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Thema: Fotografiegeschichte Webseiten/Bücher/Zeitschriften gesucht

  1. #1
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    Standard Fotografiegeschichte Webseiten/Bücher/Zeitschriften gesucht

    Hallo.

    Ich bin stark vom Virus "Atglas an DSLM" zu adaptieren befallen und habe mein erstes Objektiv schon in den Händen (Adapter fehlt noch). Insgesamt empfinde ich das Thema, wie sich die Fotografie entwickelt hat sehr interessant.

    Heute bin ich bei Wikipedia auf die bewegten Rollei Geschichte und dort auch über den Namen "Heinrich Peesel" gestoßen. Das liest sich in der Kurzzusammenfassung so abstoßend wie auch spannend.

    Ebenso die Geschichte von John H.Nobble (abstoßend hier der Umgang mit ihm)

    Nach der Wende hatte ich eine kurze Phase der Begeisterung für die nun erschwinglichen Praktica Kameras...

    Informationen zu all dem und auch was sonst noch so aus Konica, Agfa, Kodak und all den anderen geworden ist, findet man zuhauf. Mindestens bei Wikipedia aber da doch auch sehr komprimiert und nüchtern.

    Kennt ihr vielleicht besonders empfehlenswerte, gut lesbare Webseiten/Bücher oder auch (zeitgenössische?) Magazine zu diesen Themen. (oder vielleicht auch einen passenden Thread hier, den ich vielleicht nur übersehen habe)

    Vielen Dank und Grüße

    Tunfaire

  2. #2
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    Ich lese aus Deiner Frage heraus, dass Du etwas zu den zeitgeschichtlichen Hintergründen etwas erfahren willst. I.d.R. sind die Onlinequellen auf Kataloge von Objektiven oder auch Kameras und deren technische Daten und Qualitäten ausgelegt.

    Zu Konica gibt es zwei gute Seiten:
    https://www.buhla.de/Foto/Konica/KonicaStart.html
    http://www.konicafiles.com/

    Zu Hintergründen bei Nikon gibt es diese schöne Seite:
    https://imaging.nikon.com/imaging/information/story/

    Ansonsten: Willkommen im Club und möge das Altglas-Virus mit Dir sein.

  3. 2 Benutzer sagen "Danke", Bessamatic :


  4. #3
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    Zu Rollei empfehle ich diverse Bücher zu ignorieren und sich "gelegentlich" den Rollei-Report Band 1-5 zuzulegen. (ja, nur schwarz weiß, ja, war neu "teuer", aber mit viel Substanz).

    Flankierend gab es dazu "Kameras für Millionen: Heinz Waaske, Konstrukteur: Edixa, Rollei, Voigtländer, Minox, Robot, Zeiss. Gebundene Ausgabe – Illustriert, 1. Juni 1997
    von Jörg Eikmann (Autor), Ulrich Vogt (Autor)"

    Damit wäre die Rollei-Ecke technisch ganz gut abgedeckt. Zur menschlichen undkaufmännischen Seite sollte man da lieber nicht weiter forschen.

    Mit Geduld den Markt beobachten und nicht das erstbeste unverschämte Angbot kaufen!

    Wer den Rollei-Report als Grundlage durchgelesen hat, kann dann weitergucken http://www.janboettcher.de/Museum.html


    Für "Ossi-Kameras" absolut lesenswert "BÄMM!": https://zeissikonveb.de/
    Lesestoff für TAAAGE!


    Einstieg zu den "Russen" (UDSSR, Kleinbild, nix Kiev 4,5,60/88 oder Sputnik)? http://fotos.cconin.de/kameras/index.htm

  5. 3 Benutzer sagen "Danke", Jan Böttcher :


  6. #4
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    Vielen Dank euch beiden.

    Auf der sehr interessanten zeissikon Seite wird ganz gut erörtert, weshalb es zu den tatsächlichen menschlichen und wirtschaftlichen Hintergründen wenig belastbare Infos gibt und somit auch keine wirklichen "Geschichten hinter der Geschichte" notiert sind.

    Wenn man an z.B. an einem bestimmten Objektiv interessiert ist, gibt es einen wahren Schatz an Informationen - gerade auch von engagierten Nutzern hier. (habe ich bei meiner Suche nach einem lichtstarken 50er für den Anfang). Aber wenn man doch gerne wüsste, wie es z.B. zu solchen Gestalten wie Heinrich Peesel kommen konnte, wäre wohl ein tieferes Graben in zeitgenössischen Zeitungsberichten o.Ä. nötig.

    Bücher wie der Rollei Report sind für den Anfang finanziell eher nicht drin. Ich versuche meinem Gewissen gerade schon irgendwie eine Alpha 7s abzuringen.

    Dann vertiefe ich mich erstmal wieder weiter in die Zeiss Icon Seite und schaue dann nach dem Studium der restlichen Seiten, was sich sonst noch finden lässt. Ich glaube, kleine, private Seiten sind am interessantesten...

    VG

    Tunfaire

  7. #5
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    Zitat Zitat von tunfaire Beitrag anzeigen
    ...

    Bücher wie der Rollei Report sind für den Anfang finanziell eher nicht drin. ...

    Tunfaire
    Als der Rollei-Report neu war, kostetet der 69,-DM/Band im Fotoladen. Ich habe den im Fotoladen durchgeblättert, hatte schon Afalter, Parker und Evans im Regal (dumme Geldverschwendung aber es gab zu der Zeit nichts wirklich Gutes), der Prochnow dann "nur schwarz weiß und soo teuer" ... aber meine damalige Flamme hat sich dann erbarmt und mir die ersten drei Bände zu Weihnachten und Geburtstag geschenkt. Das war einerseits extrem nett von ihr, andererseits ein Eigentor ;-) ich hatte ja schon einen Rollei-Bazillus aber der war bis dahin auf "moderne" Kameras beschränkt, danach mußte ich dann auch den Vorkriegs-Kram inkl. der Stereokameras haben. Und das zu einer Zeit als man noch Kleinanzeigen in Color-Foto und Fotomagazin las und zu Fotoflohmärkten, Händlern und zu Cornwall in Köln fahren mußte.

    Band 1 und Band 4 kann ich übrigens "zum Freundschaftspreis" hier anbieten (wenn dies der falsche Thread ist, kann ich das Angebot auch expliziter im Marktplatz formulieren). Band 1 Vorkrieg (Stereo und Zweiäugige), Band 4 QBM-Objektive, Blitzgeräte, Vergrößerer, Projektoten und 2,8GX. Einen Großteil der "Menscheleien" blendet Hr. Prochnow aus, da gäbe es meiner Einschätzung nach eine Unmenge(!) schmutziger Braunschweiger Wäsche zu waschen. Vom Job her war Hr. Prochnow Konstrukteur mit Schwerpunkt Mittelformat und ein paar Schmakazien, mit KB-SLR und den Objektiven hatte er zu wenig am Hut.

    Zeiss Ikon VEB liefert uns Lesestoff für viele Abende und bis auf eine fehlende Seite "Neu / Aktuelle Ergänzungen" kann ich da keine negative Kritik äußern, nur Anerkennung.

    Speziell zu Objektiven fällt mir noch Marco Cavina ein:
    https://www.nocsensei.com/camera/tec...lr-weitwinkel/ (Einstieg, Navigation etwas nervig)
    und
    https://www.marcocavina.com/articoli...otografici.htm (viele Zeichnungen und Patentauszüge versteht man auch wenn es sonst nur zu "Spaghetti" und "Saltimbocca alla Romana" reicht) z.B.: https://www.marcocavina.com/articoli...ses/00_pag.htm

  8. Folgender Benutzer sagt "Danke", Jan Böttcher :


  9. #6
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    Oha, ich sehe die Gefahr.
    Mit so einen Virus bzw Bazillus, der zum Kauf teurer Retro-Ware führt möchte ich mich nun nicht anstecken! :-)

    Auf aktiver Seite will ich mich darauf beschränken, ein paar interessante und preisgünstige Altglaslinsen an einer lichtstarken Dslm zu adaptieren und damit hoffentlich die finanziell überschaubare Nische für mich finden, wo aktuelle Smartphones (noch) nicht hinkommen.

    Analogkameras allgemein oder gar Vorkriegsware besitzen zu wollen, möchte ich unbedingt vermeiden - also keineswegs ein Sammler werden, sondern mich rein passiv damit beschäftigen, wie sich das alles so entwickelt hat.

    Ich habe ehrlich gesagt nicht die geringste Ahnung, wie z.B. ein mechanischer Auslöser, bei dem ich eine Verschlusszeit einstellen kann, funktioniert. Und es würde mir - glaube ich - auch reichen, das in einem Artikel so ungefähr vermittelt zu bekommen. Der Beitrag zum Thema "Objektive" bzw. allgemein "Objektivglas" im Zeissikonweb ist toll und interessant geschrieben.

    Sehr populärwissenschaftlich vermutlich aber das entspricht wohl meinem geistigen Niveau. ("Spektrum der Wissenschaft" z.B. habe ich mehrfach versucht zu lesen aber mein Gehirn ist offensichtlich nicht dazu in der Lage, das gleichzeitig zu verstehen und Spaß am Lesen zu haben)

    Vielleicht lohnt sich auch mal ein Besuch im Fotografiemuseum Braunschweig?! (Ich lebe nicht so weit entfernt davon)

  10. #7
    Ist oft mit dabei Avatar von schlicksbier
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    Der Club Daguerre bietet eine lesenswerte Mitgliederzeitschrift: https://www.club-daguerre.de/photo-antiquaria
    Neue Ausgabe: "Gedanken zur Fotografie - 4" Zine // gedruckte Version und kostenloser Download aller Ausgaben: https://www.schlicksbier.com/gedanken-zur-fotografie-zine

  11. Folgender Benutzer sagt "Danke", schlicksbier :


  12. #8
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    Zitat Zitat von tunfaire Beitrag anzeigen
    Oha, ich sehe die Gefahr.
    Mit so einen Virus bzw Bazillus, der zum Kauf teurer Retro-Ware führt möchte ich mich nun nicht anstecken! :-)

    Auf aktiver Seite will ich mich darauf beschränken, ein paar interessante und preisgünstige Altglaslinsen an einer lichtstarken Dslm zu adaptieren und damit hoffentlich die finanziell überschaubare Nische für mich finden, wo aktuelle Smartphones (noch) nicht hinkommen.

    Analogkameras allgemein oder gar Vorkriegsware besitzen zu wollen, möchte ich unbedingt vermeiden - also keineswegs ein Sammler werden, sondern mich rein passiv damit beschäftigen, wie sich das alles so entwickelt hat.

    ...
    Wie kann man so leben wollen? ;-)

    Ein Musuemsbesuch sollte theoretisch nicht schaden, in der Praxis vermisse ich aber in JEDEM Museum vernünfitge Erklärungen zu den Exponaten. Museologisch scheint das nicht gewollt (Ralf Raths outet sich da stellenweise, andere Museumsleute scheinen irgendwo zwischen zu unfähig und "zu hochnäsig" um auf das Thema einzugehen), die zeigen nur die Stücke (wobei spez. im Braunschweiger Stadtmuseum die schönsten irgendwo im Keller verstaut bleiben!) und erklären herzlich wenig. Etwas besser ist es im Deutschen Museum in München, da gibt es ein paar anschauliche Sachen (bewegliche Modelle usw.).

    Man kann sich auch das hier reinziehen: https://de.wikipedia.org/wiki/Geschi...der_Fotografie denn Bücher kommen ja mit den neuesten Entwicklungen (Smartphone, Insta, ...) nicht so recht mit - und dann mal weitergucken was einen besonders interessiert.
    - Kameras? Mechanik, später Ellektronik
    - die Chemie?
    - Digitaltechnik und Signalverarbeitung
    - Objektive?
    - Fotografen?
    - Fotografien? (das wäre irgendwie abartig)
    - Fotografische Trends?
    - Menschlich-soziale Aspekte? Kunst/Handwerk/Dokumentation/Hobby

    "Altglas" sollte ja kein Selbstzweck sein. Wenn man vernünfitgen Kunstunterricht gehabt hätte (meine Kunstlehrerrinnen 5.-10.Klasse haben sich meine Verachtung redlichst schwer erarbeitet! Das wurde erst in der Oberstufe besser), dann hätte man ja etwas über Komposition, Perspektive und Farblehre beigebracht bekommen, und via "Perspektive" käme mann dann zu den "benötigen" Brennweiten. Und die Objektive (Alt- oder Neuglas) ergeben dann den gewünschten Blick.

    Hier (und auf Internetseiten einiger Mitmacher) werden dann etliche Objektive vorgestellt, oft aber mit "Nebencharakteristiken" und oft auch Exoten, und ob man (bezogen auf KB / "Vollformat") dann ein 15er, 21er, 35er, 50er, 85er, 135er, 200er oder ... "braucht", das muß man irgendwie anders rausfinden (jeder für sich selbst!).

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  14. #9
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    @schlicksbier:

    Mhhm, der Club klingt interessant aber das Naheliegendste - also ein paar gebrauchte Ausgaben bei Kleinanzeigen zu ergattern und zu schauen, ob der Stil gefällt - funktioniert leider nicht. Gibt quasi kein Angebot.
    Deine eigene Webseite finde ich aber interessanter: die "Gedanken zur Fotografie" gefallen mir bisher sehr gut - als Lesestoff genauso interessant wie die geschichtlichen Themen, gleichzeitig aber auch nicht rein akademisch, sondern anregend für die Verbesserung und Verfeinerung der eigenen Fotografien.

    @Jan:

    Ja, so leben "wollen" ist das eine, was einem am Ende dann unverhofft mitreißt steht auf einem anderen Blatt.

    Der Ansatz ist, vermutlich wie bei vielen anderen, so ein altes Objektiv in der Hand zu halten und einerseits Respekt vor der Konstruktion zu empfinden und zum anderen gedankliche in die Vergangenheit abzuschweifen: Was hat das Objektiv schon alles "gesehen", wer hat es benutzt, wo war es schon überall. Also der übliche, retro-verklärende Kitsch, den man sich so vorstellt BEVOR das Objekt der Begierde dann da ist und nach kurzer Begeisterung schnell in der Ecke verstaubt.

    Aber das ist dann wenigstens eine geringe Investition in den Versuch, etwas zu finden, was Freude bringt. Eine antike Kamera aus 1900 für anderthalb Monatsgehälter ist Fortgeschrittenenkurs.

    Wie gesagt: Der ganze Altglasgedanke basiert auf der Überlegung, mit geringem Budget ein "Hobby" zu finden, was nicht vollkommen in Sinnlosigkeit und Selbstzweck aufgeht aber eben auch Ergebnisse hervorbringt, die nicht (für den oberflächlichen Betrachter) genauso gut mit einem Smartphone erreichbar sind.

    Das mit der Geschichte der Fotografie ist pure Unterhaltung. Ich warte ja gerade noch auf den Adapter fürs Altglas und wenn man gerade so im Thema ist, ist es nett, sich allgemein und ohne Kaufabsicht mit etwas zu beschäftigen - und die Fotografie beherbergt eine wirklich tolle Geschichte.

    Über Zeissikonweb und Wiki bin ich allein heute abgedriftet und weiß nun mehr über Ernst Abbe, Schott Glas, die Zeiss Stiftung und wieso eigentlich diese chromatischen Abberationen entstehen.

  15. 4 Benutzer sagen "Danke", tunfaire :


  16. #10
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    Eine schöne Reihe von Videos zu alten Kameras gibt es von KROLOP & GERST:

    100 JAHRE KAMERATECHNIK – MIT ANDERS USCHOLD 3.0
    https://krolop-gerst.com/product/and...-kameratechnik

    Die ersten Folgen gibt es gratis auf YouTube. Für alle muss man mindestens EUR 29 anlegen. Es gab damals Hater und dann haben sie das mit der Gratisveröffentlichung auf YouTube aufgehört.
    Suche nach krolop&gerst 100 jahre kameratechnik und dann weiterhangeln.

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