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Thema: Die Carl Zeiss Jena Prakticar Objektive zur Praktica B

  1. #21
    Hardcore-Poster Avatar von BiNo
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    Zitat Zitat von DD_Ihagee Beitrag anzeigen
    Ähem, Birk, schau mal auf Deines auf der vorhergehenden Seite, *hüstel*, da steht ziemlich deutlich MC drauf...

    VG
    Holger
    Äh, ja
    Danke Holger, das nennt man wohl Betriebsblind...
    Schöne Grüße, Birk.
    ---------------------- -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Canon EOS 1Ds Mk II, EOS 1D Mk II, EOS 60D, Praktica MTL 5B und ein paar Objektive.

  2. #22
    Hardcore-Poster Avatar von Gang
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    Also ich habe bisher kein Prakticar 2.8 50mm CZJ ohne MC gesehen.

    Gruß, Rick

  3. #23
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    Ergänzend zu der sehr guten Auflistung der Carl Zeiss Jena Prakticare möchte ich einen Beitrag aus der DDR-Zeitschrift Bild und Ton zu den Entwicklungstendenzen der fotografischen Optik unter Einbezug der vorgenannen Objektive bringen:

    1. Standardobjektive
    Bild 1: Prakticar-Standardobjektive 1 : 1,8/50 mm und 1 : 2,4/50 mm
    In der bisherigen Verkaufspraxis wurden Spiegelreflexkameras normalerweise als Einheit mit einem sogenannten Standardobjektiv angeboten. Dieses Standardobjektiv ist in der Regel ein hochkorrigiertes Objektiv universeller Einstellmöglichkeit für den Normalverbraucher. Es erfüllt die Anforderungen der Landschaftsfotografie, der Personen- und Gruppenaufnahmen, der Tier- und Sportfotografie sowie im weitesten Sinne der Architekturfotografie. Die Entwicklung konventioneller Standardobjektive hat sich grundsätzlich auf abgewandelte Gaußtypen, die bei 6 bzw. 7 Linsen einen zur Blende nahezu symmetrischen Aufbau haben, fixiert. Der Vorteil der üblichen Standardbrennweite von 50 mm liegt in erster Linie darin, dass der aufgenommene Bildwinkel dem vom menschlichen Auge erfassten Sehfeld entspricht. Die Lichtstärke liegt in der Regel bei 1:2,8 bis 1:1,8. In der konstruktiven Gestaltung wird allgemein eine kompaktere mechanische Bauweise angestrebt, so dass die äußeren Abmessungen letztlich nur durch das Glasvolumen der Optik begrenzt werden. Beispiele für dieses Bestreben sind die Standardobjektive der Praktica-B-Reihe (Bajonettadapter Ø 48,5/44,4) Prakticar 2,4/50 und Prakticar 1,8/50 (Bild 1).
    Vor allem für die Reportagefotografie ist die Entwicklung lichtstärkerer Standardobjektive von Interesse, so z.B. das vom Kombinat VEB Carl Zeiss JENA entwickelte Prakticar 1,4/50 ([5]). Das Hauptproblem bei der Entwicklung derartiger lichtstarker Objektive besteht vor allem darin, dass mit zunehmendem Linsendurchmesser auch der Öffnungsfehler zunimmt. Beim Abblenden lichtstarker Objektive wird dagegen eine günstigere Verteilung der relativen Beleuchtungsstärke erreicht.
    Durch den Einsatz spezieller hochbrechender Gläser kann auf im Herstellungsprozess aufwendigere asphärische Flächen verzichtet werden. Ein Beweis dafür, dass es mit einer vollsphärischen Optik möglich ist, die Lichtstärke extrem zu erhöhen, ist ohne Zweifel das von Leitz (BRD) entwickelte Noctilux 1:1/50 mit 7 Linsen in 6 Gruppen. Im Zusammenhang mit Ausführungen zu Möglichkeiten und Grenzen der korrigierenden Wirkung asphärischer Flächen wird in [6] darauf hingewiesen, dass alle durch Asphären erreichbaren Korrektionswirkungen mit erhöhtem Aufwand auch durch sphärische Flächen erreichbar sind. Andererseits haben in den letzten Jahren jedoch auch asphärische Flächen Anwendung in Fotoobjektiven gefunden. So bietet Canon (Japan) in sehr kompakter Bauweise hochlichtstarke asphärische Objektive fester Brennweite (1:1,4/24; 1:1,2/50; 1:1.2/85) und das erste asphärische Varioobjektiv (1:3.5/24...35 mm) an.
    Bild 2: Vignettierte Eintrittspupille
    Die praktisch sinnvolle Grenze der Lichtstärke lässt sich allerdings unter Beachtung der allgemein üblichen Konstruktionsprinzipien für Spiegelreflexkameras nicht über 1:1,4 steigern. Hauptgrund ist die Vignettierung durch den Bajonettdurchmesser an der Schnittstelle Objektiv/Kamera. Bild 2 zeigt die Eintrittspupille, die zusätzlich durch den hochgeklappten Rückschwingspiegel in der Kamera beschnitten wird. In der Bildecke ist die Vignettierung durch die Objektivfassung dargestellt. Der Lichtverlust kann bis zu zwei Blendenstufen betragen, so dass die höhere Lichtstärke durch die Kamerakonstruktion teilweise wieder kompensiert wird.
    Die mit der Erhöhung der Lichtstärke verbundene geringere objektseitige Schärfentiefe kann insbesondere bei Aufnahmen schnell bewegter Objekte mit kurzen Belichtungszeiten (Sportaufnahmen) oder bei ungünstigen Lichtverhältnissen (Reportage, Innenaufnahmen ohne Blitzlicht) genutzt werden. Die damit verbundene bildseitige geringe Schärfentiefe führt dagegen zu konstruktiven Problemen in der Bildebene (exakte Planlage des Filmmaterials), die relativen Öffnungen größer 1:1.4 ebenfalls entgegenstehen. Für den Einsatz von kinematografischen Aufnahmeobjektiven mit extrem hohen Lichtstärken, z.B. mit einem Öffnungsverhältnis von 1:0,7 für das 35-mm-Format, wird der Schärfentiefenbereich bildseitig voll von der Toleranz für die Objektivjustage zur Filmebene (Delta_z' = ±0,02 mm) beansprucht. Damit wird praktisch die Abbildung räumlicher Objekte unmöglich

    Bild 5: Hauptebenenlage und Baulänge für Objektive verschiedener Brennweite (Verbindung B2 − M42x1/45,5)
    Im Gegensatz zu der Verlagerung der bildseitigen Hauptebene bei Weitwinkelobjektiven zur Verlängerung der hinteren Schnittweite besteht bei der Konstruktion von Teleobjektiven das Bestreben, die Objektivhauptebene vor die erste Linse zu verlagern, um eine im Verhältnis zur Brennweite relativ kurze Baulänge zu erzielen. Bild 5 zeigt das Verhältnis von Brennweite zu Baulänge am Beispiel der Objektive Pentacon 2,8/135, 4/200 und 5,6/500. Im Zusammenhang mit der bei zunehmender Brennweite geringer werdenden Schärfentiefe ist für eine sichere Scharfeinstellung die Lichtstärke bei Teleobjektiven von Bedeutung. Moderne Optikkonstruktionen haben die Lichtstärken von 1:4 bei Brennweiten von 200...300 mm und 1:5,6 bei einer Brennweite von 500 mm bereits deutlich überboten. Neben dem Prakticar 2,8/200 (Kombinat VEB Carl Zeiss JENA) sind das FD 1:2,8/200 mm L sowie FD 1:2,8/400 mm L von Canon herausragende Beispiele. Eine Erhöhung der Lichtstärke ist jedoch stets mit einer Vergrößerung des Frontlinsendurchmessers und daraus resultierend meist auch mit einer Gewichtszunahme verbunden. Das lichtstarke Nikon 1:2/300 ED weist eine Masse von 7,1 kg auf
    Neben einem relativ hohen mechanischen Aufwand hinsichtlich Materialeinsatz und Herstellung führt das konventionelle Einstellfassungsprinzip ("Schneckengang" als Differentialgewindetrieb zur Umwandlung der Drehbewegung am Entfernungseinstellring in eine Längsverschiebung der optischen Glieder) bei langen Auszügen zu einer beachtlichen Kopflastigkeit des Objektivs bei Naheinstellung. Da die Befestigung des Stativs z.B. beim Praktikar 5,6/500 am Objektiv erfolgt, wird die Naheinstellung durch das Verschieben der Kamera am Objektiv erschwert. Im Zusammenhang mit einem linearen Gewindetrieb steht auch der Nachteil einer bei gleichem Drehwinkel im Fernbereich schneller werdenden Schärfentiefenverlagerung. Abhilfe schaffen kann eine Entlinearisierung der Einstellbewegung z.B. durch Kurvensteuerung.
    Verbunden mit einer Streckung der Einstellbewegung wird so eine höhere Einstellgenauigkeit erzielt. Die Entwicklungstendenz bei Teleobjektiven zeigt aus diesen Gründen einen deutlichen Trend zur Innenfokussierung. Dabei bilden sowohl der Objektivkörper, als auch die Kamera eine feststehende Einheit. Die Entfernungseinstellung erfolgt durch eine im Vergleich zum Einstellfassungsprinzip geringe Verschiebung des vorletzten oder mehrerer Glieder. Korrektionsmöglichkeiten ergeben sich dabei in Abhängigkeit der Bewegungsabläufe dieser Glieder. Durch getrennte Kurvensteuerung mehrerer optischer Glieder lassen sich zum Beispiel Astigmatismus und Kugelgestaltsfehler weitgehend kompensieren. Besondere Bedeutung kommt der Innenfokussierung zur Herabsetzung der Naheinstellgrenze bei der Makrofotografie zu. Da die Konstruktion einer kurvengesteuerten Innenfokussierung kompakter, als das konventionelle Einstellfassungsprinzip realisiert werden kann, bietet sich in diesem Zusammenhang eine Erweiterung des Einstellbereiches an. Da nur eine optische Komponente um einen relativ geringen Betrag verschoben werden muss, kann mittels großer Kurvensteigung auch ein kleiner Drehwinkel am Entfernungseinstellring für die schnelle Scharfeinstellung Vorteile bieten.[
    Bild 6: Sigma 1 : 3,5/200 mm mit Innenfokussierung
    Das im Bild 6 gezeigte Sigma 1:3,5/200 mm hat eine Naheinstellgrenze von 0,85 m; die Scharfeinstellung von Unendlich bis 0,85 m erfolgt dabei über einen Drehwinkel von nur etwa 90°.
    Im Gegensatz dazu wird bei Objektiven nach dem Einstellfassungsprinzip für die Realisierung des Abbildungsmaßstabes 1 eine Auszugslänge gleich der Objektivbrennweite benötigt.
    Bei einem Standardobjektiv wäre das bei einer Naheinstellung auf 100 mm (etwa 200 mm, da von der Filmebene aus gemessen wird.) ein Auszug von etwa 50 mm. Zu umgehen ist dieses konstruktive Problem nur durch Zwischenringe oder Balgennaheinstellgerät.
    Eine Verbesserung der Abbildungsleistung vor allem bei langbrennweitigen Objektiven ermöglicht der Einsatz hochgezüchteter optischer Gläser mit anormaler Teildispersion. Die Korrektur der Farbfehler erfolgt für achromatische Objektive für die Wellenlängen des blauen und roten Lichts, so dass ein sogenanntes sekundäres Spektrum verbleibt, welches für einen Restfehler verantwortlich ist. Dieser restliche Farblängsfehler auf Grund des sekundären Spektrums liegt bei 1/1000 der Brennweite. Er kann mittels apochromatischer Systeme behoben werden, in denen zu diesem Zweck Flour-Gläser mit extrem niedriger Dispersion (z.B. Nikon-ED- und Canon-UD-Gläser) eingesetzt werden. Allerdings sind zum Beispiel Calziumfluorid-Kristalllinsen wesentlich feuchtigkeits- und temperaturempfindlicher, als normales optisches Glas, was zu Schwierigkeiten bei der Bearbeitung führt. Solche Linsen sind daher auch nicht als Front- oder Hinterlinsen einsetzbar (geringe Härte und Kratzfestigkeit).
    Andere Bestrebungen gehen dahin, möglichst extrem zentrierunempfindliche Linsen einzusetzen und somit den technologischen Aufwand zu reduzieren. Eine hohe Zentrierunempfindlichkeit wird dabei allerdings nur mit einer Erhöhung der Anzahl der optischen Elemente erreicht (vgl. [8]).
    Eine gebrauchswerterhöhende Steigerung der optischen Packungsdichte, d. h. eine kompaktere Konstruktion von langbrennweitigen bzw. Teleobjektiven ist prinzipiell nur unter Zuhilfenahme sphärischer Spiegelflächen möglich. Typische Vertreter sind katadioptrische Zweispiegelsysteme nach dem Cassegrain-Prinzip. Die kompakte Bauweise ergibt sich aus der Verlagerung der Hauptebenen vor das System. Negativ wirken sich die Probleme der Zentralabschattung und der Zentrierempfindlichkeit sphärischer Spiegel aus.
    Geändert von hinnerker (25.11.2018 um 23:14 Uhr)

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  5. #24
    Hardcore-Poster Avatar von Gang
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    Derzeit habe ich ein 1.4 / 50mm CZJ Prakticar Bauform 2 (3 Noppenringe) mit folgender Gravur zur Wartung

    CARL ZEISS JENA DDR P 1:1.4 f=50mm MC
    SN 16376

    Es handelt sich eindeutig um ein in Jena hergestelltes Objektiv mit 4 Schrauben auf der Rückseite. Die Gravur hätte ich jedoch einem Pentacon Prakticar aus Görlitz zugeordnet, welches erst nach Übernahme von Pentacon durch CZJ in Görlitz hergestellt wurde.

    Hat jemand eine Erklärung für solch eine Gravur an einem CZJ Prakticar?

    Gruß, Rick

  6. #25
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    Zitat Zitat von Gang Beitrag anzeigen

    Hat jemand eine Erklärung für solch eine Gravur an einem CZJ Prakticar?
    Ein Symptom des sich selbst auflösenden real existierenden Sozialismus.


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