Brillenputztücher vom Optiker sind eine preiswerte Alternative (gibt es oftmals kostenlos).
Brillenputztücher vom Optiker sind eine preiswerte Alternative (gibt es oftmals kostenlos).
Wissen wir. Nur werden die Zeiss 20x20 Tücher auch für Messräume und Labore verkauft.
Heute sind sie eingetroffen und es ist ernüchternd:
Sie fusseln, schon die klare Vinylhülle ist innen drin verdreckt, ich hoffe,
man erkennt die weißen Pünktchen, die sind auf den Innenseiten der Hülle.
PecPads sind sauberer und Rückstandsfrei verpackt.
Und eigentlich ist es ja der Sinn eines Mikrofasertuches, auch seine eigenen Flusen
von einer glatten Oberfläche abzunehmen. Aber genau das macht das Zeiss-Tuch nicht...
Zumindest im Auslieferzustand für die Reinigung demontierter Objektivgläser nicht zu gebrauchen.
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Wenn das alles so einfach wäre, könnte es jeder Sonderschüler ;-)
Wer sagt denn, dass es Schwierig ist?
Ein Tuch soll einfach nur das machen, wofür es angepriesen wird.
Da scheint jedes Haushalts - Mikrofasertuch aus der Drogerie besser zu sein.
Vorsicht! Ein paar von den fusseln übelst und ein paar schaffen es, die Vergütung zu verkratzen (auch ohne sie vorher in den Sand geworfen zu haben). Auch alte T-Shirts und Geschirrhandtücher unterliegen keiner DIN oder ISO, da gibt es besser und schlechter geeignete.
Mir wollte mal jemand Ziegenleder (Chamois) und Hirschleder anpreisen (das kann auch fusseln).
Dieses japanische Spezialpapier (mit 99,9% Isoprop, Äther habe ich noch nicht probiert) erscheint mir noch am besten (aber auch nicht perfekt).
Beim Blasebalg dann gut überlegen wo man die Partikel hinpustet.
Für diese Warnung, die man sehr häufig in Foren liest, hätte ich jetzt gerne einen Beleg.
Denn wie kann es sein, dass ich inzwischen bei diversen Reinigungsversuchen
viermal den Gewinde-Klemmring von der Frontlinse meines Tamron 24-48 lösen musste,
um diese herauszunehmen, aber dort, wo der Ring auf dem vergüteten Glas aufliegt, keine Kratzer sehe?
Oder dass viel empfindlichere CDs (Polycarbonat) oder Acrylglashauben in Dekaden Staubwischens nicht matt wurden?
Und tatsächlich haben in der Videofirma, wo ich mal gearbeitet habe, die Kameraleute Chamoisleder und auch Hirschleder im Kamerakoffer gehabt,
um die Frontlinsen während des Drehs, vor allem bei Regen, abzuwischen, was an der Sämischgerbung liegt, bei der die Gerbstoffe am wenigsten ausgewaschen werden.
Das Hirschleder "fusselt" nur am Anfang, ich habe selbst mal welches zu stabilen Hosen verarbeitet.
Chamoisleder haben wir übrigens auch mit 99% Iso-Alk zum Reinigen der Videokopftrommeln genommen, weil deren die Kopfspalte sehr empfindlich sind.
Das ist "eigenes Erleben". Mit Pech ist dann doch "Quarzsand" mit im Spiel gewesen (im frisch ausgepackten(!) Mikrofasertuch aus dem Drogeriemarkt), aber es ist mir höchstselbst passiert und ich habe mich gebissen (ja, vorher abgepustet, abgepinselt und feucht ohne Druck gereinigt, mit dem Mirkofasertuch dann zu guter Letzt die Vergütung zerkratzt). Mir fehlt noch das Rasterelektronenmikroskop um die Tücher dann anzugucken. Evtl. habe ich noch ein hellblaues, das nicht kratzt aber jede Menge Mikrofussel zurückläßt.
Bei "Profi" Mikrofasertüchern (Augenoptiker-Brillenputztuch, Werbegeschenk Fotoladen, ...) gibt es jedenfalls "Unterschiede" in der Fähigkeit, etwas aufzunehmen und Unterschiede bei den verbleibenden Fusseln und die fühlen sich unterschiedlich "flauschig" an (je härter, desto weniger Fett bzw. Schmierschmutz schlucken sie).
Google übersetzt übrigens bei der Suche nach "Chamois Leder" den englischen Wikipedia-Artikel
"Sämischleder ist eine Art poröses Leder, traditionell die Haut der Gämse, einer Art europäischer Bergziege, die heute jedoch fast ausschließlich aus dem Fleischspalt eines Schaffells hergestellt wird."
Und ja, wir sollten Gams und Ziege unterscheiden (wie die wohl schmecken?) aber wenn eine Gams eine Bergziege ist, dann finde ich Ziege nicht soooo verkehrt, auch wenn es am Ende evtl. doch ein Schaf war, das die Haut gab.
In anderen Gegenden (mit Bergen) ist man noch ganz anders drauf https://materialarchiv.ch/de/ma:material_1559?type=all
"Chamois- oder Sämischleder bezeichnet Lederarten, die auf Basis oxidierbarer Fette gegerbt werden"
"Der Bedarf an Chamois- oder Sämischledern ist in den letzten Jahren erheblich zurückgegangen. Verwendung findet es noch als Handschuh-, Bekleidungs-, Bandagen und Fensterleder. In der Orthopädie wird es besonders als Futterleder geschätzt. Sämischleder aus Hirsch- oder Rehhaut werden bevorzugt zu Trachtenbekleidung verarbeitet."
Egal, das "Chamois", das ich habe, das fusselt auch ein wenig. Für Brillengläser oder Objektiv Außenlinsen kein Theme, für Linsen im Inneren eines Objektivs (oder Okkulars), das dann kritisch durchleuchtet wird noch zu viel. Aber die Fussel sind größer als bei Mikrofaser und mit etwas Glück bekomme ich sie mit einem Pinsel weg ohne neue Fettstreifen zu ziehen (das klappt bei den hellblauen Mikrofaserfusseln wohl aufgrund statischer Aufladung nicht so gut).