Zitat Zitat von retrofan Beitrag anzeigen
Ich habe einige Nahaufnahmen hier im Forum gesehen und mit Interesse vernommen, dass diese spektakulären Aufnahmen mit Hilfe eines Macroobjektiv gemacht wurden. Nun bin ich natürlich auf den Geschmack gekommen und möchte mich auch dem Mikrokosmos widmen.

Ich bin schon die Testlisten und Excel Tabelle durchgegangen. Dennoch ist es für mich schwer herauszuarbeiten, welche manuellen Objektive herausragende Eigenschaften mitbringen. Daher hoffe ich hier auf detailliertere Informationen in der 50mm bzw. 90-100mm Klasse.

Kann mir einer Empfehlungen sehr guter Macros geben? Gesucht wird ein 50mm und oder ein 90-100mm Macroobjektiv. Lichtstärke erst einmal egal, im Vordergrund steht die Abbildungsleistung. Toll wäre, wenn es zudem noch günstig wäre. Leider finde ich bei den Macros keine wirklichen Benotungen alla 50mm Normalbrennweiten. Genannt wurde hier im Forum schon einmal das Canon FD, welches anscheinend sehr gut sein soll. Auch Olympus hat einige gute im Programm und wurden ebenfalls gelobt. Es gibt aber noch viel mehr Linsen. Entsprechend hilfreich wäre daher tatsächlich eine Auswahl mit entsprechenden Vergleichen. Eine Einschätzung wie diese alten Gläser gegenüber den neuzeitlichen Rechnungen dastehen, stichwort Autofokusobjektive, wäre ebenfalls super. Im Vordergrund stehen jedoch die MF Objektive.


Danke schon einmal im Voraus.
Im Grund ist es eine rhetorische Frage.. die besten ihrer Klasse gibt es nicht !!

Makroobjektive sind immer "Spezialisten", da sie für andere Aufnahmeabstände optimiert sind, als "Normalobjektive".. Dies ist die erste wichtige Feststellung!
Beim Makro liegen die optischen Berechnungen auf "Nahbereich" wohingegen andere Objektivtypen "auf unendlich" in den Rechnungen hin optimiert werden.

Darüber hinaus gibt es Makrorechnungen, die mit floating elements für eine Korrektur auch im unendlichbereich gut arbeiten.

Und was genau willst Du nun wissen?

IM Grunde sind alle Makrorechnungen gut und Dein Geldbeutel allein bestimmt die Tipps die man Dir geben kann. Wenn wir vom Altglas reden, dann kommt noch die Frage Deiner Geduld hinzu und schon wird es schwierig.

Der eine bekommt ein Tokina ATX für 50 Euro, der nächste legt dafür 200 auf den Tisch. Ein Anderer sucht ein Olympus 2/90mm und ist bereit, da sehr viel Geld für auf den Tisch zu legen, der nächste nimmt ein Leica Apo Makro Elmarit 2.8/100mm.. ein anderer kommt mit dem was er machen will, mit einem Cosinon Plastikbecher klar. Die Frage der Sensorausgangsgröße und damit der Kamera kommt noch hinzu.. LiveView, ja nein etc..

Der eine ist an der universellen Verwendbarkeit interessiert, der nächste nur auf den eigentlichen Makrobereich. Ein weiterer möchte Maßstäbe bis 1:1 erreichen, der nächste kann mit solchen Maßstäben nix anfangen, weil er das Objektiv aus der Hand halten will, aber dies nur bis 1:2 schafft. Ein wieder anderer will Maßstäbe größer X:1 und sollte dann am Balgen arbeiten. Dann kommt der Makrograf, der mit den Lupenobjektiven spektakuläre Aufnahmen machen möchte und seine Bilder "Stackt"!


Zudem ist eine Klassifizierung dieser Dinge ziemlich aufwändig und eher abzuhandeln, wenn Du Deine Arbeitsweise und Vorstellung unter einen Deckel bekommst. Lichtstärke ist dabei ebensowenig egal, weil Du sie schlicht beim Scharfstellen brauchst, wenn Du per optischem Sucher nur "Plümchen mit Biene" fotografieren willst.
Wie Du schon merkst, man kann das endlos weiterspinnen und wird keine Lösung bekommen, solange Du selbst nicht Deine Vorstellungen und Einsatzbereiche etwas klarer umgrenzt.

LG
Henry