ist halt oft eine Rechnung wie viel ich beim Verkauf des alten Systems an Geld verliere und was es mich kostet das neue System (Sony) zu kaufen. Dann noch die andere Menüführung, Umgewöhnung... dass muss jeder gut für sich selber abwiegen.
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ist halt oft eine Rechnung wie viel ich beim Verkauf des alten Systems an Geld verliere und was es mich kostet das neue System (Sony) zu kaufen. Dann noch die andere Menüführung, Umgewöhnung... dass muss jeder gut für sich selber abwiegen.
Ich bin derselben Meinung (das sage ich auch einleitend etwas weiter unten). Mir ging es mehr um die Politik des offenen vs. des geschlossenen Systems.
Mein zweiter Punkt ist, dass wenn es ums Geld geht, Sony wahrscheinlich das beste Preis-Leistungsverhältnis bietet, vor allem, wenn man gebraucht kauft.
Ich will keineswegs ausdrücken, dass Sony Kameras die besten sind, ich habe z.B. auch schon oft zu Nikon Z geschielt, weil das Adaptieren von Altglas daran noch besser funktioniert aufgrund des dünneren Sensor-Stacks. Letztendlich bleibe ich aber bei meinem Sony System, weil es gut genug ist. Die schon angesprochenen Vorteile weiß ich außerdem zu schätzen. Mit den irrwitzigen Preisen zurzeit für hochwertige Kameras (auch bei Sony) und Objektive spielt das für mich eine immer größere Rolle. Eine Kamera ist, anders als die Objektive, ein Gebrauchsgegenstand, der nach einigen Jahren auf den Schrott kommt und all seinen Wert verloren hat. Da möchte ich möglichst nicht gleich 6000 EUR für einen Body ausgeben. Gefühlt ist die Schmerzgrenze bei etwa 2000 und die Kamera sollte dann auch 10 Jahre halten. Mal sehen, was ich dafür bekomme, wenn die A7rIII irgendwann aufgibt.
Das Ableben könnte noch eine Weile dauern - meine A7RIII hat knapp 400.000 Auflösungen hinter sich, läuft immer noch :)
Ulrich: bleib bei Canon, der Umstieg bringt Dir nicht soooooviel, dass der ganze Aufwand lohnt mMn. Der AF beim Adaptieren von Canon L-Glas per Sigma-Adapter an Sonys Kameras der 3. Generation (hab selber A7III, A7RIII und A7II) ist zwar einigermaßen brauchbar, aber zickt auch immer wieder mal rum, wo man sich über verlorene Aufnahmen ärgert.
Tamrons und Sigmas gibt es ja bereits für Canon RF-S (APS-C), ist glaube nur eine Frage der Zeit, bis auch Vollformatobjektive zugelassen werden. Oder sich Fernost einfach mal nicht darum kümmert, wie Samyang damals mit seinem RF 1.4/85 und Viltrox, die einfach das ältere EF-Protokoll benutzt haben und nur den RF-Anschluss benutzt haben.
Also in meiner "Sturm und Drang Zeit" habe ich ja "alle" Rollei-QBM-Objektive gejagt (die Mirotare und das Tele-Tessar 8/1000 fehlen immernoch) und dazu hatte ich einen M42-Adapter (um die alten Objektive für die Praktica verwenden zu könnne die Prakticas landeten im Schrank), und irgendwann hat mich geärgert, daß die neuesten und schönsten Zeiss-Objektive nur noch mit Yashica-Bajonett kamen. Und auch das eine oder anderen Exotenobjektiv (z.B. Minolta mit VFC) oder "irgendwas" gab es immer nur mit dem falschen Bajonett.
Das führte am Ende dazu, daß ich eine Agfa Selectronic mit Pentax K kaufen mußte, eine Canon A1 (sowieso, weil Meilenstein), viel später folgte eine EOS 1 (und eine 1n), Konica FS-1 (wegen des 1,8/40), Leica R7 (weil das 2/180 billiger war als das 2/200 zur Contax), Mamiya NC und ZE (tolles 4/300!), Minlta XE-1 (und später XD 7, X-700 und andere), Minolta 7000 AF (Meilenstein), Nikon F401s (die war billig, andere folgten), Olympus OM2, Yashica FR 1, Zeiss Ikon Contarex ... und noch ein paar. Und eine Bessa-L für das 15er, und eine CLE mit 28, 40, 90 und eine Hexar RF - und das sind nur die Kleinbildkameras. Digicams waren (und sind!) für mich nur "werdender Elektroschrott", oftmals ein Werkzeug, aber nie "liebenswert".
Unterm Strich wäre es "kostengünstiger" gewesen, mit einer Leica R3 anzufangen (später mal upgrade auf R4 und R7) und nur die nötigsten Objektive, die dafür aber eben Leica-R zu kaufen und dann immer das neueste iPhone für Digitalfotos. Und mit den 15ern, den Fisheyes, den echt langen Tüten, den zu billigen Zooms und ... mache ich extrem selten ein Foto.
Was würde ich also tun bzw. Dir raten?
1. Solange die Familie nicht hungern muß (das ist §1!) kaufen, was einem Freude bereiet.
2. Überlegen ob man Sammler oder Fotograf ist.
Falls man Fotograf ist, überlegen, womit man tatsächlich fotografiert und was die ehrlichen Anforderungen sind und wofür ernbsthaft Bedarf besteht, nicht nur Bedürfnis.
Falls man Sammler ist: go to 1.
Sich ein weiteres System zuzulegen weil es dafür ein spezielles oder ein besonders günstiges Objektiv gibt? Das sollte man sich gut überlegen. Wenn es eine besondere Spezialität nur für ein anderes System gibt, dann kann man das mal machen, wenn es darum geht, Geld zu sparen indem man viel Geld ausgibt ... äh, dann ist das nur mittel-vernünftig.
Mein Distagon 3,5/15 mit QBM ist mal mit nach Jersey gekommen, aber viele Fotos habe ich damit nicht gemacht.
Das 15er mit M39 ist bei der CLE mit in der Tasche, das sieht manchmal das Licht.
Die weitaus meisten Fotos mach' ich aber mit Brennweiten zwischen 35mm und 135mm. Und Du? Deine Art zu fotografieren zählt, oder Deine Sammelllust ;-)