Zu Stativen kann ich folgendes beitragen: Entweder, man hat ein absolut stabiles Stativ, daß dann fast immer zu Hause bleibt, weil es zu sperrig ist, herumgeschleppt zu werden, oder man hat ein leichtes Stativ, daß nicht stabil genug ist.
Ich habe zuerst ein Berlebach Stativ gehabt. Es stand wie verwurzelt, auch starker Wind brachte es nicht zum schwingen und es war 1,90m hoch. Außerdem war es durch den einfachen Beinauszug sehr schnell aufgebaut. Aber es hatte eine Transportlänge von etwa einem Meter, hatte scharfkantige Beine, die auf der Schulter drückten, wenn man es darüber transportiert hatte und war schwer. Somit wurde es nur sehr selten mitgenommen.
Nun habe ich ein Gitzo Reporter. Es ist schon ein relativ stabiles Stativ, aber kommt mit der Schwingungsfreiheit des Berlebachs bei weitem nicht mit. Außerdem ist es einfach ausgezogen nur 1,65m hoch - für mich etwa 10 cm zu wenig, um bequem zu sein. Wenn ich allerdings die zweite Mittelstange ausziehe, ist mir die Angelegenheit zu fragil. Dafür hat es eine Transportlänge von 40 cm und wiegt weniger als die Hälfte. Das Aufbauen dauert allerdings ein paar Minuten, da jedes Bein durch drei Schraubringe gesichert wird. Und ab Windstärke 6 kann man Bilder mit dem Stativ vergessen, weil es zu stark schwingt. Dafür ist es allerdings fast immer dabei.
Insofern würde ich mich beim Stativ für das stabilste entscheiden, das ich trotzdem dabei hätte.
Beim Kugelkopf ist es ziemlich einfach, ausprobieren, bis man einen hat, dessen Handhabung einem absolut zusagt. Bei mir ist es der Arca Swiss B1 Monoball. Ich habe mich mittlerweile auch an das Schnellwechselsystem gewöhnt

Gruß, Lore