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Thema: Ein Lieblingsbild und seine Geschichte

  1. #11
    Spitzenkommentierer Avatar von Rob70
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    Zitat Zitat von Namenloser Beitrag anzeigen
    Schöne Idee, Rob!
    Ich habe auch genz aktuell ein momentanes Lieblingsbild,
    bei dem ich die Lichtstimmung einfach faszinierend finde.
    Entstanden ist es am 16. November am Morgen,
    der Nebel waberte noch durch den Wald.

    Zu etwas Besonderem macht dieses Bild aber der Umstand,
    wie ich "jetzt" dazu kam.
    Aufgenommen habe ich es mit einer Minolta Riva Zoom 70w Point + Shoot Kamera,
    die ich geschenkt bekam. In ihr schlummerte seit ca. 20 Jahren ein Kodacolor 200 Farbfilm,
    den ich "auf gut Glück" über mehrer Wochen vollgeknipst habe.

    Am Montag dieser Woche habe ich nun zum ersten Mal überhaupt zuhause C41-Negative entwickelt (das geht mithilfe eines Sous-Vide-Sticks zur Temperaturkontrolle wirklich einfach!).
    Und dieser Film war bei meinen 4 ersten Filmen mit dabei.
    Überraschenderweise waren alle Bilder des Filmes brauchbar,
    und dieses hier für mich ganz besonders.

    Negativ gescannt mit dem Epson V600.
    Wow, tolle mystische Stimmung! Auch der analoge Look gefällt mir hier sehr (ich bin ja da eher ein Verweigerer, obwohl ich früher, als Jugendlicher meine eigenen Bilder nachts im zur Fotokammer umfunktionierten Badezimmer abgezogen habe). Lediglich das Magenta auf der rechten Seite, würde ich noch "kontern".

    Es ist es schon erstaunlich, wie lange manche Dinge halten (während andere oft sofort kaputt oder unbrauchbar sind). Schön, wenn es mal unerwartet so kommt.

  2. #12
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    Zitat Zitat von Rob70 Beitrag anzeigen
    Tolles Bild mit Deinen hier im Forum wohl bekanntesten (weil am häufigsten gezeigten) Models. Wahnsinn, was hinter einem Bild für ein Aufwand steckt. (...)

    Mich interessiert aber noch die digitale Bearbeitung Deines Bilds: Ich nehme an, Du hast grün und gelb (oder generell) regional entsättigt (wegen des gelbs und der Hauttöne sicher nicht global)? Am Bild selber gefällt mir besonders der Fokus bzw. auch der Abstand der Kamera zum Subjekt und Vorder- und Hintergrund. So hat es eine tolle Tiefenwirkung. Falls Du das offenlegen willst, gerne!

    Warum die junge Dame mit der üblen Halswunde noch aufrecht kniet ist mir allerdings ein Rätsel (die würde ich potentiell für gefährlicher halten als die im Gesicht ihrer Kameradin) :-D.
    Danke :-). Wenn man die Models eben schon ein wenig kennt, dann weiß man auch, was man ihnen "zumuten" kann :-).

    Das ist tatsächlich in erster Linie ein Filter aus dem "On!"-Fiterpack für Fotoshop. Die meisten Filter sind da zwar Mist, aber der eine oder andere kann dann doch ein wenig was. Dann hab es noch ein paar regionale Anpassungen, um Sachen wieder etwas mehr Farbe zu geben, anderen weniger. Das einzige, was ein Photoshop-Effekt ist, ist die Axt im Rücken vom Wikinger. Das war via PS leichter umzusetzen als den Effekt vor Ort zu machen.

    Der Ort selbst hilft natürlich auch bei der Tiefenwirkung. Es ist einer der wenigen Wälder, die viele markante Bäume ohne zu großes Unterholz haben, was einen eben weit in die Tiefe sehen lässt. Nach links ist gleich ein Steilhang zum Meer runter, so dass da auch genug Licht ankommt.

    Die Halswunde war auch ein wenig mehr improvisiert als die Gesichtswunde. Eigentlich war nur der Schwerthieb durchs Gesicht geplant, vor Ort wollte Jule dann aber doch auch noch unbedingt eine Wunde haben. Die Idee ist (und in anderen Einstellungen sehr man es etwas besser), dass das am Hals klaffender, aber weniger Tief ist, während das im Gesicht tiefer ging. Beides ist von jemanden geschminkt worden, der für das DRK realistische Unfalldarstellungen schminkt und seine Vorgabe war: heftig, aber überlebbar ... :-D
    Neue Ausgabe: "Gedanken zur Fotografie - 5" Zine // gedruckte Version und kostenloser Download aller Ausgaben: https://www.schlicksbier.com/gedanken-zur-fotografie-zine

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  4. #13
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    ylva_robinhood10.jpg

    Wieder die SHEROES-Serie und auch hier ist es vor allem auch wegen der Geschichte dahinter eins meiner Lieblingsmotive aus der Unterserie. Wichtig zu wissen ist schon mal, dass es ihr expliziter Wunsch war. Sie wollte nicht nur eine Heldin sein, sondern sie wollte am Ende ihrer Geschichte unbedingt sterben. Auf die Frage, ob im Kampf oder gerichtet zu werden, kam gleich "gerichtet werden". Da ich Photoshop hasse und man jetzt zwar durchaus düster werden darf, aber nicht in den Gore gehen sollte, war klar, dass dann Erhängen die am besten umzusetzende Wahl war.

    Natürlich kam Photoshop ein wenig zum Einsatz. Ja, sie hängt da wirklich an dem Baum und ja, sie hatte auch den Strick so. Aber das, woran sie wirklich hing (ein Klettergurt unter der Kleidung und ein Halteseil), wurde in Photoshop entfernt.

    Auch hier hat mich wieder der Einsatz des (diesmal 15 Jahr alten) Mädchens beeindruckt. Nicht nur, dass es alles andere als angenehm gewesen sein muss, da für eine Weile zu hängen (der Klettergurt wird wirklich SEHR eng dafür geschnürt) und sie in uns ein großes Vertrauen haben muss, mussten auch erstmal an drei Terminen verschiedene Klettergurte probiert werden, damit einer gefunden wurde, worin sie möglichst gerade hing (je weiter tiefer der Aufhängepunkt ist, desto schräger hängt sie) und der aber auch gleichzeitig nicht zu sehr auftrug.

    Mehr Behind the Scenes Aufnahmen, die auch die Klettergurttests zeigen und womit sie eigentlich wirklich am Baum hing, gibt es hier: https://www.schlicksbier.com/warum-kinder-auch-dunkelheit-brauchen-das-making-of-zu-einer-duesteren-sheroes-serie -- und da bin ich natürlich auch noch mal darauf eingegangen, warum ich so ein Bild selbst für eine Serie mit / für Kinder/Jugendliche für vertretbar halte.
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  6. #14
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    Zitat Zitat von schlicksbier Beitrag anzeigen

    Wieder die SHEROES-Serie und auch hier ist es vor allem auch wegen der Geschichte dahinter eins meiner Lieblingsmotive aus der Unterserie. Wichtig zu wissen ist schon mal, dass es ihr expliziter Wunsch war. Sie wollte nicht nur eine Heldin sein, sondern sie wollte am Ende ihrer Geschichte unbedingt sterben. Auf die Frage, ob im Kampf oder gerichtet zu werden, kam gleich "gerichtet werden". Da ich Photoshop hasse und man jetzt zwar durchaus düster werden darf, aber nicht in den Gore gehen sollte, war klar, dass dann Erhängen die am besten umzusetzende Wahl war.

    Natürlich kam Photoshop ein wenig zum Einsatz. Ja, sie hängt da wirklich an dem Baum und ja, sie hatte auch den Strick so. Aber das, woran sie wirklich hing (ein Klettergurt unter der Kleidung und ein Halteseil), wurde in Photoshop entfernt.

    Auch hier hat mich wieder der Einsatz des (diesmal 15 Jahr alten) Mädchens beeindruckt. Nicht nur, dass es alles andere als angenehm gewesen sein muss, da für eine Weile zu hängen (der Klettergurt wird wirklich SEHR eng dafür geschnürt) und sie in uns ein großes Vertrauen haben muss, mussten auch erstmal an drei Terminen verschiedene Klettergurte probiert werden, damit einer gefunden wurde, worin sie möglichst gerade hing (je weiter tiefer der Aufhängepunkt ist, desto schräger hängt sie) und der aber auch gleichzeitig nicht zu sehr auftrug.

    Mehr Behind the Scenes Aufnahmen, die auch die Klettergurttests zeigen und womit sie eigentlich wirklich am Baum hing, gibt es hier: https://www.schlicksbier.com/warum-kinder-auch-dunkelheit-brauchen-das-making-of-zu-einer-duesteren-sheroes-serie -- und da bin ich natürlich auch noch mal darauf eingegangen, warum ich so ein Bild selbst für eine Serie mit / für Kinder/Jugendliche für vertretbar halte.
    Boah, das finde ich krass. In einer Ausstellung - evtl. ja, so als mehr-oder-weniger-Einzelbild, finde ich es zu viel. Andererseits finde ich es toll, wie viel Aufwand Du treibst, um allen Beteiligten gerecht zu werden und ihre eigenen Vorstellungen umzusetzen.

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