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Thema: Kurzer Vergleich Zeiss Jena Tessar 2/50mm und 2,8/50mm

Baum-Darstellung

  1. #12
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    Die Aufnahme hat sicher ihren Charme, Schärfe allein macht ein Bild nicht automatisch gut mangelnde Schärfe macht es nicht automatisch schlecht.
    Sicher lassen sich damit sehr interessante Aufnahmen machen die mit keiner anderen Optik zuwege gebracht werden können.

    Bei der Konstruktion ging es hauptsächlich darum das recht preisgünstige Prinzip dieses Objektivtypen in eine lichtstärkere Variante zu überführen. Die Tessar Konstruktion hat daneben den positiven Effekt dass das Auflagemaß lang genug ist um ein 50mm Objektiv in einer Reflexkamera zu nutzen. Mit dem bekannten Biotar und auch mit dem Sonnar gelang das nicht. Erst mit dem später geschaffenen Pancolar wurde diese Hürde genommen was dann allerdings sechs Linsen bedurfte.

    Die umgekehrten Tessar Objektive von Zeiss kenne ich nur als Makro - und Mikroobjektive. Die sogenannten S-Tessare wurden bis 1:1 in Normalstellung und bei darüber hinaus gehender Vergrößerung in Retrostellung genutzt. Sie hatten dafür eine symmetrische Fassung so das sie einfach gedreht werden konnte.
    Die Bildqualität ist dabei sehr beachtlich und mehrlinsige Systeme haben mitunter ihre Schwierigkeiten diese Leistung zu erreichen weil sie Maßstabsempfindlicher sind.
    Bestes Beispiel ist wenn ich Negative mit einem hochgezüchteten Vergrößerungsobjektiv digitalisieren will werden die Ergebnisse eher mau. Das liegt daran das sie nicht für den Maßstab 1:1 korrigiert sind sondern erst bei 3:1 oder 5:1 ihre volle Leistung bringen. Sie in Retrostellung zu nutzen hilft dabei auch nicht weiter.
    Ein einfacher Tessartyp ist da deutlich weniger anspruchsvoll.
    Ich habe auch festgestellt das sich das Glas vor dem Sensor nicht so stark auf einen Tessartypen auswirkt wie auf ein Rodagon, durch die auftretende sphärische Abweichung, zu der es zwangsläufig durch das Glas kommt, wird das Rodenstock Objektiv deutlich mehr in der Leistung reduziert. Sehr stark im Bereich um 1:1. Objektive ähnlicher Bauart von anderen Herstellern geht es da nicht anders.
    Erst mit den Rodenstock Digitar oder Sinaron Digital Objektiven wurde das Problem mit den digitalen Sensoren gelöst.
    Allerdings musste man bei diesen Objektiven einen neutralen Filter hinter das Objektiv setzen wenn es mit analogem Film genutzt wurde.

    Ich schweife ab, sorry.

    Wenn ich mich aufraffen kann möchte ich noch einen direkten Vergleich zwischen dem f/2 und f/2,8 Tessar durchführen, es interessiert mich ob es gelungen ist die Leistung im abgeblendeten Zustand zu verbessern. Meine ersten Ergebnisse mit dem f/2 zeigen jedenfalls eine sehr respektable Leistung ab f/5,6

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