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Thema: Erste Schritte in der IR-Fotografie (neu)

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  1. #11
    Spitzenkommentierer Avatar von Anthracite
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    Die älteren Bilder einschließlich der aus Beitrag #677 habe ich mit einer Nikon D600 ohne Umbau gemacht, und vor das Objektiv kommt einfach ein IR-Filter mit 720nm oder 850nm Grenzwellenlänge von Hoya oder Heliopan. Für erste Versuche empfehlen sich 720nm. Mittlerweile habe ich mir eine kleine Fuji X-A1 auf Infrarot umbauen lassen (IR-Sperrfilter raus, IR-Filter mit 700nm rein, normale Bilder sind dann nicht mehr möglich), mit der alle neueren IR-Bilder z. B. aus Beitrag #669 gemacht wurden.

    Eine umgebaute Kamera hat natürlich klare Vorteile, weil man dann frei Hand fotografieren kann, weil man bewegte Motive einfangen kann und weil die Bildkomposition am Bildschirm (Spiegellose haben hier Vorteile gegenüber Spiegelreflexen) wesentlich einfacher geht. Bei einer unmodifizierten Kamera nimmt der Infrarot-Filter so viel Licht, so dass man durch den Spiegelreflexsucher gar nichts sieht, und auf dem Display auch Mittags in der hellen Sonne (bei der D600, andere Kameras können abhängig von der Wirksamkeit des eingebauten IR-Sperrfilters abweichen) nur bei Objektiven von mindestens Lichtstärke f/2,0 überhaupt Motivteile sichtbar sind, an Hand derer man scharf stellen kann (bei lichtschwächeren Objektiven muss man den Filter abnehmen zum Scharfstellen, und anschließend ein wenig korrigieren, etwa nach IR-Index), zur Bildkomposition muss immer der Filter abgenommen werden, außer man schießt auf gut Glück, und ein Stativ ist immer nötig, da auch Mittags Belichtungszeiten bis zu zehn Sekunden möglich sind.

    Dennoch hat auch die IR-Fotografie mit unmodifizierten Kameras seine Vorteile. Gerade zu Anfang geht es nicht (nur) um künstlerisch ansprechende Bilder, sondern einfach darum, unsere bekannte Welt im Infrarotlicht neu kennen zu lernen. Und da ist es von Vorteil, neben einem IR-Bild auch nach Abnahme des Filters ein Bild im sichtbaren Licht zu machen, um noch nachher zu sehen, wie sich die Bilder unterscheiden. Z. B. in Beitrag #677 Treckerspuren, die erst im IR sichtbar werden, anderswo schwarze Gegenstände, die in IR zweifarbig sind oder manchmal Schatten, die in IR anders fallen.

    Von der Bildqualität her sind beide Methoden, normale Kamera mit IR-Filter und umgebaute Kamera, gleichwertig, zumindest solange keine Bewegung im Bild ist.

    Um an unmodifizierten Kameras brauchbare Ergebnisse zu erzielen, wird ein hochwertiger IR-Filter (z. B. Heliopan oder Hoya) benötigt. Billigfilter blockieren das sichtbare Licht nicht stark genug, damit sich das IR-Licht trotz kamerainternen Sperrfilters durchsetzt. Manche neue Kameras von Canon und Sony haben aber so starke eingebaute IR-Sperrfilter, so dass nicht mal mit einem hochwertigen IR-Filter brauchbare Ergebnisse zu erzielen sind. Kameras von Nikon und vor allem Fuji funktionieren meiner Erfahrung nach hingegen gut.

  2. 2 Benutzer sagen "Danke", Anthracite :


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