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Thema: Wo Schwarzweißfilm entwickeln und scannen lassen?

Hybrid-Darstellung

  1. #1
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    Zitat Zitat von uburoi Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen!
    ...

    Nun aber der Knackpunkt: Ich habe natürlich kein Labor und keine Dunkelkammer, und ehrlich gesagt habe ich auf diesen Aufwand auch überhaupt keine Lust – schon der Gedanke, mit Chemikalien zu hantieren, ist mir suspekt.
    Das IST bitter. Wenn Du nicht gerade Daguerreotypin mit Quecksilber entwickelst oder Pyrogallol-Entwickler nutzt, ist das alles handhabbar. Früher[tm] sind selten mehr als 80% der Hobbyfotografen an der Fotochmie gestorben (oder an grusligen Gschwüren oder so erkrankt). Und da rede ich nicht einmal davon, das einst beim "Kristalle züchten" Kalimumdichromat als Kinderspielzeug verkauft wurde. Rodinal oder Neofin blau, Essig (oder für Weicheier Zitronensäure), Ammoniumthosulfat, ein-zwei Tröpfchen Mirasol und reichlich Dihydrogenmonoxid.

    Zitat Zitat von uburoi Beitrag anzeigen
    Von daher würde ich den Film gerne entwickeln und auch gleich scannen lassen, da ich die Bilder (bis auf wenige Ausnahmen vielleicht später mal) erst einmal nur digital haben und weiternutzen möchte.
    Dann würde ich mir den Umweg über den teuren Film sparen. Da ist z.B. auch Gelatine drin, die wird aus (toten) Kühen gemacht und Kühe sind verantwortlich für ganz viel Treibhausgas.
    Das Negativ ist ein Unikat, der Print ist anfaßbar. Scans und Dateien sind eine ganz andere "Sache" (eben gar keine "Sache", nur virtuelle, beliebig kopierbare Nullen und Einsen).

    Zitat Zitat von uburoi Beitrag anzeigen
    Ich möchte die Filme allerdings nicht zu einem Drogeriemarkt geben, da ich über Schwarzweißentwicklung in Großlaboren wenig Gutes gelesen habe. Natürlich habe ich im Internet auch etliche Fachlabore gefunden, aber offen gesagt bin ich da jetzt etwas überfordert bei der Auswahl. Von daher meine Frage an die "alten Recken" der Analogfotografie hier: Könnt ihr mir aus eigener Erfahrung vielleicht ein Labor empfehlen, das zu einem fairen Preis gute Arbeit abliefert?

    Gruß Jens
    Da es heute nicht mehr Dutzende unterschiedliche SW-Filme gibt, sollte ein Großlabor mit dem Standard-SW Film klarkommen. Da sollte man auch mal in den Hintergrund blicken, wer sich unter welchen Umständen über "miese" Großlaborarbeit ereifert. Ich würde dem Labor des Drogeriemarkts, der Dir den Film verkauft einfach mal eine Chance geben.

    Früher[tm] gab es viele untrschiedliche Filmsorten und viele Entwickler und auf dem Beipackzettel sehr unterschiedliche Angaben zur Entwicklungszeit, es gab aber "schon immer" Universaltentwickler fürs Großlabor, in dem extrem viele Filmsorten gleich lang zu entwickeln sind (Quelle: Eigenes Erleben, zur Not ein Orwo-Rezeptbuch von vor 1989). Heute gibt es wenigr Filmsorten und wenn man nicht gerade Exoten anschleppt (oder push/pull zu brauchen meint oder einfach falsch belichtet), dann muß das Labor es hinkriegen.

    Wenn das schiefgeht, kann man immernoch nach einem "Fachlabor" suchen. Das kostet dann aber eben Geld. Wenn die Aufnahmen es "wert" sind, ist es auch egal, ob die Entwicklung 2,55€ oder 15,-€ (oder 62,-€ mit Scans) gekostet hat.

    Im Drogeriemarkt wird es allerdings etwas "schwierig", wenn man mal etwas reklamieren möchte (und selbst Bescheid weiß und das Personal im Laden und im via Telefon befragten Großlabor eher "uninfomiert" scheint), im Fachlabor kämpft man mit Pech auch mal mit Leuten, die eine andere Ansicht haben, aber auf einer anderen Ebene ;-)
    Im "Walk in" Fachlabor (bei mir um die Ecke) kommt noch der Spaßfaktor dazu, wenn andere Kunden da sind. Manche Kunden haben von Tuten und Blasen echt keine Ahnung aber viel in diesem Internetz gelesen von dem jetzt alle reden. Andere Kunden bringen dann mitunter auch mal ganz ansehnliche Sachen mit.

    Probier erstmal den Drogriemarkt aus bevor Entwicklung und Scan des ersten Films mehr kosten als die ganze Ausrüstung!

  2. Folgender Benutzer sagt "Danke", Jan Böttcher :


  3. #2
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    Zitat Zitat von Jan Böttcher Beitrag anzeigen
    Das Negativ ist ein Unikat, der Print ist anfaßbar. Scans und Dateien sind eine ganz andere "Sache" (eben gar keine "Sache", nur virtuelle, beliebig kopierbare Nullen und Einsen).
    Ja, aber da kann ich erstmal am Monitor schauen, was sich auszubelichten lohnt und was nicht. Und dem einen oder anderen Bild in der Nachbearbeitung noch einen Stupps zu geben, kann gerade am Anfang sicher auch nicht schaden – "best of both worlds" sozusagen.

    Aber ich werde da einfach mal ganz undogmatisch experimentieren, was mir Spaß macht, und ob das 10 Euro mehr oder weniger kostet, spielt glücklicherweise in diesem Fall auch keine Rolle.

    Gruß Jens

  4. Folgender Benutzer sagt "Danke", uburoi :


  5. #3
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    Zitat Zitat von uburoi Beitrag anzeigen
    Ja, aber da kann ich erstmal am Monitor schauen, was sich auszubelichten lohnt und was nicht. Und dem einen oder anderen Bild in der Nachbearbeitung noch einen Stupps zu geben, kann gerade am Anfang sicher auch nicht schaden – "best of both worlds" sozusagen.

    Aber ich werde da einfach mal ganz undogmatisch experimentieren, was mir Spaß macht, und ob das 10 Euro mehr oder weniger kostet, spielt glücklicherweise in diesem Fall auch keine Rolle.

    Gruß Jens
    Früher[tm] hat man auf einem 18x24 Blatt Kontaktabzüge vom Film gemacht (wenn man keinen Tamron Fotovix hatte und keine Negative "lesen" konnte ;-) Jaaah, kann man schlechter im www rumzeigen, aber dafür gibt es ja Digitalcameras.

    Für "erstmal einfach" bleibt mein Rat der Drogeriemarkt. Wenn die wirklich kein SW können, einfach Farbnegativfilm kaufen und hinterher in Monochrom wandeln.

    Vom "erzieherischen" Standpunkt her sollt man natürlich Diafilm nehmen. Da lernt man gleich zu Anfang möglichst viel richtig zu machen (weil man am Ende kaum noch etwas fummeln kann).

  6. Folgender Benutzer sagt "Danke", Jan Böttcher :


  7. #4
    Spitzenkommentierer Avatar von waldbeutler
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    Hallo Jan!
    Zitat Zitat von Jan Böttcher Beitrag anzeigen
    Für "erstmal einfach" bleibt mein Rat der Drogeriemarkt. Wenn die wirklich kein SW können, einfach Farbnegativfilm kaufen und hinterher in Monochrom wandeln.
    Das hätte ich auch vorgeschlagen...
    Zitat Zitat von Jan Böttcher Beitrag anzeigen
    Vom "erzieherischen" Standpunkt her sollt man natürlich Diafilm nehmen. Da lernt man gleich zu Anfang möglichst viel richtig zu machen (weil man am Ende kaum noch etwas fummeln kann).
    Davon rate ich ab - vor allem kenne ich keinen Drogeriemarkt, der noch Diafilme zum Entwickeln annimmt, geschweige denn, solche verkauft.
    Gruß, Michael

  8. #5
    Ist oft mit dabei Avatar von uburoi
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    Dias kommen gar nicht in Frage. Das ist für mich kein Thema.
    Im Übrigen verbinde ich mit Analogfilm keinerlei Früher-Gefühle oder -Techniken, von daher sehe ich gar keinen Grund, zwischen Analog und Digital ein Entweder-Oder zu ziehen.

    Aber dem Drogeriemarkt werde ich dann wohl mal eine Chance geben. Die ersten Filme werden vermutlich ohnehin eher wenig spannende Motive haben, weil sie vorwiegend dem Ausprobieren dienen werden.

    Gruß Jens

  9. #6
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    Ich habe früher, also Anfang der 80er selber SW entwickelt und vergrössert, als auch beim Fotoladen (Göllner in FFM) machen lassen. Ein Kumpel hatte mir seine Sachen geborgt. Heute in Zürich wäre ich um einen Drogeriemarkt froh, der Kosten wegen. Entwicklung nun im spezialisierten Laden mit Postversand und Eigenscan. Dias auch mal, bei einem anderem Laden. Eher mühsam, aber auf Chemie in der eigenen Hütte habe ich keinen Bock mehr.

  10. Folgender Benutzer sagt "Danke", Bessamatic :


  11. #7
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    Zitat Zitat von uburoi Beitrag anzeigen
    Dias kommen gar nicht in Frage. Das ist für mich kein Thema.
    Das muß auch kein Thema für Dich werden.
    Was Jan wohl sagen wollte, ist:

    Ein Dia sieht man so, wie man es aufgenommen hat - also falsch, gut, oder perfekt belichtet. Hier entscheidet oft 1/ 3 EV.
    Niemand kann per Entwicklung daran drehen, also sieht man den "Fehler" auch im Endprodukt Dia.
    Dias selbst waren übrigens die geforderte Voraussetzung für die Druckvorstufe, nur mal als Reminder.

    Bei S/W oder Farbe entwickelt der Automat, und Abzüge werden dann automatisch vermurkst.
    Daraus entwickelt sich keine gute Lernkurve, weil man nicht ahnen kann, wer da nun das Bild zu dunkel gemacht hat, das Labor, der Fotograf... deswegen der Dia-Vorschlag.

    Im Prinzip ist dieser gute Ratschlag heute obsolet, zumal wenn Dias kein Thema sind.
    Einfach mit der Digicam rumprobieren, da hätte ich als Diaknipser früher was drum gegeben!
    Heute, zumindest zuhause, nehme ich tatsächlich die Digi her, und begutachte am großen Monitor, bevor ich silberbasiertes Material belichte...

  12. #8
    Spitzenkommentierer Avatar von Namenloser
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    Hallo,
    ich kann onfilmlab in Frankfurt sehr empfehlen,
    da lasse ich alles entwickeln und auch scannen.

    Man kann den Scanner auswählen, Auflösung und Format (jpg oder tiff).
    Die Scans sind sehr gut und vermurkst haben die mir noch nie einen Film.
    Preislich natürlich nicht mit der Drogerie zu vergleichen - aber gerade die Qualität der Scans ist eine andere Liga.

    Übrigens kann man sehr wohl bei DM noch Dias entwickeln lassen (habe gerade einen 120er-Provia 100 abgeholt).
    Nur rahmen bieten sie nicht mehr an.
    Meine Homepage: https://www.nikolaus-burgard.de/
    Instagram: www.instagram.com/nikolausburgard/
    Sony Alpha 7III / 7RIII und ein paar Objektive...

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