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Linsenschnitt???
Bitteschön:
http://taunusreiter.de/Cameras/CanonFD1.4-50mm.jpg
Originalseite:
http://taunusreiter.de/Cameras/Biotar_en2.html
(ziemlich weit runter scrollen bis zum Abschnitt <big>IIf) Erweiterter (7-linsiger) Ultron-Typ</big>)
Auf dieser Seite gibt es eine leider nur sehr kleine Schnittbildzeichnung des FD 1.4/50 S.S.C.:
http://www.mir.com.my/rb/photography...ses/50mmfd.htm
Anhang 29489
Von den neueren (nFD) Versionen gibt es auf dieser Seite nur einen Linsenschnitt:
http://www.mir.com.my/rb/photography...enses/50mm.htm
Anhang 29490
Dann steuere ich mal schnell 2 Fotos aus meiner "Bibel" bei
Anhang 29491
Anhang 29492
Ja Mensch... Überraschung - Besten Dank fürs Erste, Leute! Da sehe ich doch schon, was auf mich zukommt! :spitze:
Also viele, freistehende Glasflächen, keine Linsen und Gruppen hermetisch gekapselt (im Ggs. zum diesbezüglich vorbildhaften 1,4er Minolta), da wundert es mich rein überhaupt nicht, dass es in dem Teil glitzert und funkelt wie an Weihnachten!
Besonders unangenehm finde ich ja bereits den Linsenbefestigungsring der Rücklinse: extrem zierlich und mit (meiner) Ringlehre nicht zu fassen, geschweige denn mit den Innenmess-Schenkeln einer Schieblehre - da muss ich wohl oder übel noch einen stabilen Stechzirkel auftreiben und hoffen, dass das Ding nicht auch noch gnadenlos festsitzt - also nix mit Nachtsitzung...
Hat das von euch schon mal dergestalt geöffnet?
Nebenbei... Als alter Minolta-Fan hatte ich mich nie um Canon-Objektive gekümmert, FD-Objektive sind in jeder Beziehung Neuland. Aber nun zu erfahren, dass es in Anlehnung an Dr. Glatzels Planar 1.4/50mm bzw. den 7-linsigen Ultron-Typ gerechnet ist, freut mich ganz besonders und erklärt natürlich einiges bezüglich seiner ganz hervorragenden optischen Eigenschaften, trotz dem vielen Dreck auf den Linsen...
Wenn Du nur den Staub entfernen willst beim 1.4/50mm, so schraub einfach nach Abnahme des nFD Bajonetts den gesamten hinteren Linsenblock heraus und schon bist Du im Bereich des Blendenmoduls zwischen den beiden Glasflächen von Front- und Rücklinsen-Modul.
Bei Fragen zu alten FD Objektiven hilft es auch sehr, sich einmal hier in den Umbauberichten, die teilweise auch Reparaturen mit abdecken, umzusehen...
http://www.digicamclub.de/forumdisplay.php?f=292
LG und herzlich willkommen...
Henry
Linsenblock: Also relativ einfach durch Lösen des hinteren Linsenbefestigungsrings...
Sind die letzten beiden Linsen und die darauf folgende verkittete Gruppe als "Block" zusammengefasst?
Aber selbst wenn, mit einem weißen LED-Strahler sehe ich deutlich den Staub bereits auf der Innenseite der Rücklinse, und das zieht sich durchs ganze Objektiv... (Partikel auf praktisch allen 10 inneren Glasflächen, da gibt's einiges zu pützeln...)
Hab zwar aktuell kein nFD 1.4/50mm hier liegen, aber zumindest beim FD 1.4/50mm S.S.C. brauchst Du die Sperrverriegelung überhaupt nicht öffnen, sondern drehst den gesamten kamerazugewandten Block ab Blende in einem Stück heraus, da die eigentlichen Linsen in einem hermetisch geschlossenen, verriegelten Tubus/Block stecken.
Wenn Du nun beginnst, die hintere Linse zu entriegeln, öffnest Du den Tubus/Block und kommst auf diese Weise auch nur an die letzte, dir zugewandte Linse !
Deshalb gehe da systematisch vor und unterteile gedanklich das Objektiv in die Teile vor und hinter dem Blendenmodul.
Beim nFD war es glaub ich so, das zuvor die Blendenmitnehmerplatte mit der "Gabel" entfernt werden musste, die ihrerseits durch einen Seegering ähnliches geschlitztes Sperrscheibchen kurz oberhalb dieser Mitnehmerplatte, Selbige in Position hält. Aber das wirst Du sehen, wenn der Mount heruntergebaut ist.
An den vorderen Teil kommst Du eh nur durch Abnahme der Gravurplatte und lösen von 6 dahinter angeordneten Schrauben. Achte darauf, das Objektiv mit dem Kamerabajonett auf den Tisch zu stellen, weil - aus meiner Erinnerung heraus - der vordere gefasste Frontlinsen-Block nach lösen der Schrauben ( 3 x für Fokusringbefestigung am Helicoid und 3 x für die Frontlinsengruppe) herauspurzelt und so auf den Tisch "knallen" kann, wenn man nicht achtsam genug ist.
Die Verriegelung des jeweiligen Tubus/Blocks kannst Du dann bequem öffnen und eventuelle Partikel entfernen, so sie denn wirklich in den eigentlich abgeschlossenen Tubus eingedrungen sind und nicht simpel nur an der Nahtstelle am Blendenmodul sitzen. Oftmals sieht es nämlich nur so aus, als würde Dreck an einer Stelle sitzen, die sich bei Zerlegung dann aber als falsch herausstellt und nur durch die Linsenanordnung und deren konkaven oder konvexen Schliff der Oberfläche etwas anderes beim Betrachten suggerieren.
LG
Henry
Moinsen!Zitat:
Wenn Du nur den Staub entfernen willst beim 1.4/50mm
Beide Exemplare werden komplett zerlegt, denn wie schon eingangs geschrieben, lässt sich die Mechanik (für meine Begriffe) zu schwergängig bewegen. Nach den frühen Seriennummern und der schon leicht gelblichen weißen Schrift zu urteilen, haben beide etliche Jahrzehnte intensiver Nutzung auf dem Buckel (jedoch keinerlei Spiel der Fokussierung und tadellose Glasflächen auf der Front- und Rücklinse - da wurde wohl von den Vorbesitzern nicht mal eben schnell mit dem Hemd oder dem Rotzlappen gewienert...), eine Generalüberholung haben sie sich also redlich verdient. Es soll schließlich auch - Linsen gerade frisch gereinigt - nicht gleich wieder alter Dreck in den Blendenzwischenraum nachrieseln...
Auch wenn die drei rückwärtigen Elemente hermetisch gekapselt sind/sein sollten, Partikel befinden sich dennoch auf den Glasflächen der inneren Linsen. Handwerkszeug: eine Nähnadel und eine chromatisch und geometrisch korrigierte Linsengruppe eines alten Minolta-Zooms als stark vergrößernde Lupe (aus der Zeit, in der man ein Altglas-Zoom noch für 5,- hinterher geworfen bekam). Man lege die Spitze der Nähnadel sachte auf die Glasoberfläche der Rücklinse, fokussiert auf die Spitze (die gar keine Spitze ist), fokussiert etwas tiefer, und schon sieht man den Salat, sozusagen in der Tiefe des Objekts... (keine Ahnung, was das im gebündelten LED-Licht für hell glitzernde Partikel sind, Staub kann es wegen der Verkapselung theoretisch nicht sein, vielleicht handelt es sich um chemisch oder physikalisch umgewandelte/auskristallisierte und nun nach langer Zeit sichtbare Rückstände aus der Produktion).
Wegen der Blenden- und Einstellmechanik mache ich mir die wenigsten Sorgen, es ist dieser extrem schmale Spannring der Rücklinse mit seinen fast schon wahnsinnig winzigen Kerben bzw. dessen womöglich brutalem Sitz, der mich beschäftigt. Entweder muss eine alte Schieblehre dran glauben (Spezial-Feinschliff der Innenmess-Schenkel mit dem Dremel) oder ein wirklich stabiler Stechzirkel muss her...
Grüße
Erwin
Mach lieber Bilder mit der Linse, statt sie zu putzen... gerade wenn unklar ist, was und warum da etwas in den Zwischenräumen hängt, ist es eher so, das die Schwärzung der Linsen in den Seitenbereichen begonnen hat, oder aber eine Verkittungsschicht angebrochen ist... etc.
Es sind schon viele Objektive einfach einer "Putzwut" zum Opfer gefallen.
Canon FD Objektive lassen sich ausserdem aufgrund ihrer komplexen Mechanik, bei der mit ziemlich vielen Feder und Umlenkgelenken gearbeitet wird ohnehin schwerer Fokussieren, als z.B. viele Nikon oder Minolta Objektive.
Ein nFD 1.4/50mm ist nun ein Objektiv, das man schnell wieder bekommt...
Abgebrochene Verkittungsschicht im gekapselten Hinterglied halte ich für ausgeschlossen, lt. dem Linsenschnitt gibt es zwischen den letzten beiden Elementen keinen Kitt, und so gleichmäßig flächig, wie sich die Partikel verteilen, deutet das eher auf sichtbar gewordene Spuren von z.B. Putzmitteln aus der Produktion hin (ein CZJ 135/4 hatte sogar richtige Putzmittelschlieren statt Pilz...)
Keine Sorge, diese Krankheit ist bei mir nie ausgebrochen:noe:Zitat:
Es sind schon viele Objektive einfach einer "Putzwut" zum Opfer gefallen.
Vor dem Fotografieren kommt das Restaurieren, klare - wenn auch sicherlich nicht Jedermanns - Sache.