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C.P. Goertz Berlin Dagor 240 mm f 5.5
ich besitze ein C.P. Goertz Dagor, zu dem ich Informationen suche und speziell zu dieser Objektivausführung im Internet bisher nicht finden kann.
Hier mal die Daten:
C.P. Goertz Berlin
Dopp. Agnastigmat
Serie III A
Dagor
SN 252270
F = 240 mm
f. 5.5
Blende 5.5 - 64
14 Blendenlamellen
Bei dem Objektiv handelt es sich offensichtlich um ein Ausstellungsstück oder Vorführmuster, dass vermutlich nie zur Fotografie benutzt wurde.
Das Objektiv ist auf eine 8-eckige Holzplatte aufgeschraubt und trägt die Gravur "Unverkäuflich"
Das Objektiv ist unbeschädigt, hat aber einige Alterungsspuren. Die Blende geht geschmeidig und ist meiner Meinung nach auch völlig ölfrei.
Leider sind in beiden Linsengruppen zwischen den Einzellinsen feine Plizfäden zu sehen.
Zu einem Dagor mit f 5.5 bin ich im Internet bisher an keiner Stelle fündig geworden. 240 mm mit anderen Ausgangsblenden werden schon erwähnt.
Mich würde interessieren, von wann dieses Objektiv sein könnte (Seriennummer ist ja 252270).
Gibt es irgendwo eine Liste oder Webseite, wo diese Linse aufgeführt sein könnte?
Und ob es grundsätzlich möglich wäre, den Pilz zu entfernen. (Hier sind ja die Linsen zum Triplet verkittet)
Oder würde jemand, der es wirklich benutzen möchte auch so einsetzen können?
Vielen Dank für Eure Informationen.
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Ein Objektiv, was es gar nicht gibt
Mein Objektiv scheint es nicht zu geben.
Ich habe inzwischen weiter versucht, an Informationen zu kommen.
Dabei bin ich auch auf den Goertz-Katalog für den US-Markt aus dem Jahre 1915 gestoßen.
Auch hier wie in allen anderen Listen über Goertz-Dagor Objektive gibt es in diesem Jahr weder eine Serie IIIA noch ein Dagor mit f5.5. Alle nur in f6.8 oder f7.7.
Also doch was einmaliges?
Ich google mich jetzt schon tagelang durchs web, bisher ohne Ergebnis, ob mein Objektiv je gebaut wurde.
Könnt Ihr mir noch Suchquellen oder Links zu Goertz Linsen geben?
Danke für Eure Hilfe
Blende13
Weiter auf der Suche nach Infos zum Dagor 240mm mit f5.5
Danke für Eure Antworten. Ich werde weitersuchen und hoffe auch, noch Tipps zu bekommen. In der Katalogseite von 1915 stehen in einer Spalte Nummern, beim Dagor 240/6.8 z.B. eine 3.
Dort gibt es bei anderen Objektiven auch Nummern mit einem kleinen "a" dahinter. Wie eine "2a" oder eine "7a". Mir ist nicht klar, ob das eventuell auf eine Weiterentwicklung einer 2 oder 7 hinweist.
Dann könnte ja die Bezeichnung "Serie IIIA" die auf meinem steht, auch auf eine Weiterentwicklung hindeuten.
Komisch, dass ich bisher keine Suchergebnisse zu "Goertz Serie IIIA" gefunden habe. Egal mit welcher Brennweite und Blende.
Estmals einen Nachweis über ein Dagor mit Blende 5.5 gefunden
Inzwischen bin ich auf einer japanischen Webseite teilweise fündig geworden:
Immerhin ist hier eine Dagor-Serie - auch in 240 mm Brennweite mit Ausgangsblende 5.5 beschrieben.
Und es ist eine Serienbezeichnung mit dem Anhang "a".
Leider eine Serie IIa und nicht IIIA, wie mein Objektiv beschriftet ist.
Anhand der Schnittzeichnungen kann man sehen, dass die Linsen hier nicht wie bei Serie III verkittet, sondern in Serie IIa hintereinander gestapelt sind.
Also weitersuchen.
http://www2f.biglobe.ne.jp/~ter-1212/sakura/dagor.htm
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Das Objektiv was es nicht gibt: Goertz Dagor Serie IIIA 240 mm f 5.5
Erinnert ihr euchnoch an meinen Post aus dem Jahre 2020, wo ich nach Informationenüber mein „Objektiv was es nicht gibt“ suchte, über das ichkeinerlei Hinweise im Internet fand?
Da es jetzt hierzuneues zu berichten gibt, greife ich das Thema noch einmal auf.
Jetzt hatte ich einmal die KI befragt und sie suchen lassen.
Auch sie fand nur meinen alten Post zu einem Objektiv dieser genauen Serie und Abmessung keine anderen Informationen.
Daher fragte ich sie, wo ich denn überhaupt noch Chancen hätte, un am Hinweise zu kommen. Die KI empfahl mir, einmal bei Auktionshäusern nachzufragen und nannte mira ls renomierteste Spezialauktionshäuser dafür „LeitzPhotographica Auction“ in Wien und „Auktion-Team Breker“ in Köln.
Bei beiden stellte ich das Objektiv in einer Mail mit Fotos vor.
Während aus Wien die Antwort kam, dass sie keine weitergehenden Informationen, nur die Vermutung, es könne sich um ein Musterobjektiv handeln und dass sie es gerne in ihrer nächsten Auktion aufnehmen würden, bekam ich vom Breker eine sehr ausführliche Antwort. Der dortige Optikexperte - einem Dipl.Ing.phot. - der zuvor in der Optikindustrie arbeitete und selber Optiken berechnete und auch ein heute noch maßgebliches Computerprogramm zur Objektivberechnung schrieb, wie er mir erzählte, eine Mail, in deren Folge wir uns mehrfach in langen Telefonaten und weiteren Mails austauschten.
Er fand das Objektiv so interessant, dass er es gerne einmal selber durchmessen und auf seine optische Qualität prüfen wolle.
Er berichtete auch, das solche Objektive laut Norm bis zu 20% von den angegebenen Werten (Brennweite und Offenblende) in der Serie abweichen durften und das auch taten. Und je näher die tatsächlichen gemessenen Werte an die Angaben auf dem Objektiv herankommen, desto präziser und sorgfältiger war die Fertigung dieses einen speziellen Objektives und daraus könne man auch schließen, wie viel Mühe man sich mit der Fertigung dieses Objektives gegeben hat. Also welche Wichtigkeit man ihm beigemessen hat.
Also schicke ich das Objektiv ein. Nach einiger Zeit bekam ich die Antworten dazu dass das Objektiv ist in keinem seiner ihm vorliegenden Unterlagen und weitmehr als 1000 Patenten beschrieben sei.
Es ist höchst präzise gefertigt und kommt sehr genau an die angegebenen Werte heran. Die feinen Striche im Objektiv sind keine Alterungserscheinung die in dem Verkittungsmaterial liegt, sondern sie ist auf Grund der unterschiedlichen Ausdenungseigenschaften der verkitteten Gläser hervorgerufen. Für die damals zugrundeliegende geplante Nutzungsdauer eines solchen Objektives von 10 bis 15 Jahren, hat es sich hervorragend erhalten.
Und es stammt also wohl tatsächlich aus den Entwicklungslaboren von Goertzin Berlin.
Interessant fand ich auch die Information, dass Herr Goertz solche am Grenzbereich des technisch machbaren nicht in die Serienfertigungnehmen aufnehmen mochte, da sie angeblich seiner Meinung nach das ansonsten hervorragende Renomee der Goertzschen Objektive, was die Schärfeleistung betraf, gefährden könnten, wenn es bei Offenblende dann doch mal nicht so scharf war. Möglicherweise wurde es deshalb nicht produziert.
Da ich mit dem Objektiv doch nicht weiter fotografieren werde, habe ich mich dann entschieden, es als Einzelobjekt in die kommendeS pezialitätenauktion zu geben, nachdem ich mich zwischenzeitlichauch weiter über Breker informiert hatte. Ich hänge hier einmal die Seite des aktuellen Auktionskataloges andiesen Post, da hier im Text die genauen Daten und weitere Informationen zu diesem Objektiv enthalten sind.
Hier unten auch derLink zu Breker. Da bei Breker am 16.Mai nicht nur vor Ort in Köln versteigert wird, sondern weltweit online live mitgesteigert werden kann, ist es durchauswahrscheinlich, dass das Objektiv auch nach Fernost oder in die USA gehen könnte.
HINWEIS: Ich mache das nicht als Verkaufsanzeige, sondern weil auf der Webseite im Katalog die interessanten Ergebnisse von Breker in besserer Qualität als auf dem Screenshot zu lesen sind.
https://auction-team.de/
https://auction-team.de/eCatalogue/A...026/index.html
Anhang 159444