Ergebnis 1 bis 7 von 7

Thema: Welche Kamera/Sensorgröße für analoge Objektive

Baum-Darstellung

  1. #6
    Förderndes Mitglied Avatar von Kielerjung
    Registriert seit
    25.04.2014
    Ort
    Kiel
    Alter
    61
    Beiträge
    975
    Bilder
    11
    Danke abgeben
    3.431
    Erhielt 2.620 Danke für 660 Beiträge

    Standard

    Stimme Henry zu.
    Beispiel: Dein Jupiter-9 verhält sich am 1:2-Sensor so wie eine 180mm-Linse am KB-Sensor (Vollformat). Nur: Das Objektiv wurde als klassische 90mm-Porträtbrennweite gerechnet und konzipiert, und nur mit dem Abstand zum Bildobjekt spielt es seinen Charakter aus. Du willst vermutlich weichgezeichneten Freiraum um Dein Bildobjekt haben, den Schärfefokus auf die Augen legen, während das Haar nicht bis in die Spitzen scharf abgebildet sein muss oder soll. Greifst Du nun zu Deiner µFT- oder einer APS-C-Kamera, musst Du den Abstand zu Deinem Fotomodell entsprechend dem Cropfaktor vergrößern, um den gleichen Bildinhalt (Objekt und Hintergrund) zu erhalten. Dann hast Du aber logischerweise eine Tiefenschärfe, die dann nicht nur die Augen, sondern den ganzen Kopf beinhaltet. Wenn Du das willst, ist der Cropfaktor ein Vorteil. Deshalb ist es für die Smartphone-Linsen, die tatsächliche Mikrosensoren belichten, auch kein Problem, eine große Tiefenschärfe allein aus der Konstruktion zu generieren. Dafür mussten die Hersteller auch Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um so etwas wie Freistellung und Bokeh softwareseitig und mit Tricks der Fokusverschiebung künstlich zu schaffen, die reine Optik kann das nämlich nicht. Willst Du das aber nicht, bleibt Dir nur die Wahl, ein für deinen Crop-Sensor gerechnetes Objektiv mit entsprechend hoher Lichtstärke anzuschaffen oder, wenn Du Dein Altglas nutzen willst, eine Kamera mit Kleinbild/Vollformat-Sensor.

    Noch etwas: den Cropfaktor kannst Du als bildbestimmenden Parameter nutzen, wenn Du gern längerbrennweitig unterwegs bist. Das mache ich auch gern, perfekt für Freistellung im Nahbereich oder auch Makrofotos. Aber schon bei einer Normalbrennweite musst Du ein 24mm bis 35mm-Objektiv nehmen, die als Altglas dann aber kaum die hohen Lichtstärke haben wie die Normalbrennweiten für KB. Möchtest Du an Deiner µFT-Kamera auch mal weitwinkliger unterwegs sein, brauchst Du an Altglas aus den 50ern oder 60ern nicht einmal zu denken.

    Du solltest Dir also unabhängig von der Frage nach Sinn oder Unsinn genau überlegen, was Du fotografieren möchtest.

    Grüße
    Nils

  2. 5 Benutzer sagen "Danke", Kielerjung :


Ähnliche Themen

  1. Welche Analoge darf momentan mit auf Tour?
    Von RetinaReflex im Forum "Café Manuell" - Hier wird geplaudert..
    Antworten: 60
    Letzter Beitrag: 30.08.2020, 19:14
  2. Analoge Fotografie - Prengel, Lothar: Farbfilm in der Kamera
    Von BiNo im Forum Fotografische Kategorien
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 26.01.2014, 16:28
  3. umbau analoge kamera auf digital?
    Von mathematikos im Forum "Café Manuell" - Hier wird geplaudert..
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 01.12.2012, 17:51
  4. CY analoge 3D-Kamera
    Von tho im Forum "Café Manuell" - Hier wird geplaudert..
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 26.10.2011, 22:56
  5. analoge Kamera für wenig Licht
    Von TITANbrecher im Forum "Café Manuell" - Hier wird geplaudert..
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 20.07.2010, 17:40

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •