AW: Definition eines Testablaufes für manuelle Objektive
Hallo Peter,
nein ich meinte nicht das RAW Bilder hochgeladen werden sollten, sondern nach meiner Ansicht in RAW gefotet wird und dann in einem einheitlichen Konverter mit der Schärfe 0 nach jpg gewandelt wird.
Damit könnte man ausschließen, das die jeweilig voreingestellte JPG Komprimierungsroutine in der Kamera ein Testergebnis verfälscht.
Und nochmals, es geht unter Punkt 8 dann auch darum, fotografische Motive mit einzubinden. Das ist selbstverständlich. Sonst kann man auch nur Testcharts foten.
Aber auch hier kann man sich Gedanken über einige Regeln machen...
z.B. Nachtaufnahmen mit Lichtern im Bild, mal vielleicht metallische Oberflächen, UV intensive Fernaufnahmen etc...
Warum?
Es ist z.B. bei Leica so, das die Vergütung der Einzellinsen so gestaltet ist,
das ein UV Filter eigentlich nicht mehr notwendig ist, da diese Wirksam durch die Vergütung absorbiert werden. Ein Leica UV Filter dient nur noch dem Schutz der Frontlinse.. mehr nicht. Da man nicht weiß, wie gut oder schlecht das bei anderen Herstellern in der Herstellung gemacht wurde, wäre auch eine solche Aufnahme aufzunehmen sinnvoll, um das heraus zu finden...
(Dieses Wissen stammt von Osterloh aus seinem Buch angewandte Leica Technik Seite 122, auf der er die Absorban Kittschichten der R Objektive beschreibt.)
Ich zitiere: Die Absorban Kittschichten in vielen Leica Objektiven bewirken eine einheitliche Farbdurchlässigkeit im gesamten Spektralbereich. Sie beseitigen insbesondere den störenden UV Anteil und garantieren eine neutrale, originale Farbwiedergabe. Bei Leica Objektiven werden UVa Filter deshalb nur zum Schutz der Frontlinse benötigt!
Nur eines von vielen Beispielen, wo es Dinge zu erforschen und nicht nur durch "Blümchenbilder" zu erkennen ist.
LG
Henry
AW: Definition eines Testablaufes für manuelle Objektive
Und hier nochmal ein Link zu Thema Absorban..
http://www.techniklexikon.net/d/absorban/absorban.htm
LG
Henry
AW: Definition eines Testablaufes für manuelle Objektive
Zitat:
Zitat von
Padiej
Ich bin eher ein JPEG-Fotografierer. ...ist der Unterschied wirklich so enorm ?
Ohne jetzt vom Thema abschweifen zu wollem: gewaltig, Peter, gewaltig!
Bei den meisten, korrekt belichteten Fotos reichen mir JPGs auch aus. Fast alle Bilder aus St.Petersburg, die ich im anderen Thread verlinkt habe, sind JPGs, eben weil RAW (die ich auch aufgenommen habe, ich fotografiere mit Parallelspeicherung) keinen Unterschied gemacht hätte.
Bei einigen Motiven aber, habe ich nur durch das RAW-Format das Bild erhalten, das ich haben wollte.
Die Möglichkeiten sind ungleich größer!
AW: Definition eines Testablaufes für manuelle Objektive
Weiter OT:
Ich bemühe immer den Vergleich mit den Masterbändern und der Musik-Kassette.
Oder Film-Negativ und Abzug.
Wenn du etwas aufheben willst, um später noch mal daran zu arbeiten - was würdest du dann aufheben?
AW: Definition eines Testablaufes für manuelle Objektive
Zitat:
Zitat von
praktinafan
Oder Film-Negativ und Abzug.
Wenn du etwas aufheben willst, um später noch mal daran zu arbeiten - was würdest du dann aufheben?
Ja Willi,
genauso sehe ich das auch. Ich habe anfänglich meine RAW´s viel zu heftig bearbeitet (getrimmt auf hohen Kontrast und Schärfe). Mit zunehmender Erfahrung und der Verwendung unterschiedlicher Konverter (seit kurzem DPP) bin ich froh, meine "Negative" noch zur Verfügung zu haben.
Gruss Fraenzel
AW: Definition eines Testablaufes für manuelle Objektive
Wenn es um die nachträgliche Korrektur des Kontrastumfanges geht, da bin ich konform mit Euch, da ist RAW unumgänglich, damit man mehr Tiefe bekommt, zwischen Schwarz und Weiß.
Wie ist es bei Schärfe und Kontrast?
Andere Frage:
Reicht ein Testbild mit 2000*3000 Pixel ? Mehr konnte der analoge Film auch nicht liefern.
lg Peter
AW: Definition eines Testablaufes für manuelle Objektive
Damit jpegs, wie Lucispictor beschreibt, bei guter Belichtung ausreichen muß allerdings der jpeg Konverter der Kamera entsprechend gut sein.
Der meiner Kamera ist es nicht, jedes von der Kamera gerechnete jpeg ist sichtbar schlechter als jene die ich am PC selber konvertiere. Die Kamera jpegs schauen schlicht nicht gut aus, soweit ich verstehe ist der dynamischer Bereich geringer, die Kontraste sind zu stark und die Sättigung zu hoch. Ich nehme aber an daß generell die jpeg Konverter neuer Kameras besser sind, habe sogar schon gelesen daß jemand sagt daß er RAWs die er selber konvertiert gar nicht so gut hinbekommt als die Kamera bei idealer Belichtung.
RAW Konverter dürften kameraspezifisch gut oder weniger gut sein, jener der für die eine Kamera ( - Marke? ) der Beste ist kann für eine andere Kamera nicht ideal sein, dafür wiederum ein anderer. Stimmt das?
Fraenzel, wie heißt der DDP ausgeschrieben?
LG
Andreas
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Mit den JPGs meiner EOS-Kameras bin ich im Allgemeinen zufrieden, dennoch fotografiere ich immer JPG und RAW parallel. Speicherkarten kosten heute ja fast nichts mehr. ;)
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Zitat:
Zitat von
kuuan
Fraenzel, wie heißt der DDP ausgeschrieben?
LG
Andreas
Hallo Andreas,
das ist der Canon eigene Digital Photo Professional Konverter
Gruss Fraenzel