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Thema: Adapter Contax G auf NEX

Hybrid-Darstellung

  1. #1
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    Vielen Dank für die zahlreichen Antworten.

    Für mich ergibt sich das folgende Bild:
    Ein günstiger manueller China-Adapter kostet auf ebay etwa 30 bis 40 €. Nach dem, was ich darüber gelesen habe (danke auch an OpticalFlow) ist das manuelle Fokussieren da nicht das gewünschte Erlebnis (hakelig, Spiel, schwergängig). Die guten manuellen Adapter von Metabones und Kipon kosten 150 bis 170 €. Dann gibt es noch den Techart TA-GA3, der das manuelle Fokussieren mit Motor unterstützt und in der dritten Version nach Berichten einen brauchbaren Autofocus hat. Der kostet ca. 250€, also auch nicht so viel mehr als die guten manuellen Adapter.

    Ich werde jetzt mal meine G2-Ausrüstung mit Diafilm durchtesten und mich dann für eine der teureren Varianten entscheiden.
    Geändert von PeterWa (26.05.2016 um 09:45 Uhr)

  2. #2
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    Hallo nochmals,

    meine Antwort fiel etwas knapp aus, da im Urlaub kurz auf dem Smartphone erstellt.
    Wenn der Eindruck entstanden ist, dass ich von den billigen Adaptern abrate, muss ich das korrigieren.
    Die Haptik der Adapter ist sicher nicht ideal, wenn man mit manuellen Linsen vergleicht und es fehlt ein Skalenring sowie ein fester Unendlichanschlag.

    Trotzdem kann ich meine 45mm und mein 90mm Objektive zügig und genau mit den Adaptern fokussieren. Es fühlt sich nicht immer alles ganz rund an, da der Fokusring am Adapter über ein Getriebe die kleine Schraube am Objektiv dreht. Dabei habe ich festgestellt, dass das "Hakelige" bei meinem 45mm gar nicht vom Adapter selbst kommt, sondern vom Objektiv. Denn ich habe zwei Adapter - beide laufen sehr gleichmässig mit dem 90mm Sonnar, und beide hakeln etwas mit dem 45mm Planar - aber alles in einem für mich unproblematischen Bereich.

    Was bei den Adaptern lästig ist, ist das Wechseln des Objektivs. Im Gegensatz zu vielen anderen Adaptern muss dazu erstmal Adapter samt Objektiv vom Kamerabajonett entfernt werden und dann ist es immer noch eine ziemliche Pfrimelei, da der Adapter sich nicht gescheit festhalten lässt (da wo man in festhalten kann sitzt ja das Fokussierrad, welches sich mitdreht). Das Problem habe ich nun so gelöst, dass ich jedem Objektiv einen eigenen Adapter verpasst habe, damit kann ich unterwegs schnell zwischen 45mm und 90mm wechseln. Die 35mm und 28mm Contax G-Objektive haben am A7-Vollformat in den Ecken leichte Unschärfen und Farbverschiebungen, aufgrund des recht dicken Sensordeckglases in Kombination mit dem schrägen Einfallswinkel. Wenn es nicht auf kritische Schärfe in den Ecken ankommt aber wohl noch ganz gut zu gebrauchen wenn man sie ohnehin schon im Regal hat (so mein Eindruck aufgrund der Bilder, die ich im Internet gesehen habe). Ein Kauf speziell für Nutzung an der A7 lohnt für diese beiden wohl eher nicht, da sie auch nicht ganz billig sind.

    Im Pfingsturlaub hatte ich als leichte Kombination meine Sony A7, die beiden Contax G (45mm und 90mm) sowie ein Contax/Yashica Distagon 28mm 2.8 dabei. Für die beiden Contax G-Objektive habe ich mir vor dem Urlaub noch zwei Deckel, die auf die Streulichtblenden passen, besorgt. So können diese ständig montiert bleiben, was in der Praxis wirklich äusserst praktisch ist. Ich bin mit dieser Kombination äusserst zufrieden.

    Wenn irgendwann mittelfristig mal eine A7 II oder A7r II ins Haus kommen sollte werde ich mir auch den AF-Adapter zulegen, an der A7 macht er wohl wenig Sinn. Damit ich bis dahin auch gelegentlich mal AF verwenden kann habe ich mir über das Forum hier auch einen gebrauchten Contax G1 body besorgt, mit dem ich S/W-Film belichte.

  3. 2 Benutzer sagen "Danke", OpticalFlow :


  4. #3
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    OpticalFlow, vielen Dank für deine Hinweise.

    Ich habe jetzt einen Billigadapter bestellt und probiere den mal aus. Wenn man am besten den Adapter am Objektiv lässt, dann läuft das mit dem Metabones-Adapter zu kräftig ins Geld. Ich berichte mal, wenn der Adapter da ist.

  5. #4
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    Heute kam der billige China-Adapter an. Das Einsetzen des Objektivs in den Adapter ist ein wenig pfriemelig, weil man den kleinen Mitnehmer am Adapter ja auf den Schlitz am Objektiv ausrichten muss. Daraus ergibt sich sofort eine Frage: wenn ich nun das Objektiv wieder an der Contax verwende, muss ich da eine bestimmte Stellung vom Objektiv-Schlitz herstellen, damit das Fokussieren an der Contax auch wieder funktioniert und somit die Bilder scharf werden?
    Ansonsten ist das Fokussieren mit dem Adapter schon gewöhnungsbedürftig so ohne Bezugspunkt zu unendlich und ohne Entfernungsskala.

  6. #5
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    Zitat Zitat von PeterWa Beitrag anzeigen
    Heute kam der billige China-Adapter an. Das Einsetzen des Objektivs in den Adapter ist ein wenig pfriemelig, weil man den kleinen Mitnehmer am Adapter ja auf den Schlitz am Objektiv ausrichten muss. Daraus ergibt sich sofort eine Frage: wenn ich nun das Objektiv wieder an der Contax verwende, muss ich da eine bestimmte Stellung vom Objektiv-Schlitz herstellen, damit das Fokussieren an der Contax auch wieder funktioniert und somit die Bilder scharf werden?
    Ansonsten ist das Fokussieren mit dem Adapter schon gewöhnungsbedürftig so ohne Bezugspunkt zu unendlich und ohne Entfernungsskala.
    Ich bin mir nicht sicher, was Du mit dem Ausrichten des Schlitzes meinst. Meinst Du den Schlitz der Schraube für den Autofokusantrieb?
    Ich habe da noch nie etwas bewusst ausgerichtet, aber da ich beim Montieren des Objektivs am Adapter meistens etwas hin- und herwackeln musste bis es passt habe ich das eventuell unbewusst so gemacht. Die Funktion an der Contax wird dadurch nicht beeinträchtigt, zumindest konnte ich nichts davon feststellen.

    Es gibt übrigens auch andere Möglichkeiten, diese Objektive an die A7 zu bringen, so findet sich im Internet eine Anleitung wie man die optischen Gruppen des 28mm und des 45mm in den Objektivrumpf eines ausgeschlachteten Rokkor 50 1.7 bringt. Die Optik des 90mm lässt sich in einen Leica-Helicoid verpflanzen. Erfordert aber, dass man sich ein paar passende Distanzringe dreht.
    Eine weitere Möglichkeit ist wohl über ein speziell angepasstes VNEX, Henry hat hier mal eine passende Adapterplatte vorgestellt (nicht sicher, ob es die noch gibt).
    Beide Adaptionen verbauen aber die Möglichkeit, die Objektive weiterhin an einer Contax zu verwenden, daher bin ich bei den China-Adaptern geblieben.

  7. Folgender Benutzer sagt "Danke", OpticalFlow :


  8. #6
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    der Hintergrund für das "Ausrichten" war die folgende Befürchtung: ich nehme das Objektiv von der ausgeschalteten Contax ab, wobei es dann eine definierte (?) Entfernungseinstellung hat; dann setze ich es in den Adapter und die Alpha 7 ein; beim Abnehmen von der Alpha 7 achte ich nicht auf die Entfernungseinstellung, so
    dass diese anders ist als beim Abnehmen von der Contax; die Frage war nun, wie weiß die Contax, in welcher Stellung der Entfernungseinstellung das Objektiv angesetzt wurde? mit einigem rumprobieren habe ich inzwischen herausgefunden, dass diese Differenz der Entfernungseinstellungen wohl keine Rolle spielt; das Fokussieren funktioniert dann auch an der Contax wieder; irgendwie habe ich wohl nie so genau begriffen, wie der Autofocus bei der G2 funktioniert

  9. #7
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    Meiner Meinung nach funktioniert das Einfädeln des Mitnehmers automatisch. Der kleine Stift mit Flachprofil (wie eine Schraubendreherklinge) ist federbelastet und versenkbar. Ausserdem an den Kanten gerundet. Wenn also beim Montieren des Objektives Klinge und Schlitz nicht fluchten, wird die Klinge versenkt und beim ersten Drehen drückt die Feder sie dann in den Schlitz. Da keine Skala vorhanden ist, muss da auch nicht justiert werden, die Scharfstellung erfolgt dann per Auge.

    Ich lasse auch den Adapter an der Kamera und wechsle nur die Objektive. Geht mit etwas Übung gut.

    Grüsse, Martin

  10. Folgender Benutzer sagt "Danke", PhotoSubjektiv :


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