Passiert einem auch leicht mal mit Methylenchlorid (AKA Dichlormethan) und wenn man die Buddel dann im Schlaf- oder Wohnzimmer hatte, hat man das alles "weggeschnüffelt". Also lieber in der frostfreien Garage aufbewahren.
Passiert einem auch leicht mal mit Methylenchlorid (AKA Dichlormethan) und wenn man die Buddel dann im Schlaf- oder Wohnzimmer hatte, hat man das alles "weggeschnüffelt". Also lieber in der frostfreien Garage aufbewahren.
Kleiner Zwischenbericht ohne Bilder:
- Zeiss Reinigungsmittel besorgt
- Waschbenzin besorgt
Das Zeiss Zeugs ist sehr gut... für Brillen. Für eine schlierenfreie Reinigung absolut unbrauchbar. Ist was für die Außenreinigung, aber im Inneren ist das nichts.
Waschbenzin ist besser, aber hinterlässt auch Schlieren und stinkt ekelig.
Isopropanol 99.9% ist hier um Lichtjahre besser, aber nicht gut genug. Mit Aceton hatte ich mal schlechte Erfahrungen mit der Beschichtung gemacht gehabt, ich werde aber mal ein neuen Versuch starten, mit etwas minderwertigeren Gläsern.
Wenn jemand weiß wo man 99.99%'iges Isopropanol herbekommt, bitte mitteilen.
Ich werde am Ende mit Fotos alles dokumentiert her her schreiben. Ich bin aber noch nicht so weit.
Edit: Sofern es möglich ist, werden die Linsen bei warmes, fließendes Wasser und Spülmittel gründlich gewaschen und gespült, und sofort getrocknet, damit keine Kalckflecken entstehen!
Ich war in der Apotheke erfolgreich. "Zur Analyse" oder "analysenrein " ist wohl das Schlüsselwort für 99,x% statt 98%. Für 99,99% muß man wohl lange googeln oder selbst destillieren.
Inkl. 200ml Aponormflasche war das zwar teurer als 1l Brennspiritus aus dem Supermarkt (da haben die Preise mit Corona mächtig angezogen!), aber eben auch "besser".
In einer "guten" Apotheke sollte man auch mit dem qualifizierten Fachpersonal über das Thema qualifiziert sprechen können. "Was wollen Sie denn damit? Nehmen Sie doch lieber Franzbrantwein mit Latschenkiefer, das riecht besser", "Ich will streifenfrei reinigen und entfetten" ...
In CH ist das Unobtanium. In D vor ein paar Jahren kein Problem. Reinigen von Platinen von Lötrückständen hat die Dame in der Apotheke mit wissendem Blick akzeptiert. Somit habe ich einen Liter auf Lager...
Das gibts bei CONRAD: 1 Liter 99,9%iges Isopropanol
Abb. ähnlich
Cramolin ISOPROPANOL 402841 1 l
1
Stück
Bestell-Nr.: 1629526 - 62
Einzelpreis 17,99 €
1 l = 17,99 €
Gruß, Michael
Isoprop hatte ich mal von hier gekauft:
https://www.amazon.de/Isopropanol-2-...976197&sr=8-11
VG Ekkehard
Isopropanol mit 97% Reinheit gibt es auch bei Spinnrad. Kurioserweise dürfen Apotheken nur bis 70% verkaufen, so die Auskunft meiner Apothekerin.
Kann jemand zuverlässige Aussagen zu Aceton und den Vergütungen auf Glaslinsen geben?
Bei zwei Flecken auf Altgläsern (Tamron und Vivitar, beides Mitte der Achtziger) war es tatsächlich die letzte Möglichkeit, nachdem 97%tiger Alkohol, Feuerzeugbenzin und Wundbenzin versagt haben.
Rein theoretisch dürfte Aceton die Vergütungen auf der Linse nicht angreifen?
Chat GPT plappert bezüglich TiO₂/SiO₂/MgF₂ und Aceton folgendes:
Aber da frage ich mich, ob die AI nicht in zu vielen Foren mitgelesen hat.
Optisch schimmert das Glas des 24-48 jedenfalls weiterhin gleichmäßig bläulich.
Aber natürlich schaut man übergenau hin. Es scheint auch "trüber" - kann aber schon schon so gewesen sein.
Am Anfang dieses Threads hatte der Themenersteller das Gegenteil festgestellt,
aber vielleicht meinte er mit "Zerstört" die Fassung und nicht das Glas.
Ich grabe mich langsam in die Objektivreinigung, und das wortwörtlich.
Einen Fleck auf der Frontlinse konnte ich nach dem Abnehmen (Tamron 24-48 Adaptall) auf der Innenseite tatsächlich nur mit Aceton sauber bekommen.
Was auffällt: Den Fleck, den nur Aceton weg bekam, bekam ich nicht etwa mit den üblichen Polyestertüchern wie Pec-Pads oder Absorbond TX409 weg, sondern tatsächlich mit simplen Baumwollpads.
Die "Feuchtreibung" ist einfach höher. Trotzdem scheint die Vergütung nicht gelitten zu haben.
Was aber generell nervt:
Die Polyestertücher sind einfach nicht saugfähig genug, selbst wenn man sparsam Alkohol und ähnliches verwendet. Wenn man mit einem Polyestertuch eine ausgebaute Frontlinse reinigt,
schlägt sich an Tagen wie diesen, selbst bei 25° Raumtemperatur die Verdunstungsfeuchte der Hand auf dem Glas nieder (ich nehme ungerne Latex / Op-handschuhe) und die Polyestertücher sind einfach nicht saugfähig genug,
um diese minimale Feuchte vom Glas zu ziehen. Ich sehe allerfeinste Tröpfchen. Anhauchen geht mit Polyestertüchern überhaupt nicht.
Ich habe auch vor längerer Zeit Kimtech Kimwipes 7558 aus Papier ausprobiert, die sind zwar saugfähiger, da Papierbasis,
aber obwohl für optische Instrumente angepriesen, "bröselt" das Zeug.
Ich habe es zuerst auf einem Sensor probiert, die Götter waren hier nicht mit dem Mutigen.
Ein Tag ging drauf, das Gebrösel wieder mit Swabs weg zu bekommen.
Ich habe auch nicht das Gefühl, dass Polyestertücher, vor allem trocken, auch noch den feinsten Staub von der Linse nehmen.
Die Frontlinse habe ich zwar äußerlich sauber bekommen, aber beim Blick durch das objektiv sehe ich weiterhin feinen Staub.
Jetzt stehe ich aber langsam davor, das besagte Tamron 24-48 zu zerlegen und die Front / Endgläser der jeweiligen Linsengruppen zu reinigen.
Der Grund ist, dass sich das Objektiv-Fett als feine Öltröpfchen auf die Linsen kondensiert hat.
Ich dachte erst, es wäre Fungus auch auf dem Frontglas war dieser Ölniederschlag, neben dem erwähnten Fleck.
Und für eine vollkommen staubfreie Reinigung nach der Nassreinigung (Diesmal nur mit Wundbenzin) frage ich mich,
gibt es noch Alternativen zu Polyestertüchern?
Doch nicht etwa doch Microfaser?
Oder das alte Baumwoll - T-Shirt?
Grüße, Sal
Geändert von Sal (Gestern um 20:52 Uhr)
Im Mikroskopservice von OLYMPUS verwendete man eine Reinigungsflüssigkeit bestehend aus 4 Teilen Äther und 1 Teil Äthanol und benutzte ein spezielles "Linsenreinigungspapier".
Das Linsenreinigungspapier kann man bei ebay kaufen (https://www.ebay.de/itm/198131311036) , der Link zeigt auf das Papier von NIKON - kommt aber vom gleichen Hersteller wie das Papier von OLYMPUS und letzteres findet man nicht so leicht im Internet.
Das Reinigungspapier wird in einer speziellen Methode um eine Pinzette gewickelt und mit Äther befeuchtet, je nach "Wickeltechnik" kann man so ganz kleine und auch ziemliche große "Spitzen" zum Putzen erzeugen.
Meine Erfahrungen im Mikroskopservice (8 Jahre hauptamtlich bei Olympus und seit 2016 in eigener Firma) zeigen jedoch, das reiner Äther besser reinigt als obiges Gemisch - die Geruchsbelästigung aber gleich ist.
Vorher natürlich Staub abpusten und evtl. mit einem feuchten Mikrofasertuch vorreinigen.
Un wer jetzt denkt ,daß jetzt 2-3-ccm Äther für eine "Benebelung" des Reinigers ausreichen dem sei die Medizingeschichte empfohlen. Für eine Äthervollnarkose eines Patienten wurden früher 100 ccm (einhundert!!) DIREKT auf die Maske vor dem Gesicht geträufelt!
Viel Erfolg beim "Schnüffeln" von Äther!!