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Thema: Robustheit der Canon-Objektive

  1. #1
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    Standard Robustheit der Canon-Objektive

    Hallo liebe Mitstreiter,

    wie ist ist es um die Robustheit der Canon-Objektive bestellt?

    Folgender Artikel hat mich doch erschrocken:

    http://www.ebay.de/itm/Canon-EF-24-7...item35e561e6ce

    Wenn Ihr die Bilder betrachtet: Das macht den Eindruck, dass viel Plastik, auch an den kritischen Bruchstellen verbaut wurde. Dagegen kenne ich das Beispiel eines Leica-Objektivs, das aus großer Höhe einem bergsteigenden Fotografen heruntergefallen und auf der Felswand aufgeschlagen ist, jedoch bis auf verbeultes Filtergewinde immer noch intakt war.

    Edit: Hier ist die Rede davon, dass die Durability = Langlebigkeit des vorgestellten Objektivs verbessert wurde:

    http://www.canon.com/camera-museum/tech/report/2012/05/

    Aber wie steht es insgesamt um die Objektive?

    LG
    Waveguide
    Geändert von Waveguide (19.02.2015 um 16:02 Uhr)

  2. #2
    DCC Admin Avatar von klein_Adlerauge
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    Hmm... Ich habe noch keines meiner Canons eine Felswand heruntergeworfen... Es wäre wahrscheinlich aber dann auch hinüber.

    Nein, im Ernst, Probleme hatte ich mit meinen L-Festbrennweiten und auch mit dem 17-40er Zoom L bisher nicht. Canon hat zweifelsohne auch einige üble "Plastikbomber" im Programm. Aber auch nach wie vor solide Linsen, die dann aber auch richtig Geld kosten. Wobei die Solidität einer alten Leica-Linse und auch so manch anderer, alter, manueller Objektive schon beeindruckend ist. Die scheinen wirklich für die "Ewigkeit" gemacht worden zu sein. Tendentiell kommt es mir aber auch bei den High-End Canon Linsen so vor, als spare man in neuerer Zeit etwas an der, zumindest "gefühlten" Solidität. Ich hatte mal ein EF 2.8/400mm, erste Version. Das war höllenschwer und machte einen nahezu unverwüstlichen Eindruck. Die späteren Versionen mit IS waren auch noch sehr solide, aber es hielt hier und da etwas mehr Plastik Einzug. Zu Gunsten des Gewichts, zweifelsohne. Zu Lasten der tollen Haptik und des "Gefühls" der Unverwüstlichkeit. Ob die jetzt wirklich nicht mehr so robust sind, wie die "Vollmetall"-Vorgänger, ist vermutlich auch nur ein subjektives Gefühl. Ich denke, die setzen ja moderne CAD-Systeme ein, die verschiedene Belastungen berechnen und darauf optimierte Gehäuse produzieren - ähnlich wie im Automobilbau.

    LG,
    Heino

  3. #3
    Moderator Avatar von RetinaReflex
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    Also eine Extremerfahrung, wie der Sturz eines Objektivs von einer Felswand, kann ich auch nicht vorweisen. Mir ist mal ein 70-200 2.8 L aus ca. 5m runtergefallen, es war kein Schaden festzustellen.

    Die L Linsen von Canon sind generell ein wenig robuster und sollen ja auch ein wenig dem Wetter trotzen können. Die "normalen" Linsen von Canon kommen mir im Vergleich doch einwenig zerbrechlicher vor, aber habe aber kein Erlebnis welches das bestätigen würde.

    Die etwas älteren L Linsen sind ein wenig stabiler, so jedenfalls mein Eindruck. Das 135mm F2 L hat bei mir doch schon einiges mitgemacht und funktioniert immer noch tadellos.
    Aber auch die Telezooms von Canon kommen mir stabiler vor also alle in den hellen Farben gehaltene Linsen. Vielleicht weil sie auch für Safari und Action konstruiert sind? Ich weiß es nicht.

  4. #4
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    Also Grundsätzlich ist die Annahme quatsch das bei einem Sturz eines Objektives auf einen Felsen der Hersteller eine große Rolle spielt. Natürlich besitzen Mettalle eine größere Stabilität als Kunststoffe - Kunststoffe haben aber den großen Vorteil das sie gegen themische Einflüsse deutlich robuster sind (Stichwort: Wärmeausdehnungskoeffizient).

    Bei einem optischen System können geringe laterale oder longtitudinale Verschiebungen der Linsenfassungen schon zu sichtbaren Abbildungsfehlern führen. (Chroma, Koma) Vielmehr spielt es jedoch eine Rolle an welcher Stelle der Aufprallpunkt bei einer Kollision liegt und in welchem Winkel + evtl Drall das Objektiv aufschlug. Insgesamt sind mechanische Konstruktionen (auch bedingt durch die veränderte Architektur für eine AF-Focusierung) zum Teil aber erheblich empfindlicher als früher bei den meisten Altgläsern.

    Als bekanntes Beispiel sind hier die Focusprobleme des Canon EF 1,4 50 zu nennen die jetzt nach dem die Linse in die Jahre kommt verstärkt zu finden sind. Neben der Motormechnaik wird sehr oft auch eine Verformung des Focusiertubus erwähnt in dem sich Führungsfräßungen befinden in denen Kunststoffkeile hin und herrutschen müssen. (beim Einschicken zu Canon werde diese Tubuse vom Service ausgetauscht) -> Schlussfolgernd kann man durchaus sagen das Objektive Heute nicht mehr für die Ewigkeit gebaut werden. Aber ganz ehrlich, in welcher Branche ist das denn anders?

  5. #5
    Spitzenkommentierer Avatar von cyberpunky
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    Na ja, jedenfalls fehlt bei dem 24-70 nicht nur das Bajonett sondern auch die gesamte Elektronik .
    Da wird man schon etwas mehr investieren müssen um das wieder flott zu kriegen.
    Bin gespannt ob wir demnächst hier darüber lesen können .
    Altglasphasen nach LucisPictor abgeschlossen .

    > aufgrund diversen aktuellen Projekten bin ich leider längere Zeit offline im Digicamclub, wünsche euch für 2019 Gesundheit und immer gutes Licht <

  6. #6
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    Um so mehr Elektronik und Mechanik in die Teile einziehen, um so empfindlicher werden sie. Das betrifft sowohl die Kameras als auch die Objektive. Der AF erfordert entsprechend leichtgänge und auch lechte Teile, damit das ganze schnell bewegt werden kann und den Akku auch nicht zu schnell aussaugt, ein Is setzt dem noch eins oben drauf. Der Auswand, ein Objektiv dann noch gegen heftige Erschütterungen zu schützen, steigt dann schon erheblich und treibt natürlich die Kosten in die Höhe. Ich denke, dass Canon da schon einen ganz guten Kompromiss gefunden hat, wenn man sich die neueren L-Objektive anschaut, und auch die einfachen mit Kunsstoffgehäuse halten bei normaler Nutzung schon einiges aus. Andereseits hatte ich schon Objektive alter Fertigung hier, die zwar sehr solide gebaut waren, so dass ein Sturz aus großer Höhe keine äußerlichen Schäden hinterließ, wo jedoch Linsen im Inneren splitterten. Kameras und Objektive haben einfach einen anderen Einsatzzweck als bspw. ein Baseball oder eine Axt, auch wenn man bspw. mit einer Nikon F4 schon einiges veranstalten kann, bevor die muckt. Da hat Nikon einfach einiges auf die Spitze getrieben, ähnliches ließ sich später kaum noch finden, auch nicht von Canon.

  7. #7
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    Zitat Zitat von Bastl Beitrag anzeigen
    Als bekanntes Beispiel sind hier die Focusprobleme des Canon EF 1,4 50 zu nennen die jetzt nach dem die Linse in die Jahre kommt verstärkt zu finden sind. Neben der Motormechnaik wird sehr oft auch eine Verformung des Focusiertubus erwähnt in dem sich Führungsfräßungen befinden in denen Kunststoffkeile hin und herrutschen müssen. (beim Einschicken zu Canon werde diese Tubuse vom Service ausgetauscht) -> Schlussfolgernd kann man durchaus sagen das Objektive Heute nicht mehr für die Ewigkeit gebaut werden. Aber ganz ehrlich, in welcher Branche ist das denn anders?
    Auch habe ich in diesem Zusammenhang schon gelesen, dass man bei diesem Objektiv die Sonnenblende stets darauflassen sollte, weil der AF-Mechanismus sehr empfindlich ist. Das Objektiv verträgt angeblich ganz schlecht Stöße auf den vorderen Tubus.

    Das spricht für ältere Objektive, wie sie hier im Forum besprochen werden, wenn man auf AF und so manchem Komfort verzichten kann.

    LG
    Waveguide

  8. #8
    Hardcore-Poster Avatar von Groundhog
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    Mir ist mal die 600D mit Kit-Linse (mehr Plastik geht kaum) aus 2m auf Kopfsteinpflaster gekracht und bis auf eine kleine Ecke, die aus dem Filtergewinde gebrochen ist, war da nix dran ... kommt auch immer etwas auf den Aufschlagswinkel an
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  9. #9
    Fleissiger Poster Avatar von duckrider
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    Zitat Zitat von Groundhog Beitrag anzeigen
    ... kommt auch immer etwas auf den Aufschlagswinkel an
    Yepp, ich denke auch, dass "Schwein haben" 90% bei einem Sturz eine Rolle spielt. Ich habe bei einem leichten Rolltreppensturz schon ein Leica M Objektiv und bei einem Spaziergang ein Nikkor aus den 70ern in Vollmetall gehimmelt. Aber fraglos fuehlen sich massive Metallfassungen besser als Plaste- und Elaste an!

    Thomas

  10. #10
    Kennt sich aus
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    Zitat Zitat von Waveguide Beitrag anzeigen
    Auch habe ich in diesem Zusammenhang schon gelesen, dass man bei diesem Objektiv die Sonnenblende stets darauflassen sollte, weil der AF-Mechanismus sehr empfindlich ist. Das Objektiv verträgt angeblich ganz schlecht Stöße auf den vorderen Tubus.
    Kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Reparatur ist praktisch zwecklos, weil das Sensibelchen beim nächsten Windhauch sofort wieder kaputtgeht. Auch das 2,8/16-35mm L hat sich vor kurzem in der Fototasche selbst zerlegt. Wahrscheinlich ein wenig Druck auf die aufgesetzte Streulichtblende und schon war der vordere Tubus ab. Da verzeihe ich es dem 70-200mm IS L schon, dass es nur jedes Jahr ein wenig dunkler wird, weil der weisse Lack sich langsam im Schweiss auflöst. Das ist schließlich nur äußerlich und immerhin tun die Dichtungen was sie sollen, ganz im Gegensatz zu denen der 1Ds Mk2, die bisher jeden Sommer in Japan am Schweiss verreckt ist.

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