassen sich einfach vor's Objektiv halten, alternativ gibt's auch eine Halterung. Was ist praxistauglicher, was ist eure Erfahrung? Bzw. welche Filter würdet ihr mir empfehlen?

    Habe ich das richtig verstanden, dass diese Filter (ausschließlich?) für Landschaftsaufnahmen mit Himmel eingesetzt werden? Bei mir sind alle Objektive bislang lediglich mit UV-Filter ausgestattet.

    Die beiden Objektive, die für derartige Aufnahmen nutze, sind mein 17er Tokina und mein 28er Zuiko...

    Bin gespannt auf Eure Erfahrungen!

    Beste Grüße

    realmatrix

  2. #2
    Spitzenkommentierer Avatar von Waldschrat
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    Zitat Zitat von realmatrix Beitrag anzeigen
    ...welche Filter würdet ihr mir empfehlen?
    ...
    Was möchtest Du denn machen?
    Wozu sollen die Filter in Deiner Vorstellung dienen?

  3. #3
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    Pfeil

    Abend,

    naja ich bin recht angetan von diversen Schwarzweiß-Aufnahmen und hab das Kapitel "Technische Vorausetzungen" in dem o .g. Buch jetzt durch :-)

    Ich dachte z. B. an leichte Gegenlichtaufnahmen, Abdunkelung von Himmel und Meer, Kontrast von Himmel und Wolken. Bislang dachte ich, das man alles bei der RAW-Konvertierung vornehmen kann und hab dort auch schon routinierte Versuche unternommen mit ganz brauchbaren Ergebnissen. Meine Ansprüche wachsen aber und das Buch empfiehlt Verlaufsfilter und Polarisationsfilter mehr oder weniger als "must-have". Allerdings habe ich hier im Forum und bei wikipedia jetzt auch noch etwas über ND-Filter und Langzeitbelichtung gelesen.

    Wenn ihr noch einen weiteren Einsatzbereich für Filter kennt, der auch im Digitalzeitalter seine Bedeutung nicht verloren hat ...

    Kurzum: Ich will mir ein gutes Filtersystem zulegen, für Effekte, die ich in der digitalen Dunkelkammer nicht oder nur sehr schlecht umsetzen kann. Passen sollte das System sowohl auf mein 49er zuiko (durchmesser), als auch mein 67 tokina.

    realmatrix

  4. #4
    Spitzenkommentierer Avatar von classicglasfan
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    Hallo,

    ich schmökere gerade in einem Buch über "die Kunst der Schwarzweißfotografie". In dem werden für Digitalfotografie zwei "analoge" Filter empfohlen. Zu einem der Polarisationsfilter mit Kreuzstellung und zum anderen der Verlaufsfilter (Firma Cokin). Letztere lassen sich einfach vor's Objektiv halten, alternativ gibt's auch eine Halterung. Was ist praxistauglicher, was ist eure Erfahrung? Bzw. welche Filter würdet ihr mir empfehlen?

    Habe ich das richtig verstanden, dass diese Filter (ausschließlich?) für Landschaftsaufnahmen mit Himmel eingesetzt werden? Bei mir sind alle Objektive bislang lediglich mit UV-Filter ausgestattet.

    Die beiden Objektive, die für derartige Aufnahmen nutze, sind mein 17er Tokina und mein 28er Zuiko...

    Bin gespannt auf Eure Erfahrungen!

    Beste Grüße

    realmatrix
    Naja, das ist sehr grob zusammengefasst. Erstens gibt es noch mehr Filter, die sich verwenden lassen und zweitens kommt es auf die Wirkung an, die du erreichen willst.

    Zwei gekreuzte Polarisationsfilter verwendet man anstelle eines Sets aus verschiedenenen Neutraldichtefiltern um die Belichtungszeit zu verlängern (z.B. Wasserfall fotografieren). Legt man die Polarisationsachsen parallel, kann man diese auch als "normalen" Polarisationsfilter verwenden. Dann nutzt man diesen dafür entweder um Reflexionen zu beseitigen (Wasseroberflächen, Fensterscheiben, Dachflächen usw.) oder den Kontrast zu erhöhen (z.B. Wolken zum Himmel). Das klingt in der Theorie gut, ist aber dann doch nicht so einfach, weil die Qualität der käuflichen Filter variiert und z.B. als Neutraldichtefilter aufgrund von Abbildungsfehlern unbrauchbar ist.
    Verlaufsfilter verwendet man, wenn man starke Lichtunterschiede im Bild ausgleichen möchte (z.B. tiefstehende Sonne bei einem Sonnuntergang und dunkler Vordergrund.
    Wenn du die genannten Filter verwendest, empfielt es sich, ein Stativ zu verwenden. Einfache Polfilter gehen auch mal aus der Hand, je nach Brennweite und Belichtungszeit.
    Ein einfaches "Davorhalten" würde ich dann nicht empfehlen. Die Gefahr, dass man an der Kamera wackelt oder zwischendurch einen Lichtspalt zwischen Filter und Objektiv erzeugt ist zu groß.
    Polfilter sind als Schraubfilter zwar günstiger und leichter zu verwenden, aber Verlaufsfilter würde ich als Steckfilter wie z.B. Cokin verwenden. Dann hast du die Möglichkeit, den Verlauf bzw. die Hell-Dunkel-Kante der Aufnahmesituation anzupassen. Außerdem ist die Verwendung von Schraubfiltern an Objektiven wie dem 17er Tokina nicht unproblematisch. Die meisten erzeugen eine Vignettierung, weil sie "zu dick" sind. Wenn du ein Steckfiltersystem verwendest, ist aber die Variante mit den zwei gekreuzten Polfiltern nicht wirklich verfügbar. Dann würde ich ein oder zwei richtige Neutraldichtefilter empfehlen. Wenn die die Filter ausschließlich für Schwarz-Weiß-Fotografie nimmst, brauchst du nur auf Passform und Verarbeitung achten, verwendest du diese auch für Farbaufnahmen solltest du auch aufpassen, dass sie neutral grau sind und keinen Farbstich haben.
    Theoretisch kann man für Schwarz-Weiß-Bilter auch noch verschiedene Farbfilter verwenden, um mehr Kontrast in bestimmten Bildbereichen zu erzielen. Das lässt sich aber heutzutage auch in der Bildbearbeitung erledigen, deshalb werden diese nur noch selten angeboten.

    (Prinzipiell sehen Schwarz-Weiß-Fotos mit einem Infrarotfilter auch sehr interessant aus. Das ist dann aber eine andere Art der Fotografie und erfordert, neben einer Testphase von Kamera/Objektiv-Kombinationen und einer andern Bearbeitung der Bilder unter Umständen einen Imbau der Kamera (meist mit Verlust der Herstellergarantie).)
    Gruß, André


  5. 3 Benutzer sagen "Danke", classicglasfan :


  6. #5
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    Erstmal vielen Dank für die ausführliche Antwort!

    D. h. mit den ND-Filtern kann ich auch die Effekte eines Polarisationsfilters erzielen? Dann wäre ein Stecksystem bestehend aus Verlaufs- und ND-Filtern ja wirklich die beste Lösung ...

  7. #6
    Hardcore-Poster Avatar von DD_Ihagee
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    Zitat Zitat von realmatrix Beitrag anzeigen
    Erstmal vielen Dank für die ausführliche Antwort!

    D. h. mit den ND-Filtern kann ich auch die Effekte eines Polarisationsfilters erzielen? Dann wäre ein Stecksystem bestehend aus Verlaufs- und ND-Filtern ja wirklich die beste Lösung ...
    Nein, kannst Du nicht.
    Das ND-Filter ist rein zur Verlängerung der Belichtungszeit (oder halt für ie Verwendung größerer Blenden bei voller Helligkeit und/oder eingeschränkter kürzester Verschlußgeschwindigkeit) zu nehmen; ein Polfilter nimmt man zur Farbsättigung/Kontraststeigerung und zum Ausblenden von Reflexionen (Glas z.B.; Metall nicht!).
    Zwei Polfilter zu nehmen ist eine Behelfskrücke bei Ermangelung eines ND-Filters, welche aber durchaus funktioniert.

    VG
    Holger

    P.S. Ab Seite 15 werden die Filter ja behandelt und so um Seite 19 das Polfilter ganz speziell.
    Geändert von DD_Ihagee (27.01.2018 um 21:08 Uhr)
    Diverse Dresdner Kameras und einige dazugehörige Objektive aus Jena und Görlitz - viel analoges Zeug also .............und nebenbei eine Canon 30D

  8. Folgender Benutzer sagt "Danke", DD_Ihagee :


  9. #7
    Moderator "Manuelle Objektive" Avatar von Fraenzel
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    Zu den Polfiltern bzw ND-Filtern ist zu sagen, dass sie sowohl bei Schwarz-Weiß als auch Farbfotografie wunderbar einsatzfähig sind. Bei den Cokin-Filtern ist zu beachten, dass es sowohl A als auch P_Filter gibt. Ich rate dringend zu den größeren P_Filtern. In der Tat ist die Verwendung von 2 Polfiltern (zum einschrauben) in der Farbfotografie ein Notbehelf für Langzeitaufnahmen wegen eines möglichen Farbstiches für s/w-Aufnahmen dagegen kein Problem.
    Ein interessant Filtervariante sind die Grauverlaufsfilter insbesondere zur Hervorhebung von Wolken. Die lassen sich ebenfalls für s/w als auch Farbaufnahmen einsetzen-
    Also ein lohnendes Terrain.
    Gruss Fraenzel

  10. 2 Benutzer sagen "Danke", Fraenzel :


  11. #8
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    Daumen hoch

    Also wenn ich das jetzt richtig recherchiert hab, brauch ich bei dem Cokin Creative System einen 49er und 67er Adapter und dann den eigentlichen Filterhalter CREATIVE P-Serie. Da kann ich dann nen zirkularen Polfilter und parallel dazu einen zweiten Filter a la ND- oder Verlaufsfilter dran basteln (alles P-Filter). Dafür gibts dann auch ne Tasche, wo ich 5 Stück und den Halter reinpacken kann, womit das ganze dann auch hoffentlich recht handlich ist.

  12. #9
    Moderator "Manuelle Objektive" Avatar von Fraenzel
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    Dann bist du gut gerüstet und nicht nur für die schwarz/weiß Fotografie.
    Gruss Fraenzel

  13. #10
    Spitzenkommentierer Avatar von ralf3
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    Ich habe ja nicht wirklich viel Ahnung von diesen Steckfiltersystemen, aber eines ist mir doch aufgefallen. Für den Polfilter braucht man doch sicher einen speziellen drehbaren Halter oder Adapter, so dass er unabhängig von den anderen eingesteckten Filtern drehbar ist.

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