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Meyer Optik Görlitz ORESTOR 2,8/100 mit M42 Anschluß
Hallo,
in diesem Beitrag möchte ich meine Erfahrungen und Hinweise zur Zerlegung und Reinigung dieses Objektives mitteilen. Zuerst Bilder des kompletten Objektives:
Anhang 42588
Anhang 42590
Anhang 42591
Nach entfernen der drei Schrauben läßt sich die Rückkappe abnehmen, man erkennt dann die Mechanik der Blendenrückholung mit Feder und des Abblend-Drückers:
Anhang 42593
Nach Entfernen des Beschriftungsringes der Vorderseite kann man die komplette vordere Linsengruppe entnehmen:
Anhang 42595
Nun kann man von der Rückseite weiter zerlegen, der Blendenring kann abgezogen werden, bei Stellung Offenblende (2,8) steht der lange Stift vom Blendenring im Linksanschlag. Auf die Kugel und Feder für die Rastung achten, schnippt gern mal weg! Nun kann auch die hintere Linsengruppe demontiert werden und die Blendenmechanik liegt frei für eine Reinigung im eingebauten Zustand (falls dies ausreichen sollte).
Anhang 42596
Anhang 42597
Anhang 42598
Zur weiteren Zerlegung und Freilegen des Schneckenganges für Fokussierung sind noch verschiedene Schritte erforderlich. Dazu das Objektiv auf "unendlich" stellen und die Markierungslinie "unendlich - rote Dreiecke - Loch für Feder und Kugel Blendenrastung" achten, denn jede dieser Markierungen befindet sich auf einem anderen mechanischen Teil!
Anhang 42599
Anhang 42600
Nach entfernen des "Überwurfringes mit Gravur" durch zwei Madenschrauben um 180 Grad versetzt und vorsichtiges Abziehen werden zwei um 180 Grad versetzte mit Federn belastete Führungsbolzen für die Fokussierung sichtbar. rausnehmen und säubern.
Anhang 42601
Anhang 42602
Nun kann man die Anschlagschraube für unendlich entfernen und das "Formteil" abdrehen, dabei erkennt man die "Nase" die die Fokussierbewegungen von unendlich zu nah begrenzt, von oben erwähnter Ausgangsstellung waren es bei mir 8,5 Umdrehungen.
Anhang 42603
Anhang 42604
Danach kann die Fokussierschnecke auseinandergenommen, gereinigt und wieder gefettet werden. Leider habe ich davon keine Bilder aufgenommen, da es "selbsterklärend" war. Auf "nah" wird in Uhrzeigerrichtung gedreht, nach etwa 1 1/3 Umdrehungen fädelt das Gewinde aus, unbedingt merken welches "Merkmal oder Zahl" an der vorher festgelegten Markierung (z.B. unendlich-Zeichen) steht, dies erleichtert das Wiedereinfädeln.
Der Zusammenbau erfolgt in umgekehrter Weise.
Die hintere Linsengruppe kann man auch auseinandernehmen ohne Zentrierungen zu gefährden, einen Linsenheber sollte man schon besitzen!
Wer unbedingt die Blendenlamellen rausnehmen muß sollte es von der RÜCKSEITE versuchen, rausgenommen sind sie sehr schnell!!!!
Aber mit einem magnetischen kleinen Gegenstand (z.B. Inbusschlüssel 1,5 mm, der ist vorn nicht "spitz" sondern "platt") lassen sich die Blenden gut aufnehmen, zum Ablegen braucht es dann eines NICHT magnetischen Helfers wie Plastikpinzette, Holzstift o.ä.
Anhang 42605
Viel Erfolg bei der nächsten eigenständigen Zerlegung und Reinigung. Über ein Feedback freut sich
Jürgen
Zwischenring M39 für eine Bastelei
Hallo Henry,
den Zwischenring benötige ich für dieses Projekt (Erklärung am Ende):
http://www.digicamclub.de/showthread.php?t=20397
Der Zwischenring von Santos ist leider noch nicht eingetroffen, wird wohl morgen kommen.
Das Projektionsobjektiv hat einen Durchmesser von 46,0 mm (und paßt damit ganz gut in das abgesägte Abflußrohr). Natürlich will ich ersteinmal nur prüfen, ob eine "bessere" Adaptierung dieser Optik für MICH Sinn macht. Falls ja, denke ich wäre wohl dein Samtfokussiertubus eine gute Lösung. Ich bin aber ehrlich....ich bin noch nicht wirklich hinter die ganzen von dir angebotenen Komponenten und Lösungen gestiegen.
Gruß Jürgen
Frage zum Entfernen des Beschriftungsringes
Hallo und danke für den Beitrag,
eine schöne Ausarbeitung. Ich habe aber mal eine kleine Frage. Ich habe das Pentacon Auto 100/2.8. Ich denke mal das es mit diesem Meyer mehr oder weniger grundtechnisch den gleichen Aufbau hat. Deshalb schätze ich, wenn ich den Beschriftungsring entferne, habe ich auch die vordere Linsengruppe so gut wie frei. Aber wie bekomme ich diesen Ring einfach heraus geschraubt? Er hat keine Schlitze, keine kleinen Einkerbungen, wie der ältere Orestor aus der anderen Beschreibung, noch sonst etwas, wo man ansetzen kann und zum schwitzen kommt... vonwegen, nur nicht die Linsen zerkratzen...
Zwei Löcher und dann... wollte ich mir ersparen, weil das Teil noch echt top aussieht...
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen. Danke schön!
Gruß Eavag :-)
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Hallo!
Ich versuche gerade ein Orestor wieder zusammen zu bauen. So weit so gut. Doch beim wieder Einbauen der 6 Blendenlamellen verzweifle ich gerade. Di Logik, wie diese ineinander greifen habe ich noch nicht ganz verstanden.
Ich bräuchte ein Bild, wie diese eingefädelt werden. Hier im Thread im Prinzip wie im Bild 6 und 7, nur mit diesem Halter demontiert.
Im Anhang ein Bild von mir zur Veranschaulichung.
Vielen Dank!Anhang 49582
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Zitat:
Zitat von
hinnerker
Die Löchlein sind der obere genietete und aussen liegendere Teil. Die unteren Nieten laufen in den langen Rillen.
Nimm eine Blendenlamelle und fädel sie ein... dann hast Du schonmal durch die Drehung des Blendenrings die Schließrichtung.
Danach wird dann die nächste eingefädelt, drüberliegend... dann die übernächste usw... die 6. Blendenlamelle wird dann mit ihrem langen Ende unter die erste geschoben !!! Wichtig.
LG
Henry
P.s.: Hab leider kein Bild und auch so ein Objektiv nicht mehr.
Mein optisch sehr schönes Orestor mit Springblende hat mich herausgefordert: Die Blende funktionierte lagenabhängig. Mit der Front nach unten zog sie meistens (!) klaglos auf und zu, auch in Normalstellung, also ca. waagrecht war das so. Aber sobald ich das Objektiv etwas über die Waagrechte nach oben richtete, hing die Blende irgendwo bei 8-11 und öffnete sich nur wieder vollständig durch Drehen des Blendenrings auf 2.8. Alles Suchen und recherchieren brachte keine Antwort, warum das so sein könnte. Öl hab ich jedenfals keines gesehen. Also habe ich mich an das Abenteuer gewagt, die Blende einmal komplett zu prüfen und zu säubern. Dazu musste natürlich alles raus, inkl. der Lamellen. Wirklich gefunden habe ich am Ende nichts. Aber eben einmal alles schön mit Feuerzeug-Benzin und Wattestäbchen gereinigt - da waren dann trotz optisch sauberer Lamellen einige Wattestäbchen schwarz, und vielleicht hat das ja schon genügt, um nicht richtig zu funktionieren. Aber dann - es gibt echt wenig, was das Gefühl toppen kann, nach dem übel fummeligen Einfädeln dieser 6 Blendenlamellen (gefühlt hab ich das wohl 53 mal durchexerziert :rolleyes:), dem Montieren aller Schrauben und Linsen, dann auf die Blendentaste zu drücken und: ZACK! :peace: Das Dingen fluppt wie neu :Muscle:. Einfach Wahnsinn. Nun hab ich wieder ein optisch wie technisch 1A funktionierendes Orestor 2.8/100.
Anhang 159228
Naja, es sind eigentlich zwei. Eines mit der 6-Lamellen Springblende, und das andere, nur wenige Seriennummern älter mit der 14-Lamellen Vorwahlblende :D
Ein dickes Danke an Alle hier für jedes Bit an Information zum Zerlegen und zum Zusammenbau der Blendenlamellen.
LG - Jochen