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Jan Böttcher
Hmh, das da am Rand kann erstmal "alles" sein.
Feuchtigkeit, Ölfilm, Kondensat/Ablagerung (das wäre der Glücksfall) oder Feuchtigkeitsschaden nach Feuchtigkeit?
Kittfehler falls dort zwei verkittete Linsen vorliegen (angucken oder Linsenschnitt googeln)
Schaden in der Vergütung (so die Linse vergütet sein soll)
Fungus (wenn auch nicht verästelt wie erwartet)
Apropos Fungus, der Waldbeutler hat sich ja eine UV-Lampe gegen Linsengilb zugelegt, UV sollte auch Pilze und deren Sporen töten.
Nach "Spüli" käme Drogeriemarkt Hausmarke Reiniger gegen "Fett und Angebranntes" (Tenside und Phosphate, Handschuhe schaden wohl nicht) in Betracht.
Bei Druckluft und Blasebalg "in situ" muß man immer bedenken wo verscheuchte Partikel hin sollen und ob sie von dort mit Pech zurückkommen (und wie sauber die Luft ist). Bei ausgebauten Linsen kein so großes Thema.
Danke Euch, Jan und Ulrich für Eure Einschätzungen. Ich kann das nun etwas weiter eingrenzen..
Es handelt sich ja um die Frontlinse des Pentacon 2.8/135. Diese hat nur die einfache Vergütung (kein MC), und ist nicht gekittet.
Anhang 158939
Ich habe die Linse nun nochmal ausgebaut, und vorsichtig mit Fairy Ultra und warmem Wasser gereinigt (zuvor hatte ich ja bereits Ammoniakwasser und danach Isopropanol eingesetzt). Ich erkenne nach der Tensid-Behandlung keinen Unterschied zu vorher, so dass ich nun eher von einer bleibenden Beschädigung ausgehe. Ich hab mal versucht Nahaufnahmen zu machen - vielleicht kommen diese flächigen Strukturen ja jemand bekannt vor. Die Linse ist hier vollständig abgetrocknet, also keine Spüli Schlieren o.ä.:
Anhang 158940Anhang 158941
Und ich bin da ganz bei Ulrich - auf Bildqualität sollte sich diese Veränderung am Rand der Frontlinse nur wenig bemerkbar machen. Ist lediglich ein Thema beim Wiederverkauf (und für meinen inneren Monk :D)
LG - Jochen
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Ich würde es nochmal mit Feuerzeugbenzin (gängige Alternative zu Isopropanol) und Aceton probieren.
Bei Aceton war ich selbst skeptisch, in der Annahme dass es die Vergütung angreift, aber inzwischen habe ich gelesen,
dass das tagelange Einlegen von (z.B. gekitteten) Linsen in Aceton (oder Xylol) gängiges Mittel ist.
Also dürfte Aceton die Vergütung von Glas nicht angreifen.
Es verdunstet schnell, deshalb würde ich sanft und seeehr langsam mit einem getränkten Q-Tip (Holzstäbchen und reine Baumwolle) über die Stellen gehen.
Bei mir hat es Sekundenkleber von der Linse bekommen, rückstandsfrei.
Eine allgemeine Frage, die im Rauschen der Algorithmen nicht beantwortet ist:
1- Bei den manuellen Objektiven der Siebziger und Achtziger liegt die Gefahr einer Dejustierung in der Zoom und Fokusmechanik "begraben",
aber nie in den Linsengruppen selbst, insofern man diese korrekt wieder zusammen und einbaut?
2- Und in 90% aller manuellen Objektive kommt man vor und nach der Blende auch an diese Linsengruppen ran?
Bei diesem Schnitt durch ein kompliziertes Tamron SP 28-135 sieht das danach aus, nur die Gehäuse der Linsengruppen scheinen
die Abstände der einzelnen Linsen zueinander zu definieren, aber nie die Schraub / Klemmringe...