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https://www.foto-kunst-theorie.de/fo...he-fotografie/
Stefan Gronert bezieht sich in seinem Beitrag auf ein Gespräch das zu dem oben genannten Thema im Artforum stattfand.
Ich finde es werden einige sehr wichtige Punkte angesprochen die es der Kunstfotografie inzwischen sehr schwer machen überhaupt noch ernst genommen zu werden.
Z.B. das ein Fotograf seine Bilder für eine Retrospektive alle neu printed, zur selben Zeit und damit natürlich seine eigene Chronologie zerstört.
Ein ähnliches Thema habe ich vor etwa zwei Jahren bereits in einem anderen Forum angesprochen, ich hatte mich seinerzeit beschwert das in der Lee Miller Ausstellung im Bucerius Forum in Hamburg die Fotos alle Reprints aus einem Tintenstrahldrucker waren.
Meiner Meinung nach waren es daher nicht mehr die Fotos von Miller sondern bereits eine Interpretation ihrer Arbeiten.
Wie steht Ihr zu dem Thema "Was ist das Original?" Wo fängt es an und wo endet es, wie handhabt Ihr es selber z.B. was Reprints angeht in unterschiedlichen Formaten?
Die Meisten von uns sind Amateure und das Thema betrifft uns nur am Rande aber ich finde diese Diskussion nicht unwichtig, selbst für uns.
Bei Ausstellungen höre ich immer wieder von Besuchern das es "nur" Fotos seien die immer wieder neu erstellt werden können.
Das "Wissen" und die Einstellung zu dem was ein echtes Original ist hat sich anscheinend sehr verändert.
Preise für Fotografien verfallen immer mehr, selbst die Arbeiten von längst verstorbenen und namhafte Bildautorinnen und Autoren sind davon nicht ausgenommen. Was um das Jahr 2000 noch als Wertanlage galt ist heute u.U. ein Ladenhüter.
Für junge Menschen, die in diesem Bereich ihr Auskommen suchen, wird es immer schwieriger Käufer zu finden.


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